2009/05/18

Sushi daheim


Eigentlich finde ich das Selbermachen von Sushi ja überflüssig und übertrieben. Bisher fiel es für mich unter "Angeberei", wenn man wo eingeladen war und es gab "selbstgemachtes Sushi". Mir ist halt heimische Küche mit lokalen Produkten am heimischen Herd a bisserl lieber und sympathischer (die italienische, französische, indische und thailändische Küche mal ausgenommen ;-). Für japanische Küche gehe ich lieber in ein gutes japanisches Restaurant und lasse mich dort verwöhnen.

Aber für ein Dinner for two hab ich meine Vorbehalte mal ins Fischregal gelegt und mich doch auch mal ans Fisch-auf-Reis-Basteln (Nori-Sushi) getraut.

Den Reis habe ich ganz klassisch nach Rezept zubereitet:
2 Tassen Sushi-Reis
2 ½ Tassen Wasser ( 1 ¼ pro verwendete Tasse Reis)
Marinade für den Sushireis
½ Tasse Reisessig
4 EL Zucker
1 ½ TL Salz

Zubereitung
· Den Reis in einem feinen Sieb oder einer Schale gründlich in kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar ist. Den Reis – zusammen mit dem kalten Wasser – in einen Topf geben. Den Deckel fest verschließen und (ganz wichtig!) während des Kochvorgangs nicht mehr öffnen. Hier empfiehlt sich ein Topf mit Glasdeckel. Den Reis nun auf mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen, sobald es sichtbar kocht, den Reis auf kleinste Flamme stellen und mit geschlossenem Deckel 10 Minuten weiterdämpfen lassen.
· Dann den Topf vom Herd nehmen und den Reis (Deckel ist immer noch geschlossen!) weitere 10 Minuten ruhen und nachgaren lassen.
· Währenddessen in einer kleinen Schale den Essig mit Zucker und Salz vermischen, bis sich alle Zutaten aufgelöst haben. Den warmen Reis in eine Schale geben (möglichst aus Porzellan oder Glas, traditionell wird eine Keramik- oder Holzschale verwendet, da Metall mit den Zutaten reagieren kann), die Marinade darüber geben und mit einem Holzlöffel vorsichtig unterheben. Der Reis kühlt jetzt ab – will man es ganz original machen, kann man diesen Kühlvorgang unterstützen, indem man dem Reis mit einem Fächer Luft zuwedelt (hab ich aber nicht gemacht).

Der Einfachheit halber habe ich guten sushitauglichen Lachs gekauft und sonst nichts. Obwohl neben Tuna und Fischrogen auch Räucheraal ganz ausgezeichnet schmeckt. Statt Wasabi-Paste gabs Wasabi-Kren-Paste.

Vom abgekühlten Reis einen EL abstechen und zu rechteckigen Würsteln ;-) formen. Diese mit der Wasabi-Kren-Paste bestreichen und den fein geschnittenen Lachs drauflegen.

Auf eine Servierplatte damit und mit Sojausauce und Sushi-Ingwer kredenzen.

Hat uns wirklich ganz ganz wunderbar geschmeckt. Aber ich freu mich auch schon wieder auf einen guten "Japaner", z.B. EN im 1. Wiener Bezirk.

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