2009/05/28

Kino: The last house on the left (Remake)



USA 2009
Laufzeit: 110 Minuten
keine Jugendfreigabe
Regie: Dennis Iliadis

Tatort gestern Abend im Kino: Wes Cravens Horrorschocker aus den 70igern (den kaum einer in voller Fassung sehen konnte, weil er angesichts der rohen Gewalt zerschnippselt und verboten wurde) wurde von Newcomer Dennis Iliadis neu verfilmt.

Die Story ist schnell erzählt: Nette amerikanische Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, Tochter) fährt in ihr Sommerhaus am See. Das Töchterlein gerät samt Freundin in die Fänge einer bösen Gang, deren noch böserer Anführer auch vor einer brutalen Vergewaltigung nicht zurückschreckt. Die Tochter kann geschändet und mit einer Kugel im Rücken in den See flüchten. Die grausame Meute wähnt das Mädchen schon im Jenseits und zieht weiter. Einzig der leicht psychotisierte Sohn des Vergewaltigers hat die gewaltbereiten Gene seines Daddys nicht geerbt und wechselt am Ende des Films die Seiten. Die bösen Buben (und Mädchen) flüchten sich durch den Wald ausgerechnet in das Haus der Eltern, um dort Unterschlupf zu suchen und Wunden zu lecken. Zuerst nehmen die beiden ahnungslosen die Bande gastfreundschaftlich in ihr Haus auf, bis sie ihre Tochter vor der Veranda halbtod auffinden. Als sie endlich spitz kriegen, wie das alles zusammenhängt, drehen die beiden braven Durchschnittsbürger durch und schnell den Spieß um und metzeln die verdammte Bande in Grund und Boden.

Von Anfang an ist klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Hier wird auch gar nicht lang gefackelt, die Kamera hält auf jede Gewaltszene mit Zoom drauf. Iliadis gelingt es nur in wenigen Szenen eine echte Spannung aufzubauen. Die Schlussszene ist wie ein zusätzlich angenähter Fremdkörper, hier wird einfach nochmal der Splatterfan abgefertigt und ergibt wenig Sinn.

Ein Film, den man getrost links liegen lassen kann. Ein guter, dicht inszenierter Horrorfilm sieht anders aus. Schade.

1 Kommentar:

Peter hat gesagt…

Ganz so drastisch hätte ich jetzt vielleicht nicht abgerechnet mit dem Film, nichts desto trotz stimmt das schon so.

Das Original würde mich nun mehr interessieren.