2011/05/27

Topfenblätterteig oder was?

Bilder: © Ellja




Könnt ihr euch noch erinnern? Da gab es vor längerer Zeit eine heiße Diskussion um diverse Blätterteige und Mürbteige. Ist ja auch gar nicht so einfach.

Und ich weiß immer noch nicht genau, was der "Topfenblätterteig" jetzt eigentlich ist. Mürbteig oder Blätterteig? Oder einigt man sich auf Topfenteig?

Aber er schmeckt! Und wer sich die Mühe mit dem echten Blätterteig nicht machen will, hat hier eine durchaus gute und vor allem schnelle Variante zur Hand.

Spontane Lust auf Frühstückscroissants erfordert dann so ein Rezept:

250 g Mehl
250 g Topfen
200 g Butter
1 EL Backpulver
1 Prise Salz

Mehl mit dem Backpulver und Salz vermengen. Butter in kleine Stückchen hacken und mit dem Mehl abbröseln. Dann den Topfen unterkneten. Rasch arbeiten und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Den Teig in Folie schlagen und ca. 30 - 40 Minuten kühl rasten lassen. Dann den Teig auf einem Brett auswalken und einschlagen, das wiederhole ich 2 x. Nun kann der Teig in Form geschnitten und verarbeitet werden. In diesem Fall: Dreiecke bzw. Rechtecke ausschneiden und mit etwas Zucker bestreuen. Mit Lieblingsschokolade füllen und zusammenrollen. Mit Eigelb bestreichen und im Backrohr bei etwa 170 Grad (keine Umluft) ca. 15 Minuten goldbraun backen.Ich fand die Teilchen kalt noch besser als warm. Je höher der Kakaoanteil in der Schokolade, umso weniger "fließt" diese.




Jetzt aber noch zum Teig: Er blättert natürlich nicht so stark wie richtiger Blätterteig. Und außerdem ist er auch durch den Topfen etwas gehaltvoller.

2011/05/22

(Pa)Radieschen




Die ersten eigenen Radieschen aus dem Blumenkasten!

2011/05/15

Hallo Amsterdam!

Bilder: © Ellja




























Amsterdam ist vor allem...


seine Grachten





 




 Hier fühlen sich sogar Enten und ihre Babys wohl


































seine RadfahrerInnen


 


















... und andere Menschen












seine kunterbunten Märkte

































seine kleinen Läden, schöner Krimskrams, ausgefallenes Design


































und schließlich heißt Amsterdam auch im Käsehimmel sein!




 
Ein Picknick mit Käse war da natürlich Pflicht!




Für uns der beste Käseladen der Stadt: De Kaaskamer (Runstraat Nr. 7)
Unbedingt auch was von den köstlichen Antipasti mitnehmen! Die kleinen gelben Tomaten waren unglaublich. Sie platzen im Mund und verursachen Geschmacksorgasmus ;-).



Essen gehen - unbedingt!







Nam Kee

Das Nam Kee wurde berühmt durch den Film "Die Austern von Nam Kee". So stands im Reiseführer.
Und die mussten wir natürlich auch gleich probieren. Unbedingt kosten: Austern in schwarzer Bohnensauce. Ganz ausgezeichnet!
Der Rest war wirklich auch gutes Essen, aber nicht zum Sterben gut. Aber das hab ich mir von Reiseführer-Empfehlungen eh noch nie erwaretet. Es war aber weitaus besser, als beim üblichen "Chinesen".
Gegenüber des NamKee ist ein hübscher Buddhistischer Tempel. Das kleine "Chinatown" lohnt auf alle Fälle mindestens einen Besuch.

Nam Kee
Zeedijk 111 - 113
1012 AV  Amsterdam









Castell

Du kannst wählen: entweder setzt Du Dich im "Castell" an die Bar oder Du besetzt eine der Sofaecken mit Couchtisch und hast Dein Essen auf den Knien. Anders kann man sein Steak im Castell nicht einnehmen.
Wir entschieden uns für die Bar und bestellten ganz lässig SpareRibbs.

