2011/06/28

Den Ripperln auf der Spur

Bilder: © Ellja








Seit unserem Erlebnis hier, lassen sie mich nicht mehr los. Die anbetungswürdigen SpareRibbs aus dem Castell. Ihr erinnert euch?

Weich und mürbe das Fleisch, das fast vom Knochen fällt. Aber keinesfalls trocken, sondern zart und saftig.
Ein wunderbares Raucharoma. Mh! Wie sollte ich das hinbekommen?

Nach intensiver Recherche ist mir einiges klarer:
Die besten Ripperl kommen aus dem Smoker. Nur hab ich keinen. Das Backrohr muss reichen.
Die Rippchen werden zuerst einmal über Nacht in einer trockenen Gewürzmischung (Spice Rub) eingelegt.
Die Rippchen werden auf den Rost mit den Knochenenden nach unten gelegt.
Sie werden niemals umgedreht (Das Fett soll durch das Fleisch wandern).
Der Backofen wird auf 135 Grad vorgeheizt. Eine mit Wasser gefüllte Fettpfanne unter den Rost stellen.
Die Rippchen werden nun 1,5 Std. gebacken (nicht umdrehen!) 
Dann werden sie mit einer Glaze-Mischung aus Apfelsaft und Olivenöl bestrichen, alle 30 Minuten und das ganze 3 x, also gesamt 90 Minuten.
15 Minuten vor Backende werden sie schließlich mit einer Barbecue-Sauce bestrichen. Dies macht man deshalb so kurz, weil der in der Sauce enthaltene Zucker die Rippchen verkohlt.

Na gut, das ist ja schon eine ganze Menge. Jetzt fehlt noch die Gewürzmischung und die richtige BBQ-Sauce.

Für die Gewürzmischung:
Salz, edelsüßer Paprika, scharfer Paprika, brauner Zucker, Selleriesamen, Knoblauch, Cayennepfeffer

Die Gewürzmischung in das Fleisch massieren und über Nacht einziehen lassen.

Für die Marinade:
Tomatenketchup, Liquid Smoke (wo gibts sowas? Ich hab BBQ-Fertigsauce verwendet), etwas brauner Zucker, Rotweinessig, Salz, Pfeffer und Knoblauch (gepresst).

Alles gut miteinander vermengen und kurz aufkochen. Damit die Ripperl am Ende bestreichen.

Es hat geklappt! Also, sie waren sehr sehr nah dran am Castell. Für diese Heimvariante schmecken sie wirklich ausgezeichnet. 

Ein paar Kartoffeln mit Rosmarin dazu waren eine gute Ergänzung.

2011/06/25

Meringue

Bilder: © Ellja
Meringue ist ein tolles Wort. Es gefällt mir eindeutig besser als "Baiser". Und Meringue sehen sehr schön aus, und wenn man das mit dem Zucker gut abstimmt, dann sind sie auch nicht "picksüß". Man kann sie mit himmlischen Cremen füllen und mit Früchten garnieren.

Meringue-Körbchen mit Zitronencreme, Erdbeer-Ingwer-Mus und Erdbeeren
 


























 Meringue:

2 Eiweiß, 1 Prise Salz, 120 g Zucker, ein paar Spritzer Zitrone

Erst das Eiweiß mit der Prise Salz sehr steif schlagen. Dann langsam den Zucker einrieseln lassen und den Zitronensaft zugeben. Wenn die Masse Spitzen macht, ist es richtig.


Backofen auf 100 Grad Unter/Oberhitze vorheizen. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf einem Backblech Körbchen aufspritzen. Die Meringuekörbchen  im Backofen ca. 2 Std. trocknen.

Zitronencreme:

Etwas Sahne steif schlagen. Griech. Joghurt mit Vanillezucker, Zitronenabrieb und wenig Saft vermixen und die geschlagene Sahne unterrühren.

Erdbeer-Ingwer-Mus:

Erdbeeren pürieren und dann passieren. Etwas Ingwer fein reiben (nicht zuviel, lieber erstmal probieren).
Das Erdbeerpüree mit dem Ingwer und etwas Zucker vermengen.


