2010/09/29

Summertime....


... and the living was easy!
Bilder: © Ellja/VC


Ob in Paris, Italien oder im Salzburgischen.... in diesem Sommer musste alles sein: Urbanes Shopping, Kunst und Kultur, am Strand liegen, mediterrane Küche genießen, auf heimische Berge steigen und nach Wald und Wiesen sich auf a guate Jausn in der Berghütt´n freuen.

Juli und August habe ich exakt so geplant, dass zu jeweils den richtigen Zeitpunkten an den jeweils richtigen Orten das jeweils für uns richtige Wetter stattfand. Also seid nicht böse, wenns Golfbälle gehagelt hatte, ich war schließlich grad nicht da! Und auch die bösen Gewitter und Regenfälle hab ich nicht mitbekommen, da war ich nämlich ebenfalls grad wo anders... immer da, wo die Luft klar, der Sommerabend lau und die Meeresbrise äußerst fein waren, ja da hielt ich mich grade auf... ;-).




Paris war wieder einmal wunderschön!




Aber es hat sich in den letzten Jahren etwas verändert. Oder habe ich früher so vieles nicht bemerkt? Sie hat immer noch diesen ganz bestimmten Charme, eine gewisse Leichtigkeit. Und in manchen Teilen der Stadt kann man auch diesen Glamour ein wenig fühlen, von dem so viele glauben, dass es DAS Paris wäre. Ist es aber nicht. Es lässt sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Paris auch ein wenig verkommen ist. Es ist schmutzig und stinkt, besonders in und rund um die Metro-Stationen, und es ist laut und die Armut ist - wenn man hinsehen will - an vielen Ecken deutlich sichtbar. Das glamouröse Paris habe ich in diesem Sommer nicht gesehen. Vielleicht hatte ich einfach nach dem 5. Mal keinen Tunnelblick mehr. Natürlich sieht man im Sommer weitaus mehr Obdachlose, als in der kälteren Jahreszeit. Aber man sieht auch, dass die Sozialpolitik in diesem Land, dieser Stadt, ein Brennpunkt ist, dass es mangelhafte Lücken gibt, die sich im Stadtbild auch zeigen. Dass die soziale Schere sehr weit auseinander driftet. Besonders wenn man durch die Randbezirke fährt, wird sichtbar, was natürlich verborgen bleiben sollte, um das Image einer Weltstadt wie Paris nicht zu gefährden.

Ich liebe diese Stadt trotzdem, oder gerade wegen ihrer Ambivalenz. Sie kommt mir unverfälscht daher. Mit ihren Menschen, Problemen und sichtbaren Zeichen der Zeit. Wer sich immer nur der bekannten Klischees bedient ist selber schuld. Wer ausschließlich die abgetretenen Touristenpfade benutzt, sowieso. Es gibt viele geheimnisvolle Orte in Paris, die etwas dunkel und schäbig aussehen mögen, aber weitaus interessanter sind, als glattgefegte Boulevards. Kleine Cafe´s, die Geschichten erzählen, mit Menschen darin, die Geschichte schrieben oder schreiben werden. Achja, da fällt mir ein: Immer wieder höre ich, dass die Pariser so arrogant und unfreundlich sind, die Touristen nur übers Ohr hauen wollen usw.. Von alledem konnte ich absolut nichts bemerken. Ich hatte ausschließlich positive Erlebnisse, sogar in den Cafe´s dieser Stadt konnte ich keinen einzigen mürrischen Kellner finden (was in Wien dagegen zum guten Ton gehört).






















Mein Hotel und gleichzeitig auch ein nennenswerter Tipp:
Grand Hotel Francais, Boulevard Voltaire, Metro-Station Nation
Euro 130,-- pro Nacht inkl. Frühstück (für Frankreich ein Wahnsinns-Buffet!)
Das freundlichste Personal, das ich jemals in einem Hotel kennenlernen durfte, oder hat euch bei der Abreise schon mal jemand gefragt, ob Du nicht noch schnell das Badezimmer zum Frischmachen benutzen möchtest? ;-).

Essen gehen:
Comptoir de la gastronomie


34, rue montmartre, Paris





Wunderbare foie-gras-Gerichte! Schönes Ambiente! Ausgesprochen freundliche und hilfreiche Bedienung!