Und als die kamen und wir die ersten Bissen taten, waren wir gar nicht mehr lässig.
Wir waren völlig verstummt. Nur ein abwechselndes "MMhhhhhh" war zu hören. Vor Wonne!
Habt ihr schon mal andächtig und gierig zugleich gegessen? Nein? Doch, das geht.

Zu den SpareRibbs werden 2 Saucen serviert. Als Beilage kann man sich wahlweise Ofenkartoffeln oder Salat bestellen. War alles auch sehr ok, aber nicht so der Rede wert, denn hier gehts nur um eines: um das FLEISCH. Und das war unglaublich zart, fiel fast alleine vom Knochen, mit einem schönen rauchigen Geschmack - ich habe in meinem ganzen Leben bisher noch nie solch köstliche Ripperl gegessen! Und damit übertreibe ich nicht. Neben uns saß übrigens ein amerikanisches Paar - die waren plötzlich auch gänzlich verstummt ;-).

Castell Bar-beque  
Lijnbaangracht 252 -254 
Amsterdam (near Leidseplein) 




Me Naam Naan

Das Me Naam Nan liegt ein wenig abseits vom Trubel, aber es war (nach den Ripperln) die beste Erfahrung, die ich mit thailändischem Essen gemacht habe.

Innen ist es sehr gemütlich eingerichtet. Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen, auf der "Gasse", allerdings ist höchstens für 3 Tische Platz.

Als der Kellner die Vorspeisen serviert, wird uns klar: "Ok, hier sind wir nicht bei einem normalen Thai gelandet". Ich hatte einen "Krautsalat", allerdings mit einer unbeschreiblich aromatischen warmen Sauce.
Als der Kellner die Teller abtragen wollte, sagte ich ihm, dass ich gerne das Rezept hätte. Er grinste nur und meinte "no, no, no, that´s a big big secret". Na geh! Allerdings kam er zurück und beugte sich beschwörend zu uns herab und meinte "Tamarinde, Fishsauce, Sesam..... and now you can figure out", lächelte breit und stöckelte wieder in die Küche davon.

Mein Hauptgang war "Dorade". Diese wurde im Ganzen serviert. Mit Gemüsestreifen und einer leicht scharfen Sauce. Woher soll ich all die Superlative nehmen? Ganz groß! Ganz herrlich!



























Der Fisch sieht ja nicht sehr glücklich aus, ich dagegen war es.


Es war einfach ein perfekter Abend. Das Lokal, der Kellner und vor allem das Essen. Besser ging gar nicht.

Beim Rausgehen hab ich dann an der Tür eine Auszeichnung gesehen - das Lokal wurde von der thailändischen Regierung für ihre gute Küche ausgezeichnet... na dann!


Me Naam Naan
Koningstraat 29
1011 Amsterdam






... und zum Nachtisch ein Eis von dem unaussprechlichen Eisladen Yscuyupje.
Das war das beste Eis seit Andrea Bortolotti. Es gibt in Amsterdam davon mehrere Läden.
Wir fanden diesen Laden im Stadtteil Jordaan in der Nähe des Anne-Frank-Hauses.


Einfach nur himmlisch: Praliné - Banane; Mango - Zitrone

2011/05/11

Indien daheim

Bilder: © Ellja 
 
Ein lieber Kollege, Herr M., hat Indien bereist und bei seinen Gewürzeinkäufen auch an mich gedacht. 
So kam er vor einiger Zeit in mein Büro und überhäufte mich mit einem Sackerl voller köstlicher Gewürze.




Eine Wolke aus Kardamom, Zimt und Cumin umwehte mich auf dem Heimweg und ganz in Gedanken weilte ich schon in indischen, kulinarischen Gefilden...

