2012/01/30

Werbung für Porridge

Bilder: Ellja






In Irland habe ich zum ersten Mal Porridge gegessen. Im Gegensatz zu den Engländern, die Porridge  traditionell mit Wasser und Salz zubereiten, bekommt man den irischen Porridge mit Milch oder Sahne serviert. Ich war so begeistert von diesem warmen Frühstück, dass ich - kaum wieder zuhause - gleich kiloweise Haferflocken nachhause trug. Doch das Ergebnis war ein ganz anderes. Die Konsistenz war mit dem IrlandPorridge überhaupt nicht vergleichbar. Nun, da ich damals bei uns keine Porridgeflocken bekommen konnte, habe ich mich im Laufe der Zeit an das, was man hier so an Haferflockenbrei zustande bringt, gewöhnt. Aber richtig zufrieden war ich nie. Bis zu dem Tag, als ich bei Frau Ziii diesen Tipp bekam.

WERBUNG ON --  Noats Porridgeflocken von mymuesli.com. Ich habs bestellt. Ich habs probiert. Und ich bin seither hingerissen. Und jetzt im Winter, wo man gerne was warmes hat, da ist ein Frühstück mit Porridge für mich unverzichtbar. Es schmeckt herrlich. Es wärmt und es macht lange satt!  -- WERBUNG OFF




Die Flocken gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen.






Porridge mit Mohn und weißer Schokolade - Himbeerjoghurt - Himbeeren





 Porridge natur mit Äpfel, Orangen und Orangenjoghurt


Ich bin kein völliger Purist. So finde ich zwar die Porridgeflocken natur am besten. Aber nur mit Wasser und Sahne bzw. Milch ist mir zuwenig, ich brauche mindestens was fruchtiges dabei. Man kann es ja selbst mit allerlei Guzzis aufpeppen: Nüsse, Früchte, Trockenfrüchte, Gewürze ... vor allem Gewürze!

Und wenn ich im Juni wieder nach Irland komme, dann werde ich natürlich Porridge essen, Ehrensache!

2012/01/27

Die letzte meiner Art?

Bilder: Ellja






































Nach jedem Koch-, Back- und Gästebewirtungsmarathon stapelt sich das Geschirr oft bis zur Decke. Da ist die kluge Hausfrau froh, wenn sie die technologischen Errungenschaften - insbesondere die Geschirrspülmaschine - bemühen darf. Rein mit dem ganzen Krempel, Klappe zu und flugs... ist das Geschirr im Handumdrehen wieder sauber.

Ich bin keine kluge Hausfrau. Ich habe keine Geschirrspülmaschine. Und wer jetzt schon insgeheim dazu ansetzt, mich zu bedauern. Halt, nein! Nicht nötig. Denn ich habe es mir bewusst so ausgesucht. Ich möchte keine haben.

Nein, natürlich bin ich keine Technologieverweigerin, ganz im Gegenteil. So mancher technischer Schnickschnack bringt mich in Verzückung und ich bin immer auf der Suche nach ausgeklügelten Helferleins. Aber ich mag keine Geschirrspülmaschine. "Was hat die Frau da für einen Vogel?", mag man sich gleich fragen. Vielleicht hat sie keinen Platz in ihrer Küche? Nein, ich habe ausreichend Platz, ich hätte bei meinem Einzug mit Leichtigkeit eine einplanen können. Hab ich aber nicht. Also warum dann?

Ich hatte in meiner letzten Wohnung sogar eine. Und ich hab sie nur ganz selten benutzt. Ich sehe den Vorteil für mich einfach überhaupt nicht. Und ich sag euch auch warum.

Für einen 2-Personen-Haushalt müsste ich tagelang das Geschirr im Spüler sammeln, um eine volle Maschine zu bekommen. Ich brauch mein Geschirr aber. Also wasche ich es gleich ab. Effizienz, Effizienz!

Sehr viele Sachen kann man sowieso nicht in den Spüler geben (Holzteile, Weingläser, ...) -also muss man hier ohnehin die Handspültechnik anwenden. Außerdem muss man den ärgsten Dreck ja sowieso erstmal abspülen.

Ein Waschmittel weniger im Haus. Das beruhigt mich zusätzlich. Von dem ganzen Tabs-Irrsinn mag ich gar nicht anfangen...

Und natürlich habe ich dadurch mehr Platz für kluge Helferleins in meiner Küche ;-.

