2010/03/16

Kommt ein Friese in die Backstube ...



Die Friesen sind bekannt für ihre Witze, ihren nordischen Charme, windige Dünen an der rauhen See, ja und natürlich Otto Waalkes, den Blödel der Nation.

Aber all das haut mich nicht so um, wie das, was man bei denen als "Friesentorte" zum Nachmittagskaffee bekommt. Luftiger Blätterteig, intensive Powidl (Pflaumen)Marmelade, gehackte Nüsse und Schlagobers. Da kann ich nur gratulieren, liebe Ostfriesen!

In Selbstbauweise habe ich die Friesentorte zu Friesentörtchen dezimiert, was eigentlich Blödsinn war, weil wir dann ohnehin jeder 2 Stück davon verdrücken mussten.

Aber sehr schön sahen sie aus, die Minis aus dem Friesenland...



alle Bilder: © Ellja

Und hier gehts zum Selbstbaukasten meiner "Friesentörtchen":

Zutaten:
frischer Blätterteig (Fertiger geht natürlich auch)
Powidlmarmelade (Pflaumenmus)
Prise Zimt
Schuss Rum
Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, …)
Zucker
Schlagsahne


Zubereitung:
Aus dem Blätterteig Kreise stechen (mind. 2 pro Stück), mehrmals mit einer Gabel einstechen und im Backofen goldbraun backen (etwa 10 – 15 Minuten bei 160 Grad).

Powidlmarmelade mit Zimt und Rum erwärmen und zu einer glatten Masse rühren.
Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Schlagobers mit Zucker (nach Belieben) und etwas/wenig Rum steifschlagen.

Zucker in einer Pfanne/Topf karamellisieren lassen, nur ganz leicht bräunen, sofort von der Platte ziehen, ganze Nüsse darin wälzen und auf ein Backpapier legen, auskühlen. Dann einfach in grobe Stücke schneiden/hacken.

Aufbau:
1. Blätterteig-Kreis
2. Powidlmarmelade, schön dick bestreichen
Gehackte Karamell-Nüsse
Schlagobers, auch nicht sparen
Blätterteigkreis
Dick mit Staubzucker bestäuben!

Am besten sofort servieren!

Es ist die ideale Mehlspeise für eine schnelle Kaffeