2009/04/30

Ein Fest für Nudeln


Nudeln machen alles.... sie machen glücklich, sie machen satt, sie schmecken und lassen sich sowohl in Töpfe als auch in die Pfanne hauen. Nudeln sind einfach unschlagbar!

Und wenn man sie dann noch selber macht, dann kennt das Nudelglück überhaupt keine Grenzen mehr.

Ja, gut, es braucht schon ein wenig Zeit... aber.... es lohnt sich garantiert!

Hier mein persönlicher Nudelteig-Favorit:

250 g Weizenmehl (Typ 405)
3 Eier
2 EL Olivenöl
Prise Meersalz

Das Mehl und Prise Salz in eine Schüssel geben, die Eier stückweise zufügen und mit dem Knetarm langsam verkneten. Dann das Öl zufügen und das Ganze schnell zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Mit der Hand den Teig noch so lange durchkneten, bis er geschmeidig-seidig ist. In Folie einschlagen und halbe Stunde rasten lassen.

Zur Weiterverarbeitung den Teig durch die Teigmaschine drehen und je nach Lust und Laune Ravioli, Tortellini, Tagliatelle oder Spaghetti fabrizieren.
Wer keine Teigmaschine hat - ran an den Nudelwalker und den Teig dünn ausrollen. Mit Messer und Teigrad bewaffnen und freestyle drauf loslegen.
Auf Vorrat, also zum Trocknen können die Nudeln auf ein bemehltes Küchentuch gelegt werden oder man hat sich z.B. schon einen Tagliatelle-Trockner (amazon) besorgt.

Das Nudelwasser salzen und ordentlich zum Kochen bringen. Wenn es sprudelt die Nudeln in den Topf geben und höchstens so 4 Minuten kochen lassen. Ausprobieren!
Frisch gemachte Nudeln brauchen jedenfalls bedeutend kürzere Kochzeiten. Und was eben das wichtigste an guten Nudeln ist: "al dente" müssen sie sein, sonst is alles umsonst.

Den Variantenreichtum an Saucen zähl ich hier und heute nicht auf, wäre eine never ending story.... yamyam

2009/04/28

Beeren und Joghurt gehören zusammen






Ein leichtes Dessert sollte es sein.
Auch ganz leicht zu machen. RuckiZucki also.

Einkauf:
Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren zusammen oder alleine
1 großer Becher Joghurt
1/2 Flasche Schärdinger Light-Schlagobers (oder halt auch normales Schlagobers)
1 Pkg. Vanillezucker
1 Stamperl Rum
brauner Zucker

Machen:
Die Beeren in eine große Schüssel geben. Mit dem Rum beträufeln. Man könnte hier auch edleres Gesöff ausprobieren, hab ich auch schon, aber mir ist der banale Inländerum hier einfach am liebsten.

Die Leicht-Sahne aufschlagen und unter das mit Vanillezucker verrührte Joghurt heben.

Nun das Joghurt über die Beeren gießen. Die Oberfläche dick mit braunem Zucker bestreuen und möglichst über Nacht (mindestens aber einige Stunden) in den Kühlschrank stellen.

Ganz leicht, oder?

Ich versprech´s, es schmeckt!

2009/04/27

Knusper Knusper Knäuschen, heute backen wir kein Häuschen (sondern Waffeln)


Ehrlich, ich hab lang gesucht. Waffelrezepte gibt es tausende. Aber ich wollte sie knusprig haben und die Rezepte bisher brachten nur labbrige Dinger hervor. Damit is jetzt aber wirklich Schluss..


Erstmal einkaufen:

150 g Butter
1 Prise Salz
Mark 1 Vanilleschote auskratzen
40 g Zucker
3 Eier
200 g Mehl
1 TL Backpulver
1/8 l Milch

Und schon gehts los:
Butter, Salz, Vanillemark und Zucker schaumig rühren. Eier trennen und Eigelb nach und nach unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben. Jeweils eine kleine Kelle Teig in ein heißes Waffeleisen geben. Nacheinander goldgelb backen. Auf ein Teller mit Küchenrolle legen und dick mit Staubzucker bestäuben.

