2010/11/30

Und Bananen in den Teig!



Als Frühstücksapostolin kenn ich sie ja wirklich schon in allen möglichen Varianten und mit jeder Art von Mehl (Buchweizen zum Beispiel....mhhhhhh). Die Pfannküchlein, Datschis oder sogenannten Pancakes. Und immer mal wieder kommen sie an einem schönen Sonntagmorgen auf das Tablett. Neulich hab ich dann noch Bananen in den Teig getan, das war dann der ultimative Sonntag. Keiner will da noch Schokolade zum Frühstück haben, ehrlich!

Wie es geht:
Teigmasse:
3 Eier, 1/8 l Milch, Prise Salz, 1 TL Zucker, 5 EL Mehl, 1 - 2 zerquetschte Bananen.

Die Eier mit der Milch gut verschlagen. Salz, Zucker und Mehl unter den Teig rühren, bis er gerade nicht mehr flüssig ist. Die grob zerquetschte Banane unter den Teig rühren. Es dürfen ruhig noch einige Stückchen dabei sein.

In einer Pfanne Butter zerlassen und mit der Schöpfkelle den Teig zu einem Kreis einfließen lassen. Schön hellbraun backen, wenden und die andere Seite ebenfalls anbacken. Das solange wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Bananenpancakes im Backrohr warmstellen (wenn man sie nicht ganz gar bäckt und dann im Backofen warmstellt, sind sie am Teller genau richtig).

Immer wenn es etwas süßes-klebriges gibt, will ich auch was säuerliches als Kontrast dazu.
Bei den Pancakes haben sich für mich Waldbeeren am besten bewährt. Diese koche ich mit etwas Zucker kurz auf.

Für den Honigsirup habe ich Honiglikör mit 2 EL Waldhonig erwärmt.

Unabdingbar ist für mich der Rum-Schlagobers. Dafür schlage ich Sahne mit 1 TL Zucker und 1 EL Rum steif und ziehe zwecks schöner Schlieren ganz wenige Beeren durch.

Das alles voll sinnlicher Vorfreude auf einen schönen großen Teller anrichten... die Datschis übereinander schichten, den Honig darüber fließen lassen, die Beeren seitlich anrichten und mit Schlagobers verschwenderisch vervollständigen....
Heute schon gefrühstückt?

2010/11/21

Fish and Chips



Irland ist schuld!
Dort habe ich in Cork in einem von unzähligen Pubs meine allerersten Fish and Chips gegessen. Und die haben so richtig reingehauen! Die waren so fantastisch! Bis dahin hätte ich nie gedacht, dass englisches/irisches Fastfood so gut schmecken kann!

Hier bei uns gibts das ja nicht. Ich habs jedenfalls noch nicht gefunden. Also muss man selber ran ans Frittieröl...

Und als ich das noch bei Chili und Ciabatta gefunden hatte, war die Sache eh schon besiegelt.





Meine größten Bedenken waren die Pommes.. ähm.. Chips. Die krieg ich einfach irgendwie nie so hin, wie ich sie haben will. Meistens werden sie nach kurzer Zeit (wenigen Minuten!) schon so weich und letschert (labbrig). Und ich hab den Grund noch nicht rausgefunden. Aber ich probierte es nochmal, den Iren zuliebe.

Also schön gewässert, abgetrocknet und vorfrittiert. Rausgefischt und nochmal schön golden und knusprig frittert.

"Fish" ist für mich Kabeljau. Und den hab ich in kleinere Stücke geteilt und im Malzbierteig gewälzt und ebenfalls frittiert.

In dem besagten Pub damals wurde Zwiebel-Mayonnaise gereicht. Die musste auch sein.
Also schnell mein Majo-Rezept rauskramen. 1 ganze Zwiebel in Ringe schneiden und schön braun rösten. Diese unter die Majonese mischen, evtl. salzen und fertig.

Und was tun, wenn kein Malzessig zur Hand ist? Malzbier, Weinessig und etwas braunen Zucker vermischen... da gibt´s jetzt nix zu meckern, das geht halt mal nicht anders.



