2009/08/10

Karibisch Nachgekocht: Chicken "Rosemary" und Sauce Creole


Bild: © Ellja

Früher hatten wir beruflich miteinander zu tun. Jetzt schreibt sie Krimi's und kocht bei Manfred Buchingers "Zur alten Schule":
Eva Rossmann und ihre Mira-Valensky-Kriminalromane sind ein amüsantes Vergnügen. In ihren Stories wird gemordet, verbrochen, aber auch gekocht, und wie!

Hier aus ihrem Krimi "Mörderisches Idyll" ein wundervolles, karibisches Rezept (von mehreren). Im Roman kocht es Rosemary in ihrer Strandbar, im echten Leben stammt es von Eva Rossmanns karibischer Freundin Olivia.

Danke, Olivia, Eva und Mira!

Bevor ich aber das Rezept poste, möchte ich noch ein eigenes Rezept für eine Hot Sauce anmerken. Hot Sauce gibt es in tausend Varianten, wird aber in beinahe jedem karibischen Gericht verwendet. Die wichtigste Zutat: Scotch Bonnet Chilli. Sie ist eine der schärfsten Chilliarten und hat einen aprikosenartig fruchtigen Geschmack. Bei uns leider nicht überall zu bekommen.

Hot Sauce
Zutaten:
3 Scotch Bonnet Chillis, entkernt, gehackt
200 ml Weißweinessig
2 Limetten, Saft
Schale von 1 Limette
100 ml Karottensaft
1 TL Curry Pulver
1 TL gehackter Ingwer
2 TL Salz
1 TL brauner Zucker
1 TL Kreuzkümmel, zerstoßen
4 Pimentkörner, zerstoßen
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
1 reife kl. Banane
1 reife Kiwi

Alle festen Zutaten im Mixer pürieren. In einem Topf mit Essig, Karottensaft, Limettensaft, Salz, Zucker und Gewürzen verrühren. Ca. 20 - 30 Minuten köcheln lassen und immer wieder umrühren. Noch ganz heiß in saubere Gläser/Flaschen einfüllen. Hält sich einige Wochen lang.


Bild: © Ellja

Hier aber nun das Chicken "Rosemary" mit Sauce Creole:

Zutaten
4 große Hühnerkeulen (Ober- und Unterkeulen)

Für die Marinade:
3 EL brauner Rohrzucker
1 Zwiebel, fein geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein geschnitten
2 EL karibischer Rum
2 EL Weißweinessig
Saft einer Limette
etwas Hot Sauce
1 El frische Thymianblätter
1 Tl frisch geriebener Ingwer
6 Pimentkörner, zerstoßen

Für die Creole Sauce:
6 Scotch Bonnet Peppers (ich habe nur 2! genommen, und es war ausreichend scharf)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 kleiner grüner Paprika
150 g gelbfleischiger Kürbis
20 g frischer Ingwer
2 El brauner Zucker
500 g ungewürztes Tomatenfruchtfleisch (frische Tomaten nur dann, wenn sie vollreif sind)
1 EL karibischer Rum
30 g Butter
1 EL Öl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
frische Thymianzweige
etwas Hot Sauce

Für die Marinade alle Zutaten gut verrühren. Je nach persönlicher Vorliebe abschmecken. Hühnerkeulen waschen, gut trocken tupfen, wenn möglich, für 24 Stunden marinieren. Danach am besten auf einem Holzkohlengrill auf beiden Seiten richtig scharf bräunen (das Fleisch sollte noch nicht durch sein), ersatzweise in einer Grillpfanne mit etwas hitzebeständigem Öl.


Bild: © Ellja

Für die Sauce Creole Zwiebel und Ingwer fein schneiden und in Butter und Öl anrösten. In dünne Streifen geschnittene Scotch Bonnet Peppers, fein geschnittenen Knoblauch, in dünne Streifen geschnittenen Paprika und Kürbis dazugeben, mitrösten. Zucker dazugeben, unter ständigem Rühren vorsichtig karamellisieren. Mit Tomatenfruchtfleisch samt Saft aufgießen. Mit Rum, Pfeffer, frischem Thymian und etwas Hot Sauce abschmecken, durchkochen. Hühnerkeulen einlegen, so lange köcheln lassen, bis sich das Fleisch vom Knochen zu lösen beginnt. Wenn nötig, zwischendurch mit etwas warmem Hühnerfond oder Wasser aufgießen. Auf heißen Tellern die Sauce Creole anrichten, je 1 Hühnerkeule darauflegen. Bei mir gab es dazu einfach Reis.

Und wenn man dann noch nicht in Stimmung ist, dann hilft nur noch ein RumPunch für ein bisschen karibisches Feeling!

Bild: © Ellja

Kommentare:

Isi hat gesagt…

Wow, für mich als Freund intensiver Gewürze ist dein Rezept ja ein echtes Eldorado. Ich habe es mir abgespeichert... das kommt definitiv auf die Nachkochliste.

lamiacucina hat gesagt…

scharfe Saucen scheinen hier vor allem in industrieller Fertigung beliebt zu sein. Ausser Standardchili findet man hier kaum andere Sorten.

Ellja hat gesagt…

@Isi ja, da kann man sich auf alle Fälle austoben, und natürlich auch variieren

@lamiacucina Hot Sauce in Flaschen abgefüllt gibt es wirklich unzählige auf der ganzen Welt, die erste HotSauce war übrigens der gute alte Tabasco (den ich nicht mag).

Eline hat gesagt…

Letztes Jahr hatte ich eine wunderhübsche Staude Orange Scotch Bonnets - einige der scharfen Früchtchen (ca. 150.000 Scoville) habe ich noch eingefroren. Die werden demnächst mit der frischen Ernte von milderen Chilies zu einer Chili-Ingwer-Tomaten-Marmelade eingekocht.

weltbeobachterin hat gesagt…

oh wie liebe ich ihre Krimis. Das sind die, die ich mir kaufe. Romane borge ich mir nur mehr aus.

Ellja hat gesagt…

@Eline du Glückliche!

@Weltbeobachterin ich hab da einen Fimmel, ich kauf mir alle Bücher, auch wenn meine Whg. schon vollgestopft ist damit

hanna hat gesagt…

von karibischer küche bin ich bislang unbeleckt (sie von mir?), aber das ist ja jetzt ein grund mal einen test durchzuführen. hört sich gut an.

Ellja hat gesagt…

@hanna scharf und fruchtig, das mag ich nicht zu jeder zeit, aber sehr oft :-) Versuch´s ruhig!