2011/01/04

Butter und Brot


Bilder: © Ellja

Die Frage "Wer mag kein Butterbrot?" ist erlaubt. Oh ja, ich kenne einige, die es nicht mögen.
Gab es denn bei denen nie Butterbrot und Tee nach dem Schifahren? Oder kleine, feine Butterschnitten, wenn sie krank im Bett liegen mussten? Haben sie nie den weichen Dotter vom "Ei im Glas" über das Schnittlauchbrot laufen lassen, um dann genussvoll reinzubeißen und dieses ganz besondere Butter-Ei-Gemisch geschmeckt und innerlich "hach" geseufzt?

Butterbrot - sowas einfaches! Was gibts darüber schon zu sagen? Viel!
Immerhin bedarf es mindestens zweier wichtiger Zutaten: die richtige Butter und das richtige Brot.

Das Brot:
Bei mir muss ein richtig schönes Sauerteigbrot her, mit einer dicken, reschen Kruste. Der Teig muss saftig sein, es dürfen ruhig ein paar Anis- oder Kümmel-Kernderl zu schmecken sein.
Geschnitten wird mein Brot relativ dick. Mangels einer Brotschneidemaschine (viel zu klinisch) kommen dann schon öfters mal ein wenig ungleichförmige Schnitten raus. Aber das macht nichts. Weil der Butterbelag auch nicht abgemessen wird.... und da sind wir dann schon

bei der Butter:
Die beste Butter dieses Landes ist die Strasser-Bauernbutter aus Rohmilch! Sie hat einen einzigartigen feinen Geschmack mit Weiden-Aroma. Man sollte sie allerdings relativ schnell aufbrauchen, damit sie nicht "ranzelt".

Ansonsten mag ich Süßrahmbutter lieber als Sauerrahmbutter z.B. BioBio Süssrahm-Butter.

Hier die Unterschiede:
Süßrahmbutter
• Geschmack: schmeckt frisch, mild, leichter Geschmack nach Schlagobers
• Unterschiede in der Herstellung: Der Reifungsprozess erfolgt ohne Zugabe von Milchsäurekulturen

Sauerrahmbutter
• Geschmack: leicht säuerlich, frisch, nussartiger Geschmack
• Unterschiede in der Herstellung: W ährend des Reifungsprozesses erfolgt die Zugabe von Milchsäurebakterien (Buttereikultur)

Der österreichische pro-Kopf-Verbrauch von Butter liegt übrigens bei etwa 5 Kilo jährlich!

Jetzt streichen wir aber gleich mal die Butter aufs Brot, und zwar ebenfalls nicht genormt, sondern schön dick und ungleichmäßig. Ich stelle mir dabei immer unsere Mühlviertler Hügellandschaft vor. Weil so mag ich das :-)







Kommentare:

besseresser hat gesagt…

Oh ja, viele der "raffinierten" Speisen die man so übers Jahr zubereitet, können gerade mal so eben mit einem frischen Brot und Butter mithalten. Bei uns gerne in der französischen Variante: Baguette mit gesalzener Butter aus der Normandie. Was will man mehr.

katha hat gesagt…

dem ist nichts hinzuzufügen, außer dass bei mir die strasser- und jede andere butter noch weiter bis zum rand gestrichen werden muss ;-)

Christina hat gesagt…

Einfach und so gut! Ich habe mich auf einer Kaffeefahrt mit meiner Oma mal drei Tage ausschließlich von Butterbrot ernährt, weil mir das andere Essen dort nicht geschmeckt hat - das ist komischerweise eine meiner intensivsten Erinnerungen. Besseresser hat´s schon erwähnt, die gesalzene Butter aus Frankreich ist ein Traum zu frischem Brot und auch mein Favorit!

lamiacucina hat gesagt…

Wenn ich etwas Salami im Hause hätte, würde ich sofort in die Küche gehen, und mir ein Butterbrot streichen.

bolliskitchen hat gesagt…

für mich am liebsten mit gesalzener Butter und mit noch warmen, frischen Baguette.....

weltbeobachterin hat gesagt…

Butter kann durch nix ersetzt werden!!! eine eindeutige Zweideutigkeit, die ich in beiden Deutungsarten auslebe.
Ja, stimm dir zu - und zum Butterbrot ein Häferl (Roh)Milch

Svet hat gesagt…

Und wo kriegt man diese Strasserbutter?

Kate hat gesagt…

Ein schönes Brot und Bio-Butter, etwas Meersalz drauf, herrlich!

LG
Kate :)

Eline hat gesagt…

Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen!
wie der Zufall so spielt: wr sind gerade dabei, als Büro-Frühstücks-Mittagessen Butterbrot (Sauerteigbrot von Moser, Aschach, mit Lembacher-Butter) mit Räucherlachs (in Wilhering geräuchert) und Orangensenf (aus Lustenau) zu geniessen.
Deine Butter-lehre ist interessant. ich dachte immer, Sauerrahmbutter wird aus Sauerrahm gewonnen. Wieder was gelernt.
Die Strasser-Butter mag ich nur, wenn sie ganz frisch ist - dann ist sie unübertrefflich gut. Aber sie ist oft schon 1 Woche vor Ablaufdatum leicht ranzig und sie nimmt auch gerne Fremdaromen aus den Kühllagern an, weil sie in Butterpapier gewickelt ist.

Ellja hat gesagt…

besseresser, Baguette esse ich am liebsten mit einem sehr cremigen Käse! Und die gesalzene Butter aus der Normandie habe ich noch nie probiert. Wäre aber einen Versuch wert.

Katha, nicht alle meine Brote sind so schlampert geschmiert, auch ich streich sie meistens bis zum Rand hin ;-)

christina, 3 Tage sind schon lange, aber lieber 3 Tage Butterbrote als 3 Tage Kaviar ;-)

Robert, Butterbrot mit Salami also?

Bolli, wie oben erwähnt, gesalzene Butter noch nie probiert.

wb, das Häferl Milch trink ich am liebsten zu den Palatschinken, zum Butterbrot gibts Tee oder Kaffee.

svet, evtl. gibt es Hinweise auf der Homepage. Ich glaube, die haben auch einen Onlineshop. Ich kauf sie bei uns in Linz am Markt und in einem österr. Delikatessengeschäft.

Kate, jetzt muss ich mein Butterbrot wirklich auch mal salzen, wenn davon alle so schwärmen ;-)

Eline, ich staune, DU isst Lachs? ;-) Der Orangensenf ist herrlich, den kenn ich auch!

Eline hat gesagt…

Ja, ab und zu, wenn ich weiss, wer ihn wie herstellt. Vor allem wenn der selbstgebeizte Bachsaibling vom WE aufgegessen ist ...

Anonym hat gesagt…

Strasser-Butter und Orangensenf - wieder was g´lernt...
Hab herausgefunden: in Wien gibts beides am Kutschkermarkt!! Werde gleich morgen hinpilgern, lg, Friederike
(Ich muss übrigens eine Lanze brechen für Distelbergers Mostviertler Birnensenf - genial!!)

Ellja hat gesagt…

Friederike, dann werd ich mich auch mal zu diesem von Dir gelobten Birnensenf schlauer machen, freu mich immer wieder über neue Entdeckungen :-)