Ganz heiß sind die Waffeln noch sehr weich, aber wenn sie etwas abkühlen werden sie schön knusprig.
Im Winter sind sie mit Zimtparfait und Weichseln unschlagbar. Zur Erdbeerzeit ist selbstgemachte Erdbeermarmelade (mit Rhabarber) hitverdächtig. Aber auch ganz blank sind die Waffeln himmlisch!

2009/04/23

Der weltbeste Salat der (Sommer)Welt!


Ich sags ja nicht (un)gerne, aber ich habe den besten Salat der Welt gemacht!

Wers im Sommer erfrischend und leicht mag, liegt damit genau richtig und der Geschmackskick ist auch gleich gratis mitgeliefert.

Bitteschön: Salat mit Fenchel, Wassermelone, Basilikum, Mozarella und WasabiNüssen


Diese Kombination ist nahezu unschlagbar im Geschmack...


Zutaten f. 4 Personen:
5 EL Himbeeressig
4 EL Honig
7 EL Olivenöl
200 g Mozarella
75 g Raddicchio (oder andere Salate, wers nicht bitter mag)
700 g Wassermelone
3 – 4 Stängel Basilikum
40 g Wasabi_Erdnüsse
250 g Fenchel
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Himbeeressig, Honig, Pfeffer, Salz und Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren.

Mozarella in Stücke zupfen, Raddicchio putzen und einmal durchschneiden. Melonen in Ecken schneiden. Basilikum zupfen. Wasabi-Nüsse grob hacken. Fenchel putzen und der Länge in sehr feine Scheiben schneiden oder hobeln. In einer Schale anrichten und mit der Vinaigrette beträufeln, mit den Nüssen bestreuen.



Warmes Brot schmeckt am besten dazu! Guten Appetit!

Wenn NaziZombies durch den Schnee stapfen


Gestern - Crossing Europe - Nightline - Norwegische Produktion - Regie: Tommy Wirkola


Dead Snow - so heißt der Film. Ganz nach Manier der amerikanischen Horrorproduktionen macht sich eine Truppe junger Leute auf ins Gebirge, um bei lauschiger Hüttengaudi das Schneetreiben zu genießen. Dazu kommt´s natürlich nicht mehr. Denn die romantische Kulisse in den Bergen galt im 2. Weltkrieg als Ort des Schreckens. Nazis plünderten die Schatzkammern der Einheimischen und fielen mit Gräueltaten über sie her. Und noch immer treiben sie als Zombies da oben ihr Unwesen. Was die jungen Leute dann Stück für Stück auch zu sehen und spüren bekommen. Wer auf Splatter-Komödien steht, ist hier gut bedient. Anfangs ein paar gute Schockerszenen eingebaut, entwickelt sich das Movie in ein blutrünstiges Massaker mit hohem Unterhaltungswert - Lacher sind garantiert.


Für alle Fans dieses Genres eine wirklich gelungene Produktion.




2009/04/21

HOME - ein Road-Movie, das keines ist


Gestern zur Eröffnung des Crossing-Europe-Filmfestivals machte den Auftakt die französisch-belgisch-schweizer Produktion, 2008 gedreht, unter Regie von Ursula Meier "HOME".


Es beginnt ein wenig skurill aber tatsächlich harmlos. Happy Family am Rande einer (noch) nicht fertiggebauten Autobahn. Happy Paps raucht gemütlich seine Zigarette am Couchsofa, nur dass dieses nicht im Wohnzimmer steht sondern mitten auf der Autobahn. Happy Mama (eine brilliante Isabelle Hupert) wandelt in romantischem Blümchenkleidchen ganz unmuttihaft durch die Szenerie. Der kleine Sohn und die beiden halbwüchsigen Töchter rangeln und spielen ausgelassen. Diese Familie ist glücklich, ganz klar. Das wär natürlich kein Stoff für einen derart kraftvollen Film. Nein... die Probleme beginnen, als die Autobahn nun tatsächlich nach 10 Jahren fertiggestellt ist. Wo vorher exklusive Stille herrschte, donnern nun Stunde um Stunde hunderte Autos und Schwerlaster über die Autobahn und stören das friedliche Aussenseiterleben der Familie massivst. Das Haus am Rande der Autobahn hat keine Straßenanbindung mehr und die Kinder müssen sich jeden Morgen quer über die Autobahn retten, um überhaupt den Schulbus zu erreichen. Das Universum der Familie bröckelt. Die vorbeirasenden Autos und der damit einhergehende Lärm nagen mit jedem Tag mehr und mehr an den Nerven der Familie. Eingekeilt zwischen ihrer Welt und der "da draußen" wandelt sich das einst so glückliche Familienleben zu einem Albtraum, dem zuerst keiner entrinnen will. So wird man Zeuge einiger äußerst skuriller Versuche, dieser Lage Herr zu werden. Bis eines Tages die älteste Tochter der Familie verschwindet. Die Sonnenliege, auf der sie Tag für Tag verbrachte und sich mit laut dröhnender Musik vor den gaffenden Autofahrern zu schützen versuchte, ist plötzlich leer. Nun beginnt eine abstruse Idee Herrschaft über die noch verbliebenen Familienmitglieder zu gewinnen. Sie versuchen der Welt, dem unsagbaren Lärm, ja der ganzen Situation zu entfliehen, indem sie sich vollständig in ihrem Haus einmauern...


