2011/12/24

Frohes Fest!


























Ein Jahr wieder fast zu Ende. Ein paar Feiertage stehen uns noch bevor. Familienessen. Kerzen. Geschenke. Erlesene Speisen. Verführerische Süßigkeiten. Gute Gespräche. Glänzende Augen. Lachen und vielleicht Weinen. Hauptsache man hat es warm hinterm Ofen.

So kann ein Jahr gerne zu Ende gehen.

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein frohes Fest! 
Wir lesen uns wieder in 2012!

Herzlich! Eure Ellja

2011/12/22

Vor dem Fest: Die Küche bleibt kalt



Bald biegen sich die Tische mit festlichen Braten und üppigen Beilagen. Man kann sich ja schon ein wenig festlich einstimmen, eh klar. Aber es müssen nicht immer die "großen Braten" sein, die einem wohlige Seufzer entlocken. Auch ein geräucherter Fisch als kleines Abendessen kann bei mir da durchaus mithalten. Ganz einfach gehalten und ohne Schnickschnack.

Geräucherter Saibling mit Gurken-Rübchen-Salat und Krenrahm

Krenrahm:
Krenwurze frisch und sehr fein reiben. Sauerrahm mit aufgeschlagenem Schlagobers, etwas Salz, Pfeffer gut vermengen und den Kren unterziehen. Zwischen die Saiblingsfilets Streifen ziehen und mit Dill garnieren.

Gurken-Rübchen-Salat:
Minigurken halbieren, Kern rausschneiden, dann in Würfel schneiden. Weiße Rübchen ebenfalls klein würfeln.
Für die Marinade: Hollunderblütenessig mit Salz, Pfeffer, etwas Honig gut vermischen, unter den Salat ziehen und  Häufchen auf den Teller legen. Mit Rapsöl überträufeln.

Als Beilage gab es Krustenbrot mit gesalzener Butter. Und sonst gar nichts. Auch das - ein Fest!





2011/12/17

Geordnete Verhältnisse































Ich mag ja Ordnung sehr. Nicht im Sinne von "ständig-durch-die-Wohnung-wischen", nein so nicht.
Aber ich mag alles ordnen. Das fängt schon bei meinen Gedanken an. Die ordne ich auch gerne. Ich ordne meine Geldscheine im Börsel, schön die 5er vor die 10er und diese vor die 20er und eh klar! alle auf der richtigen Seite und nicht kopf oder sowas... Und ich bin auch die, die im Bad die Handtücher gerade hängt oder keine Teppiche mit Fransen mag, weil sie mir zuviel Arbeit machen (ich sag nur: Fransen!) Aber das mit "Gerade richten" mach ich schon ziemlich oft. Im Büro (Die Stifte sollen nun einmal parallel liegen und nicht kreuz & quer), bei mir zuhause (auch Teppiche ohne bzw. mit kurzen Fransen müssen schön entlang der Spur verlaufen), im Restaurant (Besteck, Glas, Tischtücher, hach, da gibts so viel gerade zu richten), bei Freunden, wenn ich wo eingeladen bin... nein, da nicht, da trau ich mich nicht so. Sonst glaubt vielleicht noch jemand, ich hätte einen Tick!

Es sollen ja aber eigentlich die Schweizer sein, die in solchen Sachen noch spießiger sind... hab ich mal gehört. Dass da wohl was dran sein muss, beweist mir dieser Herr. Der hat ja wohl auch so einen Tick! ;-)


Ursus Wehrli: Kunst aufräumen


2011/12/14

Was süßes oder lieber was salziges?

Bilder: Ellja







































Oder einfach beides zugleich!

Karotten-Erdnusskuchen mit Erdnuss-Schokolade-Haube
 
Ihr habts ja sicher schon gemerkt, ich mag Karottenkuchen unheimlich gerne. Das liegt aber daran, dass ich immer haufenweise Karotten im Haus hab, aber diese gar nicht unbedingt mein Lieblingsgemüse sind. Damit mir die Carotinbomben aber nicht runzeln, mach ich sehr oft Kuchen. Darin gefallen sie mir nämlich recht gut. Sie machen den Teig sehr saftig und geben dem ganzen eine herrliche Frische. 

Das Grundrezept wie gehabt:
3 Eidotter mit 100 g Zucker zu einer gelben Masse schlagen. Das Eiklar zu Schnee schlagen.
2 große Karotten fein reiben und untermischen. (Dieses Mal waren es violette Karotten, die sind etwas süßer und tiefer im Geschmack). Dunkle Kuvertüre (ca 100 g) schmelzen. Eine Handvoll gesalzene Erdnüsse hacken. Diese Zutaten nun mit 4 - 6 EL Mehl und 1 TL Natron unter den Teig heben. Am Schluss noch den Schnee locker unterheben.

Die Masse in eine gebutterte Form streichen und bei 160 Grad ca. 20 - 30 Minuten backen.
Kuchen auskühlen lassen.




