Und dann hat man hier alles auf dem Zeitungs(sackerl)papier!

Fazit: Ich weiß jetzt, warum das "Fastfood" heißt. Es erzeugt nämlich irrsinnigen Stress bei der Zubereitung, will man Fisch UND Chips heiß UND knusprig auf den Tisch bringen. Man muss so schnell arbeiten, für die Pfanne daheim ist das jedenfalls nix.

Die Pommes waren leider wieder so wie immer, erst schön golden und knusprig und nach kurzer Zeit schlapp. Warum nur?????

Aber hey, das hab ich alles längst vergessen.... DENN dann kam der erste Bissen vom Fish.... Schaut euch das an!



So wahnsinnig schön, wie er hier ausschaut hat er auch geschmeckt. Der Backteig war genauSO wie in Irland (danke Petra!!!)! G E N A U S O herrlich knusprig und gut! Und der Fisch war saftig und einfach nur zum niederknien!




Da muss man ja eigentlich gar nicht mehr hin ... wenn´s nicht so schön da wäre!

2010/11/18

Das Schokoprojekt




So eine richtig schöne, saftige Schokoladentorte. Da wär´s wieder mal!
Zu welchem Anlass? Ah geh, wer braucht denn einen Anlass!

Gedacht, getan... nicht ganz ... Mir schwebte die Ententorte vor. Dem Herrn P eher was glatteres, so in Richtung Sacher. Wie also die beiden Vorstellungen vereinen? Klaro... ein Projektplan war geboren. Ich lieferte den Inhalt (das Rezept nämlich von der Ente) und ein paar Zusätzlichkeiten und der Herr Designer im Haus lieferte das Layout.




Das gebackene Prachstück füllen (mit Schokolade und Marillenmarmelade mit ausreichend viel Rum). Dann rundherum auch noch einbalsamieren. Schön glatt streichen. Das macht ER.
Ich schau nur zu und zücke die Kamera.



Eine schön glatte Torte? Waaas? Gehhhh... die Welle bringt doch viel mehr Schwung in die Sache. Fade, glatte Torten kann jeder, oder?



Unbedingt noch ein bissl nachbessern. Wenn schon Welle, dann ja wohl gleichmäßig.



Und .... tataaaa.... aufgeschnitten gibt sie auch was her. Das Loch hat ja keiner gesehen, oder?



Der Schokowahnsinn präsentiert sich von links. Man beachte die schöne Glasur. Wie ein Schokoladenfluss...



Und von rechts... macht sie auch was her. Sehr elegant.

Aber jetzt genug geposed. Der Geschmackstest muss her:

Der Teig: eventuell ein paar Minütchen zu lange gebacken. Aber immer noch saftig.
Die Füllung: Der Hammer. Schokofüllung und Rummarmelade, ohne geht nicht!
Die Glasur: Himmlisch! Schmelzig und schokoladig-buttrig-sahnig.

Ich bin sehr zufrieden. Der Herr Projektleiter nicht ganz. Aber geschmeckt hat sie ihm auch noch am 4. Tag!

Hier noch einmal das Rezept von der Ente, das ich ein wenig abgewandelt habe:

200 g Kuvertüre zartbitter
200 g Butter
4 Eier
160 Feinkristallzucker
2 TL Vanillezucker
230 g Mehl
80 g Kakao
2 TL Backpulver
1 TL Natron
Prise Salz
3 EL Sauerrahm

Füllung:
1 Glas Marillenkonfitüre mit 4 EL Rum warm gemacht und glatt gerührt
etwa 3 EL von der Glasur

Glasur:
200 g Kuvertüre zartbitter
150 ml Schlagobers
50 g Butter

Die Schokolade ganz langsam schmelzen und dann nach und nach alle Zutaten hinzufügen. Sich Zeit zum Rühren nehmen, damit auch alles gut vermengt ist. Die Tortenform ausbuttern und mehlen, Teig einfüllen und 40 Minuten bei 160°C backen. (Bei mir hätten 30 Minuten gereicht)

Kuchen auskühlen lassen, die Torte entlang der Taille durchschneiden und mit Marmelade und Glasur füllen, sowie rundum mit Marmelade gut bestreichen.

