Generell zuviel erwarten sollte man sich aber von einem Hot-Dog trotzdem nicht.
Und was kommt jetzt? Ja klaar ...
BURGER!
Wirklich gute Burger bekommt man nicht bei Mac Donald´s, Burger King oder Wendy´s. Die besten Burger isst man hier:
1.
Shake ShackAm Southeast Corner beim Madison Square Park stellen sich die Leute sogar im Winter dafür an. Obwohl man hier nicht einmal "indoor" speisen kann. Im Sommer gibts Stühle und Tische im Freien, im Winter gar nix. Die gute Nachricht: seit kurzem gibt es einen neuen Laden an der Columbus Avenue (upper West Side), da kann man auch drinnen die große Auswahl an wirklich sensationellen Burgern genießen.

2.
Jackson HoleNoch mehr Auswahl an Burger-Variationen gibts hier. Das Fleisch ist saftig und man bestellt ihn am besten "medium". Die Burger sind extrem dick, also mit "Mund auf und rein" ist da erstmal nichts. Für Hungrige kann man "on a platter", d.h. mit Pommes (frenchfries) und Salat um ein paar wenige Dollar mehr empfehlen. Ich hab einen mit Guacamole gegessen, der war wirklich saugut. Das Ambiente ist "laut - klein - rustikal", aber sehr charmant.
Davon abgesehen gibt es in vielen Pubs und Bars wirklich gute Burger für wenig Geld. Fleischlaibchen braten können die Amerikaner ja wirklich ;-).
Weiter geht´s mit Pizza!
Hier gibts 2 Dinge zu beachten: Zum einen gibt es diese wagenradgroßen Pizzen an Ständen und kleineren Geschäften, da kauft man sich "slices", also Stücke davon. Und dann gibt es die gewohnt großen Pizzen in den Pizzerien. Diese sind - gleich vorweg - auf alle Fälle besser. Die Slices sind sehr fetttriefend und käselastig.
Hier meine Empfehlungen:
Stellt euch vor, ihr müsstet geschlagene 40 Minuten in bitterer Kälte vor einem Lokal in einer langen Warteschlange ausharren, um dann endlich einen Mini-Tisch zu ergattern, wo Dir der Nachbar links und rechts die Ellbogen in die Seite stößt. Es geht zu wie in einem Bienenkorb, wildes durcheinander, die Kellner gehetzt, die Gäste laut, das Ambiente alles andere als gemütlich italienisch ... dann sitzt ihr sehr wahrscheinlich bei Grimaldi´s. In Brooklyn Heights unter der Brooklyn Bridge befindet sich das von außen recht unscheinbare Lokal. Nur die Leute, die davor um Einlass betteln, zeugen davon, dass hier was Gutes zu bekommen ist. Vielleicht sinds aber auch nur Touristen, die alle denselben Reiseführer gelesen haben? Rein bin ich jedenfalls voller Erwartung und raus bin ich satt und mit etwas gemischten Gefühlen. Ich war mir nicht sicher, ob mir gefiel, was ich da vorfand. Heute betrachtet kann ich sagen: JA doch, es hatte was, das ist eben New York. Du bist nicht in dieser Stadt um Gemütlichkeit zu zelebrieren, und das wird Dir an jeder Ecke auch vermittelt. Schnell rein, schnell wieder raus. Die Pizza war sehr gut und ein Riesending (für 2). Mit dem Wein kann man sich anfreunden, nichts besonderes, aber man spült ihn ganz gut runter. Insgesamt war es ein Erlebnis.
Aber wenn ihr schon bei Grimaldi´s seid, dann kann ich noch ein wirklich gutes Eis zum Dessert empfehlen:
Brooklyn Ice Cream Factory. Auch hier oft sehr lange Warteschlangen.

Angeblich überhaupt die erste Pizzeria in ganz Amerika, aber sehr wahrscheinlich in New York. Wo die steht? In Little Italy. Das kleine (und immer kleiner werdende) Viertel in Downtown hat immer noch die besten "Italiener" der Stadt beherbergt. Das Lombardi´s hat wohl wirklich die beste Pizza der Stadt. Aber auch hier wenig Beschaulichkeit, schneller Service, wenig Platz. Das ist eben so. Hier kann ich die Pizza mit Muscheln sehr empfehlen, "wow" auf ganzer Linie!

Jetzt aber zu etwas, was es bei uns gar nicht gibt: "Pastrami".
Pastrami ist ein Sandwich mit gewürztem, roten Fleisch, ähnlich unserem Sur- oder Pökelfleisch. Es wird geräuchert und in ganz dünne Scheiben geschnitten. Ein dicker Packen davon kommt zwischen zwei Weißbrotscheiben, mit Senf, Sauerkraut, Gewürzgurken etc... wird es verzehrt.

Und mit dem Namen Pastrami ist eine Institution ganz eng verbunden, nämlich "
Katz's Deli". 1888 eröffnete eine russische Familie diesen Delikatessenladen an der Lower East Side. Bekannt wurde es auch durch den Spruch "Send a Salami to your Boy in the Army" im 2. Weltkrieg. Bei Katz's bekommt man sie heute noch, Salami und Pastrami und anderes kosheres. Eine riesengroße Halle erwartet einen , wenn man eintritt. Man bekommt eine Karte, auf der alle Einkäufe eingetragen werden, bezahlt wird beim Rausgehen. Ein langer Tresen für die Bestellungen und hunderte Tischreihen mit hungrigen Menschen können einen im ersten Moment schon etwas überfordern. Aber da muss man durch, einfach bestellen oder auf etwas zeigen, das einem gut vorkommt, die Auswahl ist ja groß genug. Dem P wurde beim probieren schon ganz schlecht, also durchgefallen, mir hat das Pastrami-Sandwich ganz gut geschmeckt. Man muss aber geräuchertes Fleisch in Massen mögen, sonst wird das nix. Ob es wirklich der beste Pastramiladen ist, kann ich nicht sagen. Ich habe in all den Jahren keinen anderen probiert. Das Pastramisandwich ist auch nicht so häufig verbreitet, wie man denkt.
Unser NewYorker Freund Hermann meint, das beste Pastrami-Sandwich gäbe es in seinem Stammpub, dem "
Mc Sorley´s Ale House". Ob das stimmt weiß ich nicht, aber hier gibt es jedenfalls das beste Bier (immer 2 Humpen davon, also nicht wundern) und dieses alte Pub ist allemal sehenswert. Du tauchst ein in eine längst vergessene und von viel Staub überzogene Welt, da kannst du das erste Mal ausatmen und plötzlich zieht das schnelle New York an Dir vorbei, du schaust aus den verschlierten Fenstern und fühlst Dich geborgen. Denn hier drin ist kein Platz für Hektik. Fast food gibt es trotzdem. Die Burger sahen fantastisch aus. An der East 7th Street also eine gute Adresse! Hingehen!
Hier enden meine Tipps für FastFood in New York. Weiter geht´s demnächst mit den besten Restaurants, u.a. dem "Les Halles" von meinem Lieblingsautor Anthony Bourdain.