2011/06/22

Kräutermandl

Bilder: © Ellja
 
Mein Kollege M. hat mich dieses Mal nicht mit Gewürzen aus Indien versorgt, sondern mit einem Berg Kräutern aus seinem Garten!


Rosmarin, Thymian, Liebstöckl, Rucola, Estragon - ja und sogar Wermut war dabei. Allerdings wusste ich damit bisher nichts anzufangen. Wohl wird es in der Kräuterheilkunde eingesetzt, und das getrocknete Kraut kann man als Tee aufgießen.

Mit allen anderen Kräutl allerdings wusste ich sehr viel anzufangen.





Ricotta-Kräuter-Aufstrich

















Ricotta, etwas Rahm, Salz, Pfeffer und alle Kräuter, die man so bei der Hand hat.



Spaghetti mit Kräutern und getrockneten Tomaten



















Alle Kräuter, etwas Knoblauch, gehackte, getrocknete Tomaten, ein Butter-Olivenölgemisch und Salz und Pfeffer

Leider hatte ich in diesen Tagen wenig Zeit für aufwändigere Gerichte. Beim nächsten Mal allerdings muss es unbedingt ein "Roastbeef im Kräutermantel" sein.

Mal schauen, wenn mich das nächste Mal ein Kräutermandl besucht ...

2011/06/17

Liebesk(n)ochen

Bilder: © Ellja




































Ich steh ein bisschen auf Kriegsfuß mit dem Brandteig. Und ich weiß gar nicht so recht warum. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Backrohr. Also hab ich das mit den Liebesknochen und dem Liebeskochen ein bisserl vermurxt.

Anregung holte ich mir dazu bei Petra. Die hat da anscheinend überhaupt keine Probleme. Und so dachte ich, muss es auch bei mir klappen. Aber nein, der Teig wurde nicht so, wie er sollte. Er ging nicht richtig auf.

 






 











Geschmeckt hat er aber schon sehr gut.

Die Creme war dann  leider auch noch nicht fest genug (ich hab, wie in Petra´s Rezept beschrieben, den Topfen weggelassen).
 



So hab ich die Hälfte davon in Gläser gefüllt.
Das ergab nach einigen Stunden dann zumindest eine fantastische Erdbeermousse.


































 Was gutes hatte es aber: Aus einer geplanten Nachspeise wurden  - hokuspokus - gleich zwei!

Jetzt hab ich noch gesehen, dass Magdi darin offenbar auch Meisterin ist. Das werde ich dann beim nächsten Mal ausprobieren.

2011/06/13

Breakfastclub #5

Inzwischen wurde auch wieder ordentlich gefrühstückt:



Bilder: © Ellja

Vogerlsalat mit grünen Spalterbsen, Birnen, Gorgonzola und Walnüssen mit einem Dressing aus Birnenessig, ganz wenig Senf und Mohnöl




































Unsere heißgeliebten Eiertöpfchen! Einfacher frühstücken geht kaum: Gemüse, was der KS hergibt, etwas Speck, etwas Käse, etwas Sahne und ein rohes Ei im Backofen garen. Würzen nach Geschmack.




























Es darf auch was Süßes sein: Kokosmilch-Pannacotta mit Jackfruit-Limetten-Kompott. Leider war die Jackfrucht aus der Dose. Nicht so ganz mein Ding. Dafür war P. schwer begeistert.



























Brötchen mit einer Füllung aus getrockneten Tomaten und frischen Kräutern (Basilikum, Oregano)




























Ricottaaufstrich mit Räucherlachs, Tomaten, Kräutern und Erbsensprossen.



























Und nach Ewigkeiten gab es wieder einmal einen Kakao. Ich nehme immer den von Bensdorp. Mit einer Schlagobershaube oben drauf. Mhhhhhhh.....

Ich hoffe, ich konnte wieder ein paar Anregungen für ausgedehnte Frühstücksmomente liefern!

2011/06/10

Das Papaya-Wunder

Bilder: © Ellja

Die grüne Papaya.

