2010/02/28

Risottl


Bild: © Ellja

Ich muss ja zugeben, dass ich Risotto mehr so als Restlessen sehe. Immer wenn irgendwas im Kühlschrank liegt, das verwertet werden will, dann denk ich an Risotto. Ist ja gemein, weil das hat es ja gar nicht verdient.
Man denke nur an das anbetungswürdige Risotto Milanese, mit gegrillten Gambas, ein Steinpilzrisotto mit edlem Fisch kombiniert und.... na, das hat es echt nicht verdient.

Aber ich bin jetzt ganz erleichert, weil da hab ich doch bei Tobias ein Risotto-Rezept entdeckt, dem meine Kühlschrankreste alle Ehre machen: Speck, Gorgonzola und Apfel. Na bitte!

Und wirklich war es das beste Restlessen, das ich in letzter Zeit genossen habe. Ganz ohne Schmäh und mit großer Würdigung!

Achso, Tobias, den offenen Kamin hab ich leider nicht dazu. Aber ich hab mich auch ohne rundum heimelig gefühlt :-).

2010/02/25

Tapas Albondigas



Ich mag Fleischkugerl, und ich mag Tomatensauce, getrennt oder auch beides zusammen.

Und wenn man jetzt DAS hier...



mit DEM hier...



... vermischt, dann bekommt man eine spanische Tapas-Spezialität: Albondigas.

Und um dieses Gute auch ganz originalgetreu mit einem Gläschen trockenen Sherry zu genießen, richtet man einen schönen Tapas-Tisch an und lässt damit einen Freitag-Abend lazy ausklingen... klingt doch gut, oder?

Die Entstehung der Tapas (was ja "Deckel" bedeutet) hat sich so ergeben: Man hat zum Sherry ein Stück Brot auf das Glas gelegt, um die Mücken abzuhalten. Simpel oder? Und die Entwicklung vom Stück Brot zu dem hier.... großartig!


alle Bilder: © Ellja

Ich hab mich natürlich wieder mal nicht so recht ans Originalrezept gehalten, wenns sowas gibt, sondern hab mich da ein bisschen selbstverwirklicht:

Für die Fleischbällchen:
1 kg Rindsfaschiertes
2 Zwiebeln, sehr fein hacken
2 Knoblauchzehen, sehr fein hacken
1/2 Bund glatte Petersilie, sehr fein hacken
1 - 2 TL Kreuzkümmel, zerstoßen
1 - 2 TL Koriander, zerstoßen
1/2 TL Muskat, frisch reiben
2 kl. getrocknete Chilischote, gehackt
3 Gehackte Datteln
Pfeffer
Salz
1 Ei
etwas Semmelbrösel (wg. Bindung)

Für die Soße:
1-2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 - 2 Dosen Tomaten
2 EL Tomatenmark
1 Gläschen Sherry (trocken)
Ein paar Fäden Safran
1 EL geriebene Mandeln
Pfeffer
Salz
Msp Zimt

Zubereitung:
Für die Fleischbällchen die kleingehackten Zwiebeln und Knoblauchzehen glasig in Olivenöl anbraten, abkühlen lassen. Die Petersilie fein hacken und mit den restlichen Zutaten sowie dem Ei zum Hackfleisch geben, einen Teig kneten und diesen ca. 1 - 2 Stunden durchziehen lassen. Aus dem Teig Fleischbällchen formen und in Olivenöl anbraten (aber nicht zu durch).

Für die Sauce Knoblauch und Zwiebeln hacken, glasig anbraten und mit dem Sherry ablöschen. Diesen um die Hälfte reduzieren, anschließend die anderen Zutaten hinzufügen und auf kleiner Flamme mind. 45 Minuten köcheln lassen, besser noch etwas länger. 15 Minuten vor Kochende die Fleischbällchen dazu geben.

2010/02/22

Pistazie - Grüner Apfel - Melone


Bild: © Ellja

Letzten Sommer in Venedig habe ich diese Liköre kennengelernt. Und ich finde, sie sind die besten der Welt!

Ein unvergleichliches Aroma. Mein Liebling: Melone. So intensiv und aromatisch, ohne künstlich oder zu süß zu schmecken.