Kartoffel-Auberginen-Curry mit Limettenjoghurt und Korianderchutney (und Chapati)

Zutaten
  • 3 Getrocknete rote Chilischoten
  • 1 Becher griech. Sahnejoghurt
  • 1/2 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 Aubergine
  • Salz
  • Ghee oder Öl
  • 4 grosse Knoblauchzehen feingehackt
  • 3 grüne Kardamomkapseln
  • 1 Zimtstange
  • 4 Nelken
  • 2 Zwiebeln,  fein gehackt
  • 2 TL Koriander
  • 2 ½ TL Fenchelsamen
  • ¾ TL Kreuzkümmel
  • 1 ¼ TL frischen Ingwer(gehackt)
  • ½ TL Kurkuma (Gelbwurz)
  • 1 TL Zucker
  • 1 Dose Tomaten
Zubereitung Curry
Die Kartoffeln schälen und in große Würfel schneiden. Die Aubergine ebenfalls in große Würfel schneiden.
In einer grossen Pfanne 3 Esslöffel Öl erhitzen und die Kartoffeln darin bei hoher Temperatur in zwei Portionen jeweils 5 bis 6 Minuten goldbraun und knusprig braten. Die gebratenen Kartoffeln auf Küchenkrepp geben und entfetten. Nun auch die Auberginenwürfeln sehr heiß aber nicht zu lange anbraten und auf Küchenpapier abtropfen.
 
Den Ingwer und den Knoblauch sehr fein hacken. Die Zwiebeln fein würfeln. Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel, Chili und Fenchel im Mörser fein zerstoßen. 3 EL Ghee in einen Topf geben und grünen Kardamom, Zimtstange, Nelken im Ganzen und die restlichen gemahlenen Gewürze darin 1–2 Minuten anbraten. Die Zwiebeln zugeben und anschwitzen. Sobald sie anfangen zu bräunen den Knoblauch und den Ingwer zugeben und zwei Minuten weiterbraten, bis auch der Knoblauch leicht Farbe nimmt. Dabei darauf achten, dass beides nicht zu dunkel wird (eventuell noch etwas Öl zugeben). Am Ende Kardamom, Zimtstange und Nelken wieder rausfischen.

Den Joghurt mit einer Gabel aufschlagen und einrühren. 2 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten etwas zerhacken, zufügen und 2 Minuten mitköcheln. Je einen Teelöffel Salz und Zucker, sowie die Kartoffeln und Auberginenwürfel dazugeben und bei niedriger Temperatur 15 – 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Immer wieder gut umrühren und darauf achten, dass sich nichts am Topfboden ansetzt. Wenn die Soße zu dick wird noch etwas Wasser beigeben. Am Ende noch einmal abschmecken.

Zubereitung Limettenjoghurt

Griech. Sahnejoghurt gut aufschlagen und mit Salz und etwas Cayennepfeffer würzen. Limettenschale reiben und mit dem Saft einer halbe Limette unter den Joghurt mischen. 

Zubereitung Korianderchutney

Koriandergrün, etwas Salz, etwas zerstoßene Kreuzkümmelkörner, 1 getr. Chilischote, etwas Öl und Zitronenabrieb im Mörser zu einer Paste zerstoßen.

Zubereitung Chapati

Chapati-Mehl, Salz, etwas Öl und Wasser zu einem geschmeidigen (nicht klebrigen) Teig verkneten. 
10 Minuten rasten lassen. Inzwischen Ghee in einer Pfanne erhitzen. Vom Teig kleine Stücke abschneiden und zu einer sehr dünnen Flade auswalken. Wenn Du denkst, das wäre schon dünn genüg, dann mach es noch ein bisschen dünner, dann ist es richtig ;-). Nun die Fladen nach und nach in der Pfanne von beiden Seiten backen. Auf einen Teller schichten und immer dazwischen mit etwas Ghee bestreichen, mit Alufolie abdecken und im Backofen warm stellen.