Papayas haben einen besonders hohen Enzymgehalt und sind aufgrund ihres geringen Zuckergehaltes auch für Diabetiker geeignet. Auch  zur Entsäuerung und Entschlackung soll sie Wunder wirken. Und magenempfindliche Menschen vertragen die Früchte gut, da sie kaum Fruchtsäuren enthalten und sogar einen nervösen Magen und Schleimhautreizungen beruhigen können. Also eine echte Geheimwaffe die Papaya und das sogar im unreifen Zustand.

Ihren Ursprung hat diese Wunderfrucht in Mittel- und Südamerika. Sie soll bereits im 16. Jhd als Nutzpflanze bekannt gewesen sein. 

Also, wenn das so ist... dann machen wir uns doch gleich einen Power-Salat daraus!

Die Gemüsekiste gibt dazu noch Karotten, weißen Rettich und Sellerie her. Die geschälte Papaya und das restliche Gemüse in lange Streifen schneiden oder mit dem Sparschäler hantieren (dauert halt ein bisschen länger, sieht aber auch schöner aus ;-).

Marinade:
Knoblauch, Chilischote, Erdnüsse und Ingwer zu einer Paste zerstoßen.
Die Paste mit Limettensaft und -abrieb, Fischsauce, etwas Palmzucker und etwas Tamarinde vermischen.
Abschmecken. Die Säure muss stimmen.
Den Salat mit der Marinade beträufeln, kurz ziehen lassen, dann essen!




 Dazu gab es bei mir gegrillte Henderlhaxerl (ja, auch wenn sie ausschauen wie Ministelzen, es sind Henderlhaxen). Zitronenscheiben unter die Haut schieben. Mit Salz und frisch gemörsterten Koriander gut einreiben.

2011/06/07

Doughnut making

Bilder: © Ellja
 
Vor Jahren waren meine ersten Versuche ein Gemeinschaftsprojekt mit P.
Die süßen Teilchen waren damals schon ein echter Augen( und Magen)öffner.
Aha! So schmecken also Doughnuts wirklich!

Hätte ich mir eigentlich auch denken können. Immerhin sind es auch nur Krapfen - mit einem Loch in der Mitte. Was man allerdings hierorts in Bäckereien so angeboten bekommt, ist meistens fad und "a zache Gschicht". Auch kein Wunder. Denn Doughnuts muss man unbedingt ganz frisch essen.

Von so einer Frische konnte ich mich erstmals außerhäuslich in Berlin in einem Dunkin' Donut-Laden am Brandenburger Tor überzeugen. Einfach herrlich, was die da über die Budel reichen!
Leider war es meinerseits ein großer Irrtum zu glauben, diese Qualität ließe sich in jedem Laden dieser Kette auf der ganzen Welt aufspüren. Mein nächster Tatort: New York City! Die Stadt der Doughnuts, möchte man meinen. Und genau hier wurde ich bitterlichst enttäuscht: zu süß, zu zäh, zu klebrig und absolut kein Geschmack und schon gar kein Vergleich mit der Berliner Erinnerung. Hmpfhhhh.... derart ernüchtert kehrte ich zurück und beschloss: Selbermachen!

Hier das gut erprobte Rezept:
Ergibt 10 - 12 Stück  

360 g Mehl
1 Pkg Hefe (ich verwende frische)
20 ml lauwarmes Wasser
65 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1/2 TL Salz
1 ganzes Ei
150 ml lauwarme Milch
40 g zerlassene Butter (lauwarm)
Traubenkernöl (oder anderes Fett zum Frittieren)
Zubereitung
Die Hefe in etwas lauwarmem Wasser mit 1 TL Zucker gut verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sie Bläschen macht. Mehl mit restlichem Zucker, Vanillezucker und Salz mischen, die Hefemasse gut unterrühren. Dann zerlassene Butter, Milch und verschlagenes Ei dazugeben und mit dem Knethaken zu einem weichen Teig kneten. Zugedeckt mindestens eine Stunde gehen lassen.