Dann der Zeitfaktor: Ich glaube einfach nicht, dass man tatsächlich soviel mehr Zeit einspart. Denn wenn ich mir vor Augen halte: Geschirr vorspülen - einräumen - wieder ausräumen - evtl. Flecken nochmal beseitigen - nachtrocknen ... pfffff. Geschenkt!

Und schließlich für mich das wichtigste:  Ich habe es gerne selbst in der Hand. Wer jetzt ungläubig mit den Augen rollt, dem setz ich noch eins drauf: Ich mag es, mein Geschirr mit den Händen abzuwaschen. Ich mag es, den Dreck mit dem Schwammerl wegzuwaschen und die Schüsseln zu spülen, die dann wunderschön glänzen. Ein prüfender Blick und ich bin zufrieden, wenn ich Teil für Teil staple. Ich mag es, jedes Glas, jeden Teller, jeden Topf selbst in die Hand zu nehmen und zu wissen, dass das sicher niemals komische weiße Flecken (Korrosion!) gibt. Vielleicht könnt ihr es euch so vorstellen, wie bei den Vorbereitungen fürs Kochen. Da kann man das Gemüseschnippeln hassen oder man kann es lieben. Und ich liebe beides und ich spar mir einfach andere Meditationstechniken damit ;-)

Das einzige Argument, das jetzt dafür spräche ist wohl der Wasserverbrauch. Ja, ich gebe zu, ich pritschel viel zu gerne und zu sehr, als dass ich im Sparprogramm arbeiten könnte. Da hab ich manchmal ein schlechtes Gewissen. Aber nur manchmal. Und das reicht nicht aus, um mich umzustimmen.













Aber warum ich euch die ganze Geschichte erzähle?
Weil mich ganz ganz brennend interessiert: Bin ich wirklich schon die Letzte?

2012/01/23

Pour Eline

Bilder: Ellja







Bei jeder Gelegenheit posaune ich es hinaus: Ich mag Rote Rüben nicht besonders gerne!

Die Frau vom küchentanz hat das aber wohl völlig kalt gelassen. Denn beim Linzer Bloggerinnentreffen im letzten Jahr hat Eline ganz ungerührt nämlich was serviert, was mit Roten Rüben ausgerechnet!

Ich hab das dann sogar gegessen. Ich bin ja ein neugieriger Mensch. Und ich wollte auch nicht gleich unhöflich erscheinen. Und außerdem sah dieser Raunerschaum einfach absolut köstlich aus. Ich wäre eine Idiotin gewesen, hätte ich da verweigert. Und nach dem fantastischen Supperl, ja überhaupt dem ganzen Menü, dem ausgesprochen netten Abend und nach einer Nacht überschlafen habe ich mir geschworen: "Das machst du ganz bestimmt mal nach!". Genauso! Und - für mich sowieso recht schwierig zu befolgen - fast genau nach Elines Rezept.

TATAAAAAAAAAAA







Ganz original mit dem weißen Pfeffereis.

Und weil mir auch die Birnen mit Sonnenblumenkernpesto so ausgezeichnet geschmeckt haben, gabs diese gleich auch noch. Das Pesto ist übrigens schon des öfteren zum Einsatz gekommen.

Großen Dank, liebe Eline!

2012/01/21

Steaksalat mit Papaya und Avocado

     
Bild: Ellja
































Jedes Jahr um diese Zeit herum habe ich das Gefühl, ich brauche mehr Vitamine. Mit Heißhungerattacken auf Orangen kündigt sich sowas meistens an. Schuld daran sind bestimmt die fehlenden Sonnenstunden. Oder sind es Nachwehen der üppigen, ungesunden Weihnachtstage?

Auf alle Fälle muss ich was dagegen tun.

Steak-Salat mit Papaya und Avocado

Zutaten für 2:
 Römersalat, Chicorée, Frisee, alles was grün ist
1 Papaya
1 Avocado
2 Filetsteaks vom Rind oder Kalb (à 150 g)
Salz
Pfeffer

Vinaigrette: Tomatenmark, Zimt, Salz, Pfeffer, Weißweinessig, Orangenöl

Zubereitung
Zutaten für die Vinaigrette verrühren und abschmecken.
Salate putzen in kleine Stücke zupfen oder schneiden.
Papaya schälen, halbieren und die Kerne entfernen. Fruchtfleisch in Streifen schneiden.
Avocado halbieren, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. In Streifen schneiden. Papaya und Avocado mit der Hälfte der Vinaigrette mischen.
Steaks gut abtrocknen, mit Salz und Pfeffer einreiben und in einer Pfanne in 2 El Butterschmalz von jeder Seite 3-4 Min. braten.
Salat am Teller anrichten. Die Steaks in Scheiben schneiden, auf den Salat legen. Papaya-Avocado-Mischung darüber geben und alles mit der restlichen Vinaigrette beträufeln.