Ein faszinierendes Schauspiel - mit brillianter Besetzung!

Unbedingt anschauen!


2009/04/20

Keine Angst vor Gnocchi


Es muss einfach Angst sein, warum sonst kaufen so viele Leute die Spachtelmasse im Fertigpack? Dabei ist es so einfach lockeren, herrlichen Gnocchiteig selber herzustellen, also los!


Zutaten für 4 Personen:

1 kg mehlig kochende Kartoffel
1 Ei
150 - 250 g Mehl
1 TL Backpulver
Salz



Und so bereiten wir sie zu:


Die Kartoffeln mit der Schale weich kochen. Schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Ein großes Brett ganz dick mit Mehl bestäuben und den Kartoffelbrei darauf setzen. Einen Krater in der Mitte drücken und das Ei, Brise Salz sowie das Backpulver hineingeben.

Jetzt mit dick bemehlten Händen den Teig kneten. Der Trick dabei ist, die Hände und das Brett immer wieder zu mehlen, so dass auf diese Weise zwar Mehl unter den Teig gemischt wird, aber nur so viel, dass er gerade nicht kleben bleibt. Wieviel Mehl der Teig aufnimmt, hängt natürlich von der Kartoffelsorte ab. Wenn der Teig aber nicht mehr klebt, sondern sich schön locker aber doch fest kneten lässt, ist er richtig. Einfach ausprobieren.


Den Teig nun zerteilen und zu Rollen wälzen. Von den Rollen kleine Stücke schneiden und auf eine bemehlte Fläche legen. Das typische Gnocchi-muster kann man noch mit einer Gabel reinmachen. Ich mache das allerdings so wie im Veneto üblich, nämlich gar nicht.


Einen großen Topf mit Wasser zum kochen bringen. Salz einstreuen und die Gnocchi ins sprudelnde Wasser (vivace)werfen. Sobald sie wieder an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig. Mit einer Schöpfkeller herausheben und die nächste Ladung rein usw...


Ich esse die Gnocchi am liebsten mit Salbeibutter. Aber auch als Beilage zu Fleischspeisen sind sie ein großer Genuss!


Übrigens: Man sagt keinesfalls "Knotschi" sondern "Nocki" ;-)




2009/04/17

Saltimbocca, meine Liebe




Schnitzel sind immer einfach, und wenn vom Kalb, dann macht das gute Fleisch schon das meiste wett.

Saltimbocca alla romana - die schönste Kombination, die ich kenne:

Das kleine Kalbschnitzerl (Salt im bocca bedeutet römisch übersetzt "Spring in den Mund") mit Frischhaltefolie und flacher Seite des Fleischklopfers schön mürbe klopfen, nicht all zu dünn. Auf einer Seite etwas mit Meersalz und Pfeffer würzen.

1 Scheibe Parmaschinken und 1 Blatt Salbei mit Zahnstocher festtackern.










Butterschmalz in einer Pfanne heiß werden lassen und das Schnitzel darin wenige Minuten von beiden Seiten anbraten. Traditionell wird das Schnitzel mit Weißwein gelöscht, aber ich gebe einen guten alten Balsamico hinzu.

Ein paar gebratene Kirschtomaten und Rosmarin-Ofenkartoffeln runden das Mahl deliziös ab!