Mit etwas Vanilleeis genossen - süchtigmachend! Kuchen aromatisieren - wunderbar! Pur trinken - welch ein Genuss!

Da "i tre mercanti" einen Online-Shop haben, habe ich nun meinen Vorrat wieder aufgefüllt, und das parfümieren, verfeinern, trinken und genießen kann weitergehen.

Auch Nicht-Likör-Trinker können hier eine echte Überraschung erleben, was den Geschmack angeht.
Also ich glaub, ich muss gleich mal ein Gläschen...

2010/02/19

Nachgekocht: Libanesisches Fleisch-Spinat-Ragout


Bild: © Ellja


Bei Chili und Ciabatta ist mir das Libanesische Fleischragout sofort ins Auge gestochen, nein besser noch, es war sofort auf meiner Zunge und hat sich schon geschmacklich ausgebreitet, eine leichte Ahnung, wie gut das schmecken könnte ...

Meine Änderungen des CuC-Rezepts:
Ich habe statt Pita-Brot Reis genommen
Bei mir gab es Kalbfleisch anstatt Lamm
Pinienkerne wurden durch Pistazien ersetzt
Griechischer Sahnejoghurt statt Naturjoghurt

3-Komponenten-Speise könnte man recht unromantisch sagen: Brot (bzw. Reis), Fleischragout und Joghurt mit Paprikabutter obenauf. Und das gibt alles den genau richtigen Kick in der genau richtigen Dosis. Da kann man wirklich nur schwärmen!
Ich werde beim nächsten Mal die Variante mit dem Fladenbrot probieren.

2010/02/17

Lust auf Topfen


Bild: © Ellja

Hmmm....Topfen.... Topfenpalatschinken, Topfenauflauf, Topfenknödel, Topfensoufflé ...
Halt! Genau!
Luftig, locker, süß-säuerlich, vanillig, ein Topfentraum schlechthin, ja richtig, ein Soufflé das sollte es sein!

Topfensoufflé
Einkauf:
1 Becher Topfen (250 g)
3 Eier
90 Gramm Kristallzucker
Prise Salz
20 Gramm Stärkemehl
1 Vanilleschote, Mark davon
1 Zitrone, Schale davon

Butter und Zucker für die Förmchen
Staubzucker zum Garnieren

Zubereitung:
Die Eier trennen. Eidotter und Zucker zu einer dicken Masse schlagen. Topfen, Vanillemark, Stärkemehl und geriebene Zitronenschale untermischen. Eiklar mit Prise Salz zu Schnee schlagen. 1/3 des Schnees unter die Topfenmasse rühren, den übrigen Schnee vorsichtig und locker unterheben. Souffléförmchen mit Butter ausstreichen, mit Kristallzucker ausstreuen. Masse 2/3 einfüllen. Förmchen in ein Wasserbad stellen und für ca. 15 - 20 Minuten im vorgeheizten Backrohr (160 Grad Umluft) garen.
Das Soufflé entweder stürzen oder auch nicht, aber ganz bestimmt mit Puderzucker gut bestreuen.

Beerenröster, Kompotte oder im Sommer auch marinierte frische Aprikosen oder Erdbeeren passen wunderbar dazu.

2010/02/15

Salate im Winter



Ich mag sie jetzt auch, aber lieber warm, mit "erdigeren" Zutaten. Sie sollen ja nicht kühlen, die Salate, sondern das Essen generell soll im Moment ja wärmen.

"Die Milz trocken und die Nieren warm halten", meinen die Chinesen (5-Elemente).

Hier zum Beispiel: Rucola, gekochte Käferbohnen, gekochte Kichererbsen, gebratene rote Zwiebel, Himbeeressig, Olivenöl.


oder hier: Avocado, Limettensaft, in Butter geschwenkte Frühlingszwiebel und Tomaten, abgelöscht mit etwas Birnenessig und dazu ein paar Nachos.



oder auch da: Spinat, Prosciutto mit Ziegenkäse gefüllt, Mango, warmes Balsamico-Dressing mit Walnussöl.



oder hier ganz besonders: CousCous, Gurke, Tomate, Schafkäse, Petersilie, Gewürzmischung (Kreuzkümmel, Koriander, Piment, Thymian), rote Zwiebel gebraten und mit Balsamico abgelöscht, geröstete Pinienkerne.