Und wenn das nicht hilft, dann ess ich halt wieder Orangen!

2012/01/18

Erdöpfikas

Bilder: Ellja







Die eine redet von Erdäpfelkäse. Die andere wiederum von Erdäpfel-Mayonnaise(Creme). Und da soll man keinen Gusto bekommen? Aber sicher doch!

Für eine ordentlich große Schüssel:

1/2 kg Erdäpfel (mehligkochend)
3 Schalotten (sehr fein gehackt)
250 g Sauerrahm
2 - 3 EL Schlagobers (ungeschlagen)
Schnittlauch
Salz, Pfeffer

Die Erdäpfel in der Schale weichkochen. Schälen und mit einer Gabel zerdrücken, aber bitte nicht nicht zu Püree zermanschen. Nun die Erdäpfel in einer großen Schüssel mit den gehackten Schalotten (rohe gelbe Zwiebel ist mir da zu "rass) und dem Sauerrahm gut verrühren. Würzen mit Salz, Pfeffer und gehacktem Schnittlauch. Am Ende das Obers untermischen, so dass der Käse, der gar keiner ist, eine schöne weiche (nicht gar flüssige oder zu trockene) Konsistenz bekommt.

Jetzt von einem sehr guten, aber nicht zu sauren, Bauernkrustenbrot eine dicke Scheibe runterschneiden.
Diese mit Butter (Süßrahm oder Sauerrahm, das ist Geschmackssache) bestreichen und den Erdöpfikas dick darauf anrichten. Frisch gemahlenen Pfeffer darüber und mit Schnittlauchröllchen garnieren.

Jetzt hätt ich bitte sehr noch gerne ein großes Glasel guten Birnenmost dazu!

2012/01/15

Blunzngröstel

Bild: Ellja


Ich liebe Blunze! Da Herr P. da aber ganz anderer Meinung ist, kommt sie eigentlich so gut wie nie zuhause auf den Tisch. Ich stürze mich wie ein wildes Tier auf Blunzengerichte, sobald ich sie in einer guten Wirtschaft auf der Karte finde. So komme ich 1 bis 2 x im Jahr zu dieser Ehre.

Nun hat es sich aber vor einiger Zeit begeben, dass ich doch zwei ganz feine Bio-Blutwürste über meine wöchentliche Biokiste erstand. Und ich wollte Blunzngröstel!
Und Herr P. musste mitessen, ob er wollte oder nicht... naja, zumindest wollte ich, dass er mal kostet.
Weil, was man nicht kennt, darf man auch nicht verurteilen. Ein kleiner Probierbissen muss immer drin sein, sonst find ich das oberspießig. Und als oberspießig wollte P. natürlich keinesfalls gelten.

Beim Gröstel - wie der Name schon sagt - wird ja meistens alles in einer Pfanne zusammengeschmissen und durchgebraten. So mag ich das aber gar nicht. Bei mir wird alles in einer separaten Pfanne gemacht und dann schön angeordnet (Siehe meine Ordnungsliebe ;-)

Also zuerst werden Kartoffeln halb gar gekocht, geschält und in dicke Scheiben geschnitten. 1 Zwiebel in Ringe geschnitten wird in Butterschmalz schön braun angebraten und dann mit den Erdäpfeln, bisserl Salz, bisserl Kümmel, zu einem knusprigen Erdäpfelgröstel gebraten.

Derweil wird die Blutwurst in dicke Stücke zerteilt und in heißem Fett (neue Pfanne!) recht schnell (damit sie nicht zerläuft) von beiden Seiten knusprig angebraten. Aber natürlich nicht verbrannt.

Und zum Schluss werden Äpfel in Scheiben geschnitten und in einer Butter-Zucker-Mischung (noch eine Pfanne!) karamellisiert. Ich lösche dann mit ein bisschen Apfelverkus ab, damit ein kleines Saucerl entsteht.

Das ganze wird dann auf dem Teller schön angeordnet: Erst die Erdäpfel, dann die Blunze und obenauf die Apfelscheiben. Wer mag, kann hier Sauerkraut dazu servieren. Aber ich mag das nicht. Lieber noch ein bisserl selbstgemachtes Apfelmus, wenns sein muss.