Wer geradewegs in den Himmel fahren will, sollte sich foie-gras-Ravioli mit Trüffelsahne genehmigen.




Wer sich über das foie-gras-Carpaccio hermachen will, sollte mindestens zu zweit sein. Für eine Person viel zu viel!

Angeschlossen an das kleine Restaurant ist ein Verkaufsladen, wo man sich nach dem Essen noch richtig mit Vorrat eindecken kann (und sollte).

Wahrscheinlich komme ich jetzt eine Weile nicht mehr. Aber irgendwann komme ich wieder, mein liebes Paris!

2010/09/26

Trüffel aus der Schwyz



Was isch das eigentli?














Scho ä Idää vo diä Erschiinig?










Jo, s´isch Käs!



Und zwar die Belper Knolle aus einer sehr kleinen Schweizer Käserei.

Wie schon vor 17 Jahren wird die Belper Knolle immer noch von Hand geformt.
Die Milch und der Knoblauch kommen aus Belp (so auch der Name), der Pfeffer aus dem Oberland und das Salz aus dem Himalaja (?)

Mittelbrüchiger Teig, zart schmelzend im Mund, lang anhaltendes reiches Aroma an Knoblauch und Pfeffer, angenehm prickelnd im Mund!




Und der Käse kommt aufs Brot...




und auf den Salat....


und ganz sicher schmeckt er hervorragend zu selbstgemachten Nudeln und und und...

aber leider - meine Knolle war inzwischen alle!

Den kauf ich aber wieder!

2010/09/22

Kamerun-Lamm aus OÖ


Bilder: © Ellja

Mein Bio-Lamm-Bauer hat mich mit einer Lieferung beglückt!

Herr S. lebt im Mühlviertel und hat - neben vielen anderen Talenten und Berufungen - eine kleine Kamerun-Lammherde. Dieses Mal konnte ich von den seltenen Schlachtungen auch profitieren und mir einen kleinen Lammfleisch-Vorrat anlegen.

Das Fleisch war so wundervoll frisch und roch nach grünen, saftigen Wiesen...

Schulter, Koteletts und Keule wurden eingetütet. Diese Steaks allerdings konnte ich nicht einfrieren. So herrlich lachten sie mich an! Die mussten gleich Abends in die Pfanne wandern. Ganz puristisch gewürzt mit wenig Salz, Pfeffer und etwas Knoblauchöl.



Als Beilage gab es Bulgur in Safran und Auberginenschmorgemüse.










Das besondere am Kamerun-Lamm ist, dass es etwas wildbretartig daher kommt. Ich bereite es trotzdem wie übliches Lammfleisch zu.

Den Bulgur habe ich in etwas Safran gegart und dann mit in Butter geschwenkter Frühlingszwiebel vermischt.

Die Auberginen habe ich in Würfel geschnitten, gesalzen, mit Oliven, Knoblauch, Schalotten, Tomaten und div. frischen Kräutern und einem guten Schuss Olivenöl in einer Auflaufform im Backrohr gegart.



Es war klassisch gut! Und das Fleisch war ausgesprochen zart und aromatisch.

... eine Erinnerung an grüne, saftige Wiesen... sag ich doch ;-)

2010/09/06

Schnelle Küche: Gai Pad Krapow


Bild: © Ellja


Ihr seht schon: Im Urlaub musste es oft geschwind gehen. So vieles anderes stand auf dem Programm. Aber schmecken sollte es trotzdem, natürlich.

Bei No Recipes fand ich dann dieses Rezept (das ja eigentlich keins ist).

Ich war sofort Feuer und Flamme. Und wirklich, das geht so schnell - husch di wusch - und Du hast was gscheites am Teller. Thai-Basilikum ist im Gegensatz zu unserem ja noch viel intensiver und aromatischer (eigentlich gar nicht vergleichbar) und das passt auch mit dem Ei so gut.

Was raffiniertes, aber ohne langes Vorbereiten. Sowas gefällt mir.

Brav mein Bäuerchen gemacht und schon war ich wieder an meinen Reisevorbereitungen für Paris... aber davon demnächst mehr.