2009/08/25

Persisches Vergnügen nachgekocht!


Bild: © Ellja

Ich habe bisher noch nie persisch gekocht. Bei Eline habe ich allerdings ein sehr ansprechendes Rezept entdeckt, das keinen langen Aufschub zuließ. Ich habe ihre Lammbällchen mit Sauerkirschen allerdings ein wenig abgewandelt, da ich getrocknete Cranberries und Mandeln zuhause hatte, habe ich diese anstatt Sauerkirschen und Walnüsse (war zu faul zum Haut abschälen ;-) in die Lammbällchen getan. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht krumm, liebe Eline!

Hier Eline´s Rezept mit meiner Abwandlung:

Zutaten für 4 Personen:
Lammbällchen:
500 g Lammfleisch
1 kleine Schalotte
1 Eigelb
Salz & Pfeffer

Fülle:
50 g getrocknete, gehackte Cranberries
2 EL gehackte, geschälte Mandeln
2 EL Butterschmalz
1 große Zwiebel, feingehackt
½ TL Kurkuma
1 Stange Zimt
1/2 TL Safranfäden
1 TL Zucker
150 ml Gemüse- oder leichter Geflügelfond
300 g Karotten, in Scheiben geschnitten
1 EL Limettensaft oder Zitronensaft
Salz & Pfeffer
1 Bund frische Petersilie, grob gehackt

Zubereitung:
Fleisch und Schalotte zusammen fein faschieren, Eigelb dazu, nur leicht würzen. 1 grossen Esslöffel der Fleischmasse auf die nasse Handfläche geben, flach drücken und mit einem TL der Früchte-Nuss-Masse füllen. Es sollen Bällchen mit ca. 3-4 cm Durchmesser entstehen. Grossteil des Safran mit Zucker mörsern, in kaltem Fond auflösen. Einen Teil der Safranfäden in Fond kalt einweichen. Zwiebel und Gewürze bei geringer Hitze durchrösten, dann die Bällchen kurz anbraten und mit Fond und Safranflüssigkeit aufgiessen. Zugedeckt ca. 1,5 Stunden bei sehr geringer Hitze schmoren. In der Hälfte der Zeit Karotten zugeben und mitschmoren. Mit Limettensaft abschmecken, würzen, Safranfäden zugeben und noch ca. 2 Minuten ziehen lassen. Mit gehackter Petersilie bestreuen.

Ich war mir nicht sicher, ob die Lammbällchen, obwohl sie mit Flüssigkeit bedeckt waren und wirklich nur ganz sanft gegart wurden, nicht etwas trocken würden ob der langen Kochzeit. Und ja, ich muss gestehen, sie waren nach 1,5 Std. ein wenig zu trocken für meinen Geschmack. Sie haben aber trotzdem ausgezeichnet geschmeckt. Die Sauce war überhaupt der Hammer, so ein wundervoller runder Geschmack, das hatte ich gar nicht erwartet. Die Karotten sind ein Muss, sie runden das ganze erst so richtig ab und geben eine leichte Süße. Ich bin begeistert von diesem Gericht, nur beim Lammfleisch muss ich mir noch was überlegen, wie ich das hinkriege, damit sie schön zart bleiben...


Bild: © Ellja

Auch wie Eline habe ich dazu Isi´s Tahdig zubereitet. Auch hier, liebe Isi, ganz vielen Dank. Ich kannte diese Art des Reis-kochens bisher nicht, aber dieser persische Reis war eine so schöne Beilage, den könnte man auch einfach so essen, natürlich durch die viele Butter nichts für die Figur, aber einfach saugut ;-)

Ich möchte hier mal allgemein Danke sagen, für die vielen Anregungen, die ich immer wieder in den zahlreichen anderen Blogs bekomme. Auch wenn man dadurch fast sowas wie Stress bekommt. In letzter Zeit komme ich z.B. kaum mehr dazu aus meinen eigenen Kochbüchern zu kochen, weil ich so viele Rezepte zum Ausprobieren aus euren Blogs gespeichert habe. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mein Kochhorizont erweitert sich durch das Lesen und Studieren eurer Blogeinträge enorm, und das gefällt mir echt gut. Ich habe schon immer gerne Kochbücher "gelesen", aber das hier ist um einiges spannender.

Kommentare:

Isi hat gesagt…

Das finde ich toll, dass Du das gleich ausprobiert hast. Die Lammbällchen stehen auch recht weit oben auf meiner Nachkochliste. Deine Abwandlung mit den Cranberries hört sich prima an.
Ich freue mich aber sehr, dass Dir der persische Reis so gut gelungen ist, dein Tahdig schaut genauso aus, wie es sein soll. Klasse!
Ich lerne auch sehr viel auf euern Blogs dazu, jeder hat ja irgendwie seinen eigenen Stil und ich finde das supertoll und viel abwechslungsreicher als ein Kochbuch. Aber ich werde auch nicht mehr mit dem Nachkochen fertig, abgesehen davon habe ich schon ein paar Pfund zugenommen, seit ich blogge, ich glaube ich koche doch noch mehr als vorher ;-)
Vielleicht mach ich ja mal ein 14-tägiges Blogevent "Isi macht Diät"...aber nee nee, dazu schmeckts mir viel zu gut ;-)

lamiacucina hat gesagt…

das sieht gut aus. Da gehts Dir wie den meisten. Jeden Tag erscheinen in den Blogs mehrere nachkochenswerte Gerichte. Nur mit äusserster Nachkochdisziplin kann man da sein Gewicht wahren.

Eva hat gesagt…

Das klingt sehr gut und kommt direkt mal auf die Nachkochliste - auch mit den Cranberries!

Eline hat gesagt…

Das ging ja schnell, das Nachkochen! Und warum sollte ich wegen der Variante mit Cranberries böse sein, das ist doch dein gutes Recht!
Wenn die Bällchen zu trocken waren, würde ich sie nur max. 30 Minuten schmoren. Ob dann die Sauce so gut wird? Ich weiss es nicht, muss man ausprobieren.
Ich habe auch grossen Spass an der Foodbloggerei. Mir gefällt auch die Verschmelzung von Kochen, Historischem, Wein, Restaurants, Reisen, schönen Fotos und viel Witz. Das hat man in dieser Form selten.

Ellja hat gesagt…

@Isi bei dem Diätblog schließ ich mich dann auch an ;-)

@lamiacucina da sagst du was, damit hat man dann auch wieder Stress, ja nicht zunehmen von all den Köstlichkeiten

@Eva bin gespannt, was Du dazu sagst.

@Eline Idee wäre, einen geringen Teil der Bällchen mitzukochen, um der Sauce willen und den Hauptanteil erst 30 Minuten vor Ende mitzugaren...

mipi hat gesagt…

Nur wenn man auch mal mit den Zutaten experimentiert, entwickeln sich Rezepte weiter.

Jen hat gesagt…

Wo ist in der Zubereitung die Zimtstange geblieben? Hast du sie noch reingemacht oder weggelassen?

Ellja hat gesagt…

Jen, .... Zwiebel und Gewürze bei geringer Hitze durchrösten... da war der Zimt dabei, am Ende rausnehmen.