Und jetzt wollt ihr sicher wissen, ob der P. den Teller aufgegessen hat?

Ja, das hat er schon. Aber so richtig geschmeckt hat es ihm nicht. Das liegt aber nicht an meinen Kochkünsten, "um Gottes Willen, nein!" sagt er. Er "mag halt einfach kein Blut essen", sagt er.
Naja, es war einen Versuch wert. Mir hats wirklich sehr gut geschmeckt!

In Zukunft durchforste ich dann aber wohl doch wieder die Speisekarten anderswo.

2012/01/12

Mitbringsel aus Venezia

Bilder: Ellja



































 



Venedig im Nebel war heuer nicht. Es hatte Sonne, ganz viel Sonne! Was soll man da machen ...

Neben ganz viel Herumlaufen auch Einkaufen zum Beispiel. Und wenn man ohnedies  mit dem Auto unterwegs ist, kann man schon mal den Kofferraum füllen. Gut gekühlt im winterkalten Parkhaus war die Ware auch. So konnten wir einkaufen - zwischenlagern - und nochmal einkaufen usw. ;-).

Das beste von der Beute kam wieder Zuhause auf den Teig: Büffelricotta, Radicchio, Cipolle, Lardo

Also eine Pizza mit Büffelricotta, Radicchio, Cipolle und Lardo

Rezept:

Pizzateig:
350 g Mehl (bei mir: halb Tipo 00, halb VK-Mehl)
1 TL Salz
4 EL Rapsöl
175 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel frischer Germ (Hefe)


Mehl mit Salz vermengen. Den Hefewürfel im Wasser auflösen und unter das Mehl mischen. Rapsöl unterrühren und das ganze nun zu einem geschmeidigen Teig verkneten. 
Abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Std. aufgehen lassen.
Nun den Teig nochmal kneten und auf Backblechgröße nach gewünschter Dicke auswalken. 
Das Backblech ölen (oder Backpapier einlegen) und den Teig aufs Backblech rollen.
Wer einen Pizzastein hat  - eh klar - rauf damit!

Belag:
200 g Büffelricotta
Salz, Pfeffer
etwas Öl für die Pfannen
2 große Rote Zwiebeln (Ringe)
1/2 Radicchio (Streifen)
200 g Lardo (Scheiben)

































Bevor es ans belegen geht, Zwiebeln und Radicchio separat in einer Pfanne mit wenig Fett kurz anrösten. 
Den Pizzaboden mit dem Ricotta bestreichen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die Zwiebelringe und Radicchiostreifen auflegen und mit den Lardoscheiben abschließen. 

Bei 200 Grad ca. 15 bis 20 Minuten im Backofen backen. 
Die Pizza nun in Stücke schneiden und am Teller mit einem recht guten Balsamico beträufeln. 

E basta!









Es war eine sehr schöne Kombination. Hier passt ein Balsamico wirklich ganz hervorragend!

Von Venedig kann ich dieses mal nicht sehr viel berichten. Außer, dass es wunderschön da war!
Dass im Winter keineswegs weniger Touristen rumlaufen! Dass der Markusplatz an Silvester von jedem zu meiden ist, der Platzangst und Panik bekommen könnte, wenn die Massen sich nach Mitternacht plötzlich rücksichtlos in Richtung kleiner Seitengassen bewegen wollen. Dass wir am Silvesterabend die bisher beste Gastwirtschaft unserer Reise entdeckt haben. Und dass ihr eure Stadtpläne getrost vergessen könnt. Diese Stadt vermag kein Stadtplan wirklich zu erfassen!

Tipps hab ich aber schon noch für euch:

Schlafen:
Hotel Abbazia
Calle Priuli dei Cavaletti (Cannaregio) 

Essen:
la buona forchetta (besonderes Kleinod!)
Calle del Perdon, L. Aponal 1295 (San Polo)

Bar la toletta (fantastische Tramezzini!)
Via Dorsoduro, 1191 (Dorsoduro)

Shoppen:
i Tre Mercanti (Wein, Spirituosen,...)
Castello, 5364 (Castello) 

Bottega Artigiana (schöner Modeschmuck)
Rio Terà de la Mandola, 3805 (San Marco)