Teig durchkneten und zu einer Rolle formen, davon Scheiben abschneiden, evtl. etwas plattdrücken. Mit runden Ausstechern (Dessertring/Schraubkappe) Doughnuts ausstechen und wieder zugedeckt eine Stunde auf einer bemehlten Fläche gehen lassen.

Nun die Doughnuts in heißem Fett (vorher mit einem Probierstück testen) hellbraun frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Kunst dabei ist, dass der Teig schön goldbraun wird und gleichzeitig das Innere schön durchgebacken ist. Die Doughnuts schließlich nach Lust und Laune belegen oder füllen.
Hier:
Schokoladeguss mit gehackten Pistazien und Zuckerstreusel
Gefüllt mit Vanillecreme und in Zimt-Zucker gewälzt

Für die Vanillecreme (sorry, keine Mengenangaben):

Milch mit Vanillestange (vorher auskratzen) und Zitronenschale kurz aufkochen und dann eine Weile ziehen lassen. Vanille und Zitronenschale entfernen.
In einer Schüssel 1 Ei mit einem guten Schuss Sahne verquirlen, Zucker und Maizena (Maisstärke) unterrühren. Die Milch erneut erhitzen, aber nicht mehr aufkochen. Die Eimasse langsam einrühren und rühren, rühren, rühren, bis die Creme wie Pudding wird.
Falls sie zu fest ist, etwas Milch hinzufügen. Die Creme erkalten lassen. Zur Verwendung gut durchrühren und in eine Spritzsack füllen. Mit einer langen Tülle die Krapfen nach dem Backen füllen.

 
 



Das D-Projekt war ein voller Erfolg! Und nun, ein paar Jährchen später, war die Erinnerung und die Lust auf solche Doughnuts plötzlich wieder da. Und ja - sie sind herrlich, wenn sie frisch gebacken sind. Wunderbar flaumig, genau die richtige Süße und mit all den Dingen in und auf dem Krapfen, die man gerne haben möchte.

Zugegeben, ein bisschen Arbeit macht es schon. Und auf die Figur schlagen die Dinger auch ganz ordentlich. Eigentlich gar keine Argumente dafür. Nur, dass sie einfach 'sauguat' schmecken!


Achso ja, und dann natürlich gibts nur noch eines, was so eine Doughnut-Party noch toppen bzw. vervollständigen kann: DEXTER

Unbedingt in englischer Originalsprache ansehen!

2011/06/04

Ein Wochenende im Mai...

Bilder: © Ellja
 
... und ein Nachmittag mit lieben Gästen.

Den alljährlichen froh erwarteten Besuch aus Wien nahm ich zum Anlass, einen Teil meiner zahlreichen, asiatisch inspirierten, Rezepte auf der To-Do-Liste abzuarbeiten. Gewagt? Naja... ein bisschen Risiko muss man eingehen. Schließlich war nicht jeder Gang eine Premiere.


 

 Das Menü:

Willkommensdrink: Prosecco mit grüner Apfelsorbet


Gyoza mit Sojasauce und Koriander-Pistazien-Pesto


Gebackene Saiblingsbällchen mit fruchtiger Chilisauce (Danke, Eline und J Maier!)


Gelbes Fischcurry mit Reis  


Mangosalat mit Erdnüssen


Rhabarber-Erdbeer-Eton-Mess


Feigen-Rum-Lollies













 


 Ob des Gescheppers und Gewusels in meiner Küche guckt einer neugierig. Gar skeptisch?




Schließlich hat es aber allen wunderbar geschmeckt!

Die kleine Wanderung am nächsten Tag durch das wildromantische Pesenbachtal konnte allerdings nur einen Teil der Kalorien abbauen.

2011/06/01

Ein belegtes Brot mit Schinken...

Bilder: © Ellja

... ein belegtes Brot mit Speck. Das sind zwei belegte Brote. Eins mit Schinken eins mit Speck. Und dazu weder eisgekühlte Coca Cola noch Coca Cola eisgekühlt und auch kein eisgekühlter Bommerlunder ...

einfach nur ein Brot mit Schinken und mit Speck!

"Jausnet" heutzutage eigentlich noch irgendjemand??