Das Curry war himmlisch. Das Limettenjoghurt ebenfalls, auch das Korianderchutney und natürlich das Fladenbrot. Aber willst Du es paradiesisch, dann mach es so:

Ein großes Stück von der Flade abreißen, darauf einen EL Curry verteilen und obenauf Joghurt und Chutney schichten. Den Mund ganz weit aufmachen und jetzt den ersten Bissen genießen. 
Ja, jetzt merkt man den Unterschied. Denn jetzt ist es - wie gesagt - erst paradiesisch!







2011/05/08

Die schöne Bäckerin in ihren Elementen

Denise Pölzelbauer, jüngste Bäckermeisterin Österreichs




































Denise heißt sie, die schöne Bäckerin, und sie folgt einer langen BäckerInnengeneration nach.
Im niederösterreichischen Brunn steht sie in ihrer Backstube. Und sie bäckt nach den 5 Elementen.
Und sie vermarktet ihr Brot (und sich selbst gleich mit) gekonnt in ansprechendem Design.
Was aber viel wichtiger ist - wie schmeckt denn das 5-Elemente-Brot?

Bei meiner Feinkosthändlerin hab ich diese Brotchips entdeckt. Leider gibts das frische Brot hier in OÖ (noch?) nicht. Das "Weingebäck" konnte mich aber schon mal überzeugen. Wundervoller Geschmack, intensiv nach Rosmarin. Die Wiener haben es da schon wieder besser. Am Karmelitermarkt gibts auch das frische Brot beim Kaas.

2011/05/05

Mohntage Special: Mohn-Powidl-Palatschinken

Bild: © Ellja




























Kennt ihr Egerländer? Das sind die Germteigkuchen mit ein paar Batzen drauf: Mohnbatzen, Topfenbatzen, Powidlbatzen, Kirschbatzen.... An die musste ich denken, als mir diese Palatschinken einfielen. Aber die hier sind viiiiieeeel besser!

Zuerst quetschen wir den Mohn (Waldviertler Graumohn) und kochen ihn mit Milch, Zitronenschale und a bisserl Zucker (für die weniger Süßen, hier den Zucker weglassen, denn die Marmelade ist ja auch süß) auf. Bisserl köcheln lassen, bis eine schöne dicke Masse entsteht. Dann rühren wir etwas Powidlmarmelade unter (nicht zuviel man soll ja den Mohn gut schmecken) die Mohnmasse und stellen das einstweilen beiseite.

Für die Palatschinken wird Milch mit Eiern verquirlt. Dann gebe ich eine Prise Salz, eine Prise Zucker dazu und rühre Mehl unter, bis ein schöner (nicht zu dick)flüssiger Teig entsteht. Ein Spritzer Mineralwasser oder eiskaltes Wasser dazu. Das lass ich dann ein paar Minuten quellen und hol inzwischen die Palatschinkenpfanne raus.

Wenig Butter in der Pfanne zerlassen und den Palatschinkenteig so dünn wie möglich einfließen lassen. Kurz überbacken, umschupfen und auch die andere Seite kurz backen. Nun schon 1 - 2 El von der Mohn-Powidlfülle auf den Teig streichen, einrollen, auf einem Teller servieren und mit Staubzucker überpudern.

Spricht mit vollem Mund: "Ich bin immer noch auf der Suche nach Mohnrezepten, die nicht süß sind!"

2011/05/02

Endlich da: Rhabarber

Bild: © Ellja
 
Mit den ersten gekauften Rhabarberstangen wird gar nichts spektakuläres gemacht.
Vielmehr wird der Beginn der Hohezeit an heimischen Obst und Gemüsen und das Ende der kargen Winterzeit eingeleutet.

Mit einem schlichten Rhabarberkompott

Rhabarber
Zitronensaft
Zucker
Zimtstange
Nelken

Wasser, Zitronensaft, Zucker, Zimt und Nelken kurz aufkochen. Dann den Rhabarber hineingeben und bissfest kochen, vom Herd nehmen und im Sud auskühlen lassen.