Libreria Miracoli di Vascon Claudio (Bücher, Antiquariat, Ansichtskarten, ...)
Calle dei Riformati, 3210/A (Cannaregio)


und natürlich all die fantastischen Fisch- und Gemüsemärkte in Rialto, auf den diversen Campi und entlang der Strada Nova


2012/01/09

Mein erstes Mal: Fischsuppe

Bilder: Ellja




Meine allererste Fischsuppe - das war vor gefühlten 30 Jahren. Tatsächlich war es in den 90igern. Wie fast alle Kochneulinge, hatte ich damals großen Respekt vor Fisch. Heute weiß ich nicht mehr, warum eigentlich. Und warum sich dieser Bammel vor Fisch in der Welt der Freizeitköche immer noch so hartnäckig hält. Ich finde sogar, dass Fisch sehr einfach zuzubereiten ist, wenn man nur eines bedenkt: Fisch ist kein Fleisch. Und muss daher auch nicht stundenlang zerkocht oder zerbraten werden.










Diese Fischsuppe von damals mache ich immer wieder mal gerne. Sie erinnert mich an eine Zeit, wo ich die aufregende Welt der Gewürze und Aromen erst zu entdecken begann. Es war eine ungemein spannende Phase, natürlich muss ich auch schmunzeln über manch naive Herangesehensweise von damals. Aber das gehörte eben dazu. Lernen durch Erfahrung. Und am meisten lernt man durch Pannen, oder? Jedenfalls ist mir ein Fehler nie ein zweites Mal passiert. Ich war damals sehr hungrig. Die Welt des guten Essens war so uneingeschränkt, so gewaltig. Ich sah so viele Möglichkeiten und ich wollte alles wissen, alles lernen, alles können.






Heute - so viele Jahre später - habe ich mich doch ein großes Stück weiter entwickelt. Ich hab so vieles ausprobiert und einiges davon macht mir keine bis überhaupt keine Mühe mehr. An neue Sachen wage ich mich ohne Hemmungen heran und passiert mal was - gar kein Malheur. Aber mit diesem Gleichmut, so muss ich eingestehen, ist auch dieser große Hunger nicht mehr so groß. Ich bin ein wenig müde geworden. Ich hoffe, es liegt nur am winterlichen "mood" und geht wieder vorüber. Mir fehlt dieses kribbeln, wie beim ersten Mal. Vielleicht ist es auch zuviel - von allen Seiten holt man sich inzwischen die Rezepte, Anregungen, Inspirationen. Die Starköche zieren das heimische Wohnzimmerregal. Jederzeit bereit, nachgekocht zu werden. Jedes Lebensmittel kann man fast überall bekommen, zu jeder Zeit. Man muss gar nicht mehr "jagen", alles ist beinah immer verfügbar. Alle Welt kocht! Alle Welt zelebriert! Es ist ein großer Rummelplatz, und alle 3 Minuten kann man eine neue Runde drehen...






























Ach, ich hoffe sehr, es liegt nur am miesen Wetter...
Denn die Fischsuppe hätte das wirklich nicht verdient. War sie doch meine erste.

 Hier das Rezept: (leider weiß ich den Ursprung nicht mehr, könnte aber gut aus dem CK gewesen sein)


 Zutaten für 4 Personen:
200 g Filet vom Petersfisch 

200 g Kabeljaufilet
150 g Garnelen

200 g Fenchel
6 Fäden Safran
1 Bund Frühlingszwiebeln
4 - 6 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl

1 Bund Basilikum
200 ml Fischfond (od Gemüsebrühe)
200 ml trockener Weißwein

2 EL Zitronensaft
100 g Mascarpone

Salz und frisch gemahlener weißer Pfeffer


Zubereitung:
Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Fenchel putzen, waschen und in nicht zu große Stücke schneiden. Das Basilikum waschen, trockenschütteln und die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Garnelen waschen und gut abtropfen lassen.In einem Topf das Öl erhitzen, die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch darin andünsten. Den Fenchel zufügen und einige Minuten mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Safranfäden zufügen und verrühren. Den Wein und den Fischfond bzw. die Brühe angießen, einmal aufkochen und dann auf kleine bis mittlere Hitze reduzieren.
Die Fischfilets waschen, trockentupfen und würfeln. Mit dem Zitronensaft beträufeln und in den Topf geben. Alles 20 Minuten garen. 5 Minuten vor Ende der Garzeit das Basilikum, die Garnelen und den Mascarpone einrühren und etwas einkochen lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem Weißbrot servieren.