Für den Guss dunkle und helle Kuvertüre (je 125 g) mit 100 g Butter schmelzen.
4 EL Erdnussbutter und eine kleine Handvoll gehackter Erdnüsse in die Schokolade einrühren.
Diese Masse im Kühlschrank etwas anziehen lassen, damit sie schön streichfähig ist.
Dann erst den Kuchen damit überziehen.

Suchtpotenzial!

 
Achso.. ja... dass Karotten in der Suppe oder im Salat gesünder sind, hab ich mir eigentlich schon gedacht.
Aber darüber reden wir heute ja nicht, gell.

2011/12/11

Schon ein richtiges Winteressen

Bilder: Ellja








  


Rindsrouladen mit Erdäpfelnudeln ....

und


Blaukraut (bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid....)





























Aber erstmal zu den Rindsrouladen:

4 Rindschnitzerl dünn klopfen. Mit Pfeffer würzen und mit Senf bestreichen. Belegen mit: Speckscheibe, Porree und Karottenstifterl (Nein! Ja kein Gurkerl für mich!)
Zusammenrollen und mit Küchengarn binden.
In einer Pfanne Butterschmalz zerlassen und die Rouladen rundum schön braun anbraten. Zur Seite stellen.

Backrohr auf 170 Grad vorheizen. Karotten, Porree, Schalotten in kleine Würferl schneiden und das ganze ebenfalls (in einem Topf, der Backrohrtauglich ist) in Butterschmalz anschwitzen. Mit Rotwein und Rindsuppe aufgießen. Nun die Rouladen einlegen. Sie sollten gerade mal so bedeckt sein. Gewürze dazu: Pfefferkörner, Pimentkörner, Rosmarinzweig. Deckel drauf und in den Ofen schieben, ca. 1,5 Stunden schmoren.




















































Das ganze schaut dann nach 1,5 Stunden so aus.



Jetzt aber zum Blaukraut, das allerdings mind. 2 Stunden vorher zubereitet wird.

Die äußeren Blätter und den Strunk entfernen. Das Blaukraut nudelig schneiden. In einem Topf gut einsalzen und etwas Essig dazu (Ich habe Apfelverjus verwendet). Zudecken und ca. 1,5 Stunden durchziehen lassen.
Rote Zwiebel fein schneiden. 2 Äpfel reiben. Die Zwiebel in Butterschmalz (hab kein Gänseschmalz) und etwas Zucker anschwitzen und leicht ankaramellisieren, dann den Apfel unterrühren. Alles mit Rotwein aufgießen und zum Blaukraut geben. Gewürze dazu: Nelken, Piment, Kümmel, Pfeffer. Orangensaft auspressen. Das Ganze nun kurz aufkochen und 30 - 40 Minuten weich dünsten. Abschmecken und evtl. nachwürzen. Hier könnte man das Blaukraut nun noch ein wenig eindicken, aber ich mag es nicht eingedickt.

Zum Schluss bereiten wir noch die Erdäpfelnudeln zu:

1/2 kg Kartoffeln, ca. 80 - 100 g Mehl, 1 EL Gries, 1 Ei, Salz
Butterschmalz

Die Kartoffeln in der Schale kochen. Anschließend schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Mehl, Gries, dem Ei und etwas Salz möglichst rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zu einer Rollen formen und  kleine Stückchen abschneiden. Jedes dieser Stückchen auf einem bemehlten Brett zu kleinen fingerlangen, gespitzten Nudeln formen. In kochendem Salzwasser kurz kochen (bis sie oben schwimmen) und abgießen. Kalt abschrecken und in einer Pfanne mit Butterschmalz rundherum schön braun braten.

2011/12/08

Beurre blanc

Bilder: Ellja





































 Im Gegensatz zu vielen Bloggerkolleginnen hat mich bei Julia Child nicht das Bœuf bourguignon angemacht.
Bei mir war es eindeutig gebratener Fisch mit Beurre blanc!


Saiblingsfilet in Beurre blanc 


Wir beginnen mit der Wein-Butter-Sauce:

1 Schalotte fein schneiden. In einer Pfanne mit etwas Butter anschwitzen, aber nicht braun werden lassen, nur leicht glasig. 1 Lorbeerblatt dazu und mit 250 ml Weißwein und ein paar Spritzern Weißweinessig aufgießen.
Nun stark einreduzieren, auf ca. die Hälfte. Den Fond abseihen und ein wenig Obers einrühren (das gibt der Sauce etwas Stand). Das ganze darf nicht mehr kochen. Jetzt nach und nach die kalte Butter einrühren, sodass die Sauce cremig wird.  ich hab etwa 150 g Butter eingeschlagen. Am Ende nur mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken.

Auch wenn ich hier mit der Sauce beginne, sollte man sie so planen, dass man nach Fertigstellung gleich servieren kann.































 
Jetzt aber zum Fisch: Wunderschöne Saiblinge kamen mir unter die Finger. Diese habe ich filetiert und mit Salz und Pfeffer gewürzt. In einer Pfanne großzügig Butterschmalz erhitzt und von beiden Seiten (Hautseite zuerst) angebraten. Nicht zu lange, geschätzte 4 Minuten auf jeder Seite, im Zweifelsfall lieber etwas zu kurz. Glasiger Fisch ist immer noch besser, als trockener.





























Als Beilage gab es Wurzelgemüsegratin aus Karotten, Kartoffeln Pastinaken

Das Wurzelgemüse sehr dünn schneiden und fächerartig in eine gut ausgebutterte Auflaufform legen.
Würzen mit Salz, Pfeffer etwas Muskatnuss. Mit Obers übergießen und Pecorino darüber reiben.
Ab in den Ofen bei ca. 170 Grad für 25 - 30 Minuten.







2011/12/05

Wirsing im Strudel - da freut sich der Scamorza









Ich mag Wirsing gerne. Ja, auch als Wirsingrahm und in der Suppe. Aber nun trug es sich zu, dass ich auch noch Kochschinken und einen geräucherten Scamorza hatte. (Ich liebe Filatakäse - Mozzarella, Burrata, fior di latte, Ragusano - kommt meine Kinderlein! :-)

Mit diesen dreien wollte ich also was anstellen. Auf einer Pizette wird der Scamorza aber zu zäh. Also einrollen, damit er saftig und nicht fadig wird. Ein Wirsing-Schinken-Käse-Strudel vielleicht?

Pizzateig herstellen:
400 g Weizenmehl
220 ml Wasser (lauwarm)
1 TL Salz
15 g Hefe
2 EL Öl 

Den Teig verarbeiten und etwa 2 Stunden rasten lassen. Nun halbieren und je zwei Rechtecke auswalken (soll schon relativ dünn sein, daher gehen sich gut 2 Strudel aus). Diese nun belegen mit:

Kochschinken - Scamorza (in Scheiben) - Wirsing (in Streifen) -  Fenchelsamen, Kümmel oder andere Doldenblütler (Verdaulichkeit) - Salz und Pfeffer

Zu einem Strudel einrollen und auf einem mit Öl bestrichenem Backblech ca. 20 - 30 Minuten in den Backofen bei ca. 170 Grad (Umluft).

Heiß, lauwarm oder auch kalt essen - perfetto!

2011/12/02

Mohntage special: Mohnnudeln

Bilder: Ellja


















 
Beim Einkochen von Apfelmus schwirrte ein Gedanke schon in meinem Kopf herum... Mohnnudeln ... mhhhh.
Mohnnudeln aus flaumigen Kartoffelteig mit viiiel frischem Mohn, Butter und Zucker... mhhh...

mhhhhh... dieser Tage war es soweit.



Da liegen sie schon in der Pfanne.
Die reine Aufforderung!

















Aber jetzt erst einmal von vorne:

Der Kartoffelteig - das allerwichtigste. Er darf auf keinen Fall zu weich oder gar gatschig bzw. klebrig werden. Andererseits aber auch nicht zu fest. Die richtige Mehlmenge zu erwischen ist immer ein Kunststück.
So wäre es fatal, sich immer genau an das Rezept zu halten, denn es kommt ganz darauf an, welche Kartoffeln man dafür verwendet, die unterschiedlich viel Mehl benötigen, und noch etwas: Den Teig nicht zu viel kneten, denn dann kleistert der Teig zu sehr und das mit dem "flaumig" kann man schon vergessen.

Also: ca 1/2 kg mehlige Erdäpfel, 1 Prise Salz, 1 Ei, 1 EL Gries, 2 EL Butter, ca. 100 g Mehl

Die Erdäpfel in der Schale kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Recht schnell, aber vorsichtig, mit dem Ei, der Prise Salz, der Butter, dem Gries und dem Mehl verkneten. Jetzt muss man einschätzen, ob der Teig richtig ist. Falls er noch klebrig ist, noch etwas Mehl unterkneten. Nur kurz rasten lassen.

Den Teig teilen und zu kleinen Rollen formen. Von den Rollen Stücke abschneiden und zwischen den Fingern zu Nudeln wuzeln.

Die Nudeln nun in kochendem Salzwasser ca. 5 - 8 Minuten (bis sie oben schwimmen) kochen und in einem Sieb  abtropfen lassen.

Inzwischen den Mohn (frisch mahlen!) mit Staubzucker vermischen. In einer Pfanne schön viel Butter aufschäumen und die Erdäpfelnudeln darin schwenken, die Mohn-Zucker-Mischung dazu und wer mag noch etwas Zimt (ich mags ohne). Alles gut durchschwenken, auf einem Teller anrichten und mit Staubzucker noch gut bestäuben.

Dazu passt Apfelmus, aber auch sehr gut Marillenkompott.

Und hier das Testfoto mit den flaumigen Nudeln. Der Teig war dieses Mal (jaaa, es gab auch schon andere Tage) wirklich perfekt! Die besten Mohnnudeln seit langem! Das hilft jetzt mal nix, ich muss mich selber sehr loben :-).