2009/06/19

Frühstücke wie ein Kaiser ...


Bild: © Ellja

So viel ich auch koche und backe, am liebsten, ja wirklich, bereite ich das Frühstück zu. Ein schöner Frühstückstisch mit vielen Köstlichkeiten ist für mich ein Muss. Ein geliebtes Ritual zu einer magischen Tageszeit. Der P sagt immer, er hätte noch niemals zuvor solche Frühstücke genossen. Weil ich serviere auch gerne warme Sachen, Leckereien, die man zum Frühstück gar nicht vermuten würde. Warum mach ich das nur?

Mit Frühstücken fängt der Tag an, und wie er anfängt, so hört er auch auf. Nach dem morgendlichen Laufen oder nach einem ausgedehnten Schlaf - der Tag ist noch frisch und unverdorben - sich an den Tisch setzen und ... bunte Farben, frische knackige Gemüsen, verführerische Düfte, resches Gebäck oder flaumiges Brot, wärmende Süppchen, saftiges Obst, auf der Zunge schmelzende Marmeladen, erfrischende Salate, buttrige Eierspeisen ... sich auf den kommenden Tag freuen. Natürlich geht das nicht jeden Tag, aber so oft es möglich ist, halte ich mich an die Regel meiner Großmutter (und vieler anderer Großmütter bestimmt) "Frühstücke wie ein Kaiser, esse zu Mittag wie ein König und zu Abend wie ein Bettler".

Bei einem gemeinsamen Frühstück den Tag besprechen, den Vorabend belachen, über die Nachbarn lästern, über Politik streiten, die neuesten Kinofilme und Bücher beurteilen, sein Herz ausschütten, von einem Lotto-Sechser träumen, die Welt verbessern, den Klimawandel stoppen ... überhaupt nichts reden... und den Milchschaum von der Lippe lecken und Brotbrösel mit dem Finger aufpicken.

Darum mach ich so gerne Frühstück.

Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

die Regel kenne ich wohl, aber verinnerlicht habe ich sie leider nie so richtig :-)

Ellja hat gesagt…

wie es halt sehr oft mit regeln passiert :-)