Für die Glasur die Schokolade mit Obers und Butter langsam schmelzen, immer rühren, bis eine seidig, glänzende Konsistenz entsteht. Diese sofort über den Kuchen gießen und alles schön verstreichen. Zur Glasur noch was: Je mehr Butter man verwendet, umso fester wird die Glasur.

2010/11/17

Hurensache!


Bild: © PT


Die süditalienischen nämlich sollen es gewesen sein, die Knoblauch, Zwiebeln, Sardellen, Tomaten, Kapern, Oliven und Peperoncini zu dieser großartigen und schnell zubereiteten Pastasauce vermählten. So sagt man jedenfalls, wenn es um meine Lieblingspasta geht:
Spaghetti alla puttanesca

Ob es wirklich aus Zeitmangel (könnte ich mir gut vorstellen) oder aus Vorräten, die immer im Haus waren (ist auch recht schlüssig) passierte... und ob es wirklich die Huren jener Zeit waren, wer weiß das wirklich schon so genau? Menschen, die sich mit kulinarischer Geschichte beschäftigen, wie Petra vielleicht? ;-)... aber das wichtigste: es passierte irgendwie. Und das ist die Hauptsache. Denn diese Pastasauce liebe ich über alles!

Irgendwer hat mal behauptet, an die Puttanesca darf kein Parmesan ran... aber das ist Käse!



Das allerwichtigste: alle Zutaten schön miteinander anfreunden und ruhig etwas länger köcheln lassen, das Aroma dankt es schließlich!

2010/11/11

Ein Feigenwald...


Bilder: © Ellja

...ein Feigenwald....



... der macht vor Jamie Oliver´s Sinnlichen Salat nicht halt!




Feigen: grüne Wildfeigen, schöner im Geschmack
Prosciutto: vom österreichischen Wollschwein (mindestens so gut wie der ital. Bruder!)
Mozarella: nur vom Büffel natürlich
Basilikum: aus dem Garten
Dressing: Marillenessig aus der Wachau, Honig, Olivenöl

2010/11/04

Breakfastclub #2



Der Herbst ist mir sehr lieb... man kann nämlich ohne - und das ist sehr wichtig - schlechtes Gewissen lange im Bett liegen.

1. Für Frühsport ist es sowieso zu finster
2. Das trübe Wetter schaut aus, als würde man an dem Tag keinen Meter aus dem Haus machen
3. Wo keine Sonne ist, ist auch kein Staub (und keine Hausarbeit)
4. ein spannendes Buch liest sich am schönsten im Liegen
5. und wenn man sich mal aus dem warmen Betterl gewälzt hat, gibts ein üppiges, warmes Frühstück!

In Form von Äpfel mit Streusel (Apple-Crumble oder Crisp sagt man auch dazu) zum Beispiel.



Streusel:
Mehl, Butter und Zucker abbröseln und mit einigen Cornflakes vermischen.
Man kann auch Nüsse untermischen, ich habe hier gehackte Macadamia zugemischt.

Äpfel:
Butter und Zucker in einer Pfanne karamelisieren. Die in Spalten geschnittenen Äpfel dazu geben und rundherum kurz anbraten. In eine Form füllen und mit Zimt und geriebenen Ingwer durch mischen. Die Streusel oben auf verteilen und im Backrohr fertig backen, bis die Streuseldecke schön bräunlich und knusprig aussieht.

Früchte-Crumble kommt aus England. Bei uns gab es das früher wohl eher nicht in dieser Form. Und mit unserem Apfelstrudel kann man das ja wohl weniger vergleichen. Ich kenne es jedenfalls erst einige Jahre als englischen Export und da bin ich wirklich froh darüber.
Die Apfel-Variante ist mir die liebste. Dazu unbedingt säuerliche, feste Äpfel nehmen!