Da ich mehr ein Suppenkaspar bin (also Suppen nicht sooo gerne mag), muss ich eben auf Salate zurückgreifen, für den kleinen Hunger, für zwischendurch, für ein leichteres Ma(h)l.

Interessant ist jedenfalls, wenn man sich anschaut, was früher so an Salaten serviert wurde. Da waren die Klassiker Kartoffelsalat, Gurkensalat, Tomatensalat, rote-Rüben-Salat, Wurstsalat, Nudelsalat und für den neuen Lifestyle die mit den gebackenen und gebratenen Hühner- oder Putenstreifen (fand das wirklich jemals jemand gut?), für die ganz up-to-daten sogar mit Kernöl, und dann wars so ziemlich Ende.

Und heute... da hat sich viel getan in der Salatlandschaft! Auch bei den Ölen und Essigen, eine viel größere Fülle an Aromen, und nicht mehr dieser Einheitsbrei an sauer-wie-sonst-nur-was-french-Dressing. Ja, und das find ich ganz und gar in Ordnung so.

Obwohl die Chinesen mit ihren 5-Elementen auf Rohkost völlig verzichten, da hab ich wieder den Salat... aber da ich ja Suppe nicht sooo gerne esse...

2010/02/12

Mühlviertler Schweinsbraten




Ich bin da a bissl komisch, ich weiß eh. Bei AT hab ich genörgelt, wegen ihrer Emily, weil ich halt mein Schwein schon so lange so mache und das immer so gut wird und ich mir gar kein besseres vorstellen kann (Das Universum ist weit und unser Wissen seeehr begrenzt).

Mein Schweinsbraten wird gebraten, stundenlang und muss dann innen rosig sein und saftig und die Kruste darf nicht hart sein, sondern muss knusprig-krispy sein, dass man es krachen lassen kann, ohne sich die Beisserchen zu ruinieren. Und dazu gibt es immer Mehlknödel (keine Semmelknödel, nein) und natürlich ein Stöcklkraut.

So kenn ich das. So mach ich das. So schmeckt es uns.

2 kg Bio-Schopfbraten mit Schwarte
Paste aus: Knoblauch, Kümmel, Paprikapulver, Salz und etwas Öl

Das Schweinderl einige Stunden vor dem Braten gut mit der Paste einwürzen und mit der Schwarte (die wird nicht gewürzt) nach unten in eine Rein legen. Diese mit kaltem Wasser füllen, aber nur soviel, dass die Schwarte grade bedeckt ist.

Dann: Die Schwarte rautenförmig einschneiden. Den Braten mit der Schwarte nach unten in eine Rein legen. Einen/zwei Schöpfer Rindsuppe dazu geben und so ca. 2,5 Stunden bei ca. 130 - 140 Grad braten. Dann rausnehmen, das Schwein umdrehen, mit Schwarte nach oben, etwas Suppe nachgießen und bei 160 Grad noch 1 - 1,5 Stunden fertig braten, zwischendurch das Schwein und die Schwarte mit einem Schuss Bier aufgießen. 3o Minuten vor Bratenende in der Rein die Mehlknödel und das Stöckelkraut mitbraten.

Mehlknödel:
Ca. 400 g Mehl und 1 TL Salz in eine Schüssel geben. Das Mehl mit gekochten Wasser übergießen und die Mischung verrühren, es soll nicht glatt oder flüssig sein, sondern etwas bröselig, krümelig. Ein Teig, aus dem man anschließend Knödel formen kann. Zuerst aber mal eine Viertelstunde ziehen lassen. Dann mit nassen Händen Knödel formen. Diese Knödel kurz (10 Minuten) in nicht mehr kochendem Wasser ziehen lassen und dann in die Rein zum Braten.

Stöcklkraut:
Einen ganzen Krautkopf von den äußeren Blättern befreien und dann achteln, darauf achten, dass der Strunk die Teile noch gut zusammenhält. Das Kraut einsalzen und mit Kümmel bestreuen. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und das Kraut einlegen, einen Schuss Essig dazu und halbgar kochen. Das Stöcklkraut heraus heben und abtropfen, dann ebenfalls in die Rein zum Braten dazu geben und mitbraten.




2010/02/09

Heimlich gebacken


Bild: © Ellja

Ich wollte sie schön flaumig, auch ein bisschen saftig, schokoladig sowieso, noch etwas nussig, nicht matschig, aber auch nicht trocken, süß, aber nicht zu süß und außerdem hatte P Geburtstag... so wurden die heimlich gebackenen Schokotörtchen auch heimlich bis zum nächsten Morgen versteckt und da mussten sie das alles noch immer sein... flaumig, saftig, schokoladig, nussig, nicht zu trocken und nicht zu süß...

Und das waren sie auch. Happy Birthday, honey!

Schokotörtchen:
100 g Kuvertüre zartbitter
100 g Butter
2 Eier
1 Eidotter
80 g Zucker
2 EL Kakao
120 g Mehl
1 TL Backpulver
gehackte Nüsse

Kuvertüre mit der Butter schmelzen. Eier und Eidotter mit dem Zucker zu einer dicken, gelben Masse schlagen. Teig mit der Kuvertüre vermischen. Kakao, Mehl, Backpulver und Nüsse unterheben und in Muffinförmchen füllen. Bei ca. 160 Grad Umluft ca. 12 - 15 Minuten backen.
Glasur:
Kuvertüre, Butter, Schlagobers langsam schmelzen und auf die fertig gebackenen Muffins streichen.

2010/02/07

Safran und Fisch




Die liebe Isi hat mich wieder mal inspiriert, mit ihrer Safran-Sauce.
Ich wollte dazu Fisch braten in Lardo eingewickelt. Das hab ich dann also auch. War ja kochtechnisch keine große Meisterleistung nötig, geht nämlich alles recht schnell...

Kabeljaufilet in Stücke schneiden, salzen und pfeffern. Mangalitza-Lardo dünn geschnitten um den Fisch wickeln. In Olivenöl wenige Minuten von beiden Seiten braten. Al dente gekochte Tagliatelle mit der Safran-Sauce auf einem Teller anrichten und die gebratenen Fischfilets oben auf legen, noch etwas nachpfeffern, fertig.

Aber das Ergebnis!!! Zuerst einmal zur Sauce: Wie schön samtig und gelb sie wurde, kann man sich auf diesem Bild zusammenreimen. Den Geschmack muss man selber kosten. Einfach unglaublich aromatisch, fein und anbetungswürdig harmonisch.




Zum Fisch: Da mir Zander a bissl zu langweilig war, hab ich Kabeljau genommen. Ein festfleischiger Fisch, der innen ganz saftig und zart war und der Lardo vom Mangalitza war eine geschmackliche Sensation dazu. Nicht zu dominant im Geschmack aber doch eine andere Note dabei!


alle Bilder: © Ellja

Für uns war das ein Essen zum Fingerablecken. Manchmal denkt man, es geht nicht besser, und dann gehts aber doch noch besser und besser und besser... das hier ist für mich ein Essen, wo ich mir denke, es geht nicht besser, wirklich nicht ;-).

2010/02/05

Langos ehrlich!




Ich kannte sie - die Langos - vom Imbissstandl so: harte TeigBretter in Öl getränkt und mit schweißigem Knoblauchöl noch bepinselt. Wenn Du Dir dabei nicht grad die Zahnderl ausbeißt, dann wird Dir wenigstens vom muffigen Knoblauch übel, oder vom ranzigen Fett vielleicht... naja. Ich übertreib ein bissel, vielleicht... ABER ... dass diese Dinger mit den ungarischen Langos überhaupt nix nix nix gemeinsam haben, da übertreib ich nicht.

Ein Ungarn-Urlaub war da eine echte Offenbarung! Knuspriger Krapfenteig mit einem flaumig, germigen Inneren, schon auch fett, ja sicher, wird ja auch schwimmend ausgebacken, aber diese Fladen hatten Geschmack! Bestrichen mit Sauerrahm und mit Käse bestreut und/oder Schinkenwürfel haben wir uns damit den Bauch richtig vollgeschlagen. Bitte keine Kalorien zählen, aber wenns draußen a bisserl kalt ist und man gern a bisserl "heiß und fettig" essen möchte, dann ist das die richtige Mahlzeit.



alle Bilder Ellja

Die Langos kann man auch süß (wie Bauernkrapfen) mit Marmelade bestreichen, oder mit Birne und süßem Rahm servieren, oder einfach nur mit Staubzucker bestreuen, oder oder oder... nur außen knusprig und innen schön flaumig, das müssen sie sein, unbedingt!

Langos-Grundrezept Teig für ca. 6 Fladen:
400 g Mehl
3 EL warme Milch
15 g Germ
1/2 TL Salz
500 ml warme Milch
Öl zum Frittieren

Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Vertiefung drücken. 15 g Hefe in 3 EL lauwarmer Milch lösen und in die Vertiefung füllen. Mit wenig Mehl zu einem Vorteig verrühren. Abdecken und 15 Min. an einem warmen Ort gehen lassen. Salz zufügen und Teig gut verkneten. Nach und nach die lauwarme Milch in den Teig gießen. Aber nur so viel, bis man einen relativ festen, geschmeidigen Brotteig erhält. Teig mit wenig Mehl bestäuben, abdecken und ca. 30 Min. an einem warmen Ort gehen lassen. Teigstücke abschneiden und mit der Hand zu ca. 2 cm dicken Fladen formen. In einer beschichteten Pfanne Öl erhitzen und die Langos in ca. 2-3 Min. pro Seite hellbraun backen. Dann auf Küchenpapier abtropfen lassen und gleich belegen und essen.

Übrigens: Dieser Markt damals war eine echte Fressfalle: neben den Langosch gab es auch brodelnde Töpfe mit Gulasch und Pörkölt und große Pfannen mit Krautrouladen, Palatschinken soweit das Auge reichte, und diese süßen, auf Holzrollen aufgerollten Mehlspeisen, die ich nicht probiert habe, die aber sehr interessant aussahen.

2010/02/03

Schneeweißchen und Beerenrot



Wenn der Blick aus dem Fenster so etwas preisgibt, dann ist es wahrhaftig Winter. Schnee überall!

Ich mag das sehr, frühmorgens alles eingeschneit (ich gehe zu Fuß ins Büro ;-) und alles ist leise, eingedeckt, gedämmt, und alles ist langsamer, der Verkehr sowieso und auch die Menschen.
Die Natur bremst uns aus. Herrlich!

Schöner noch ist es aber, wenn man zuhause bleiben, weil Sonntag, sich aromatischen Kräutertee zubereiten und ein süßes Frühstück am warmen Ofen genießen kann - in dicken Socken und einer dicken Haube Schlagobers obenauf :-).



alle Bilder: © Ellja



Mohn-Buchweizen-Datschi mit RumBeeren

Rezept für Frühaufsteher, die noch keine Waage lesen können:

ca. 3 Eier, 2 EL Mohn, 5 EL Buchweizenmehl, 4 EL Milch, 1 EL Zucker, 1 EL Butter, 4 EL Beeren, 1 EL Rum, 1 EL Zucker.

Eier trennen. Eiweiß mit Prise Salz steif schlagen. Eidotter mit Zucker, Mohn und Mehl gut verrühren und dann soviel Milch dazu geben, dass es ein nicht zu dünnflüssiger Teig wird, Eischnee unterheben. Diesen in eine mit Butter erhitzten Pfanne einlaufen lassen, dass kleine Datschis (also sowas wie Pancakes) entstehen. Die Beeren mit Zucker und Rum erwärmen und über die aufgeschichteten Datschis verteilen. Wers Luxus mag, der schlägt Schlagobers und streicht zwischen die Datschis Ahornsirup oder Marmelade ganz dünn.

Und das beste kommt zum Schluss... nachdem man den letzten Beerensaft mit dem Finger aufgeleckt hat, blättert man in Zeitungen, in Büchern, schaut sich einen Film an, trödelt im Bad, steht am Fenster und schaut dem Schneetreiben zu... und tut erstmal sonst gar nix!