Bild: © Ellja
.. oder wie man bei uns in Österreich sagt: Szegediner Gulasch
Lange hab ich es nicht mehr gemacht, bis ich hier wieder daran erinnert wurde.
Dabei ist mir das Gulasch, das ja eigentlich bei den Ungarn "pörkölt" ist, weil das "Gulyás" wiederum eher eine Suppe meint, in dieser Variante fast das liebste.
Fleisch, Sauerkraut, ordentlich gutes Paprikapulver und Rahm - haben das wirklich die Ungarn erfunden? Man sagt ja, ein Dichter wars. Aber der Name Szeékely kommt ja im ungarischen nicht wenig oft vor....
Grundsätzlich wird das Szegediner mit Schweinefleisch hergestellt, aber ich nehme dazu immer das dunkle Putenfleisch aus der Oberkeule, es schmeckt mir einfach so viel besser. Das Sauerkraut sollte nicht zu sauer sein, aber schon noch eine gute Säure an die Sauce abgeben, denn genau das ist ja der Kick bei dem Gericht. Dazu gibts immer Salzerdäpfel, und ganz wichtig: diese schön mit der Gabel in den Saft drücken................SCHMATZ!
Erstmal müssen wir aber einkaufen und den Ofen anheizen:
Zutaten:
(für 4 Portionen)
100 g Bauchspeck
1 TL Butterschmalz
1/2 kg Schweinefleisch (oder eben Pute aus der Oberkeule)
2 kleine Zwiebel
1 EL Paprika edelsüß
2 TL Paprika scharf
1/4 l Rindsuppe
1/2 kg Sauerkraut
1 TL Kümmel
2 EL Tomatenmark
2 Lorbeerblätter
1/8 l Crème fraîche oder Sauerrahm
1/2 Knoblauchzehe
Pfeffer gemahlen, Salz
Zubereitung:
Speck in kleine Würfel oder Fleckerln schneiden.
Fleisch waschen, trocken tupfen und in Würfel schneiden (ca. 2 cm groß).
Zwiebel schälen und würfelig schneiden. Den Speck in einem Topf etwas auslassen, Butterschmalz dazu, und das Fleisch darin von allen Seiten kräftig anbraten.
Zwiebel zufügen und mitrösten, bis er goldgelb ist.
Paprikapulver einstreuen und nur kurz verrühren. Mit der Suppe aufgießen.
Das Sauerkraut etwas entsaften - eventuell ausdrücken und kurz spülen, wenn es sehr sauer ist.
Nun das Sauerkraut, Kümmel und Tomatenmark unterrühren.
Lorbeerblätter zufügen und bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 3/4 Stunde köcheln. Gelegentlich umrühren. Die Lorbeerblätter entfernen, Crème fraîche (eventuell mit zerdrücktem Knoblauch vermengt) unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Der 2007 verstorbene österreichische Filmregisseur Franz Antel hatte ja das Szegediner für sich adoptiert, aber der macht(e) das mit Letscho! Das stell ich mir genauso schlecht vor, wie seine Heimatfilmchen (den Bockerer jetzt mal ausgenommen).

