2009/06/09

Fremdgegessen: Pizzen ganz italienisch


Bild: © Ellja

Ein neuer Linzer "Geheimtipp" ist die vor kurzer Zeit eröffnete "Pizzeria Tropea" in der Coulinstraße.


Bild: © Ellja

Ein sehr kleines, ja fast winziges Eck-Lokal mit typischem Pizzeria-Ambiente (Kitsch muss sein) war mir erst dadurch aufgefallen, dass ich fast jeden Abend beim Vorbeigehen die vollen Tische und lachenden Menschen und gestikulierenden Kellner beobachten konnte. Dann habe ich erfahren, dass es sich um La Ruffa Angelo handelt, der hier, wie schon erfolgreich ein paar Kilometer weiter über der Donau, die typisch italienische Küche mit Familienanschluss (Eleonora La Torre im Service, Guiseppe La Torre am Holzofen, Da Vico Mattia in der Küche) bietet. Herzlich, wie bei guten Freunden wird man schon begrüßt. Das Speisenangebot ist überschaubar aber solide und beim ersten Testessen fand die "Pizza Cardinale" höchsten Gaumenanklang. Mit einem Gläschen Grappa wurden wir zu später Stunde ebenso herzlich verabschiedet. Kein Gast verließ das Lokal, ohne Guiseppe die Hand geschüttelt zu haben. Nur echte Italiener wissen eben, wie wichtig es ist, gut zu kochen, gut zu trinken und gute Gespräche zu führen. Fantastico! So weit...

Fast hätte ich schon einen großen Topf Euphorie über dem "Tropea" ausgeschüttet, weil Testessen Nr. 2 und Nr. 3 (Pizzen und Carpaccio) ebenfalls positiv ausfielen, hätte ich nicht beim 4. Testessen Pasta bestellt. Dieses Mal wurden wir enttäuscht. Bei der Carbonara fehlte der Speck (dass da nie und nimmer Sahne reinkommt, das übersehe ich jetzt mal), die Spaghetti waren all zu dente und das Ergebnis konnte einfach nicht überzeugen. Bei der klassischen Lasagne waren die Teigblätter ebenfalls zu lasch. Die Tomatensauce fade gewürzt, die Fleischsauce bestand aus wenig Fleisch, das noch dazu recht trocken war. Und obendrein war die Käsekruste (mein liebstes) auch noch etwas zu sehr gebräunt. Leider durchgefallen!

Fazit: Das Tropea ist ein heißer Tipp für seine Pizzen, die sind spitze. Und wer ein bisschen italienisches Flair mit "Ciao" und "va bene" schnuppern will, ist hier auch gut bedient. Die Freundlichkeit kommt ebenfalls nicht zu kurz. Aber lasst die Finger von der Pasta, die schmeckt leider einfach nicht.

Extras: Auf einigen Pizzen wird Salamipaste verwendet, die sehr würzig schmeckt. Außerdem wird zur Pizza noch zusätzlich Knoblauchöl und Chilliöl zum Selberbeträufeln dazu gereicht. Nette Idee, für alle, die es recht intensiv mögen .

Bild: © Ellja
Pizzakreation des Hauses

1 Kommentar:

Stef hat gesagt…

Schade, dass echte Italiener keine Nudeln beherrschen, die pizza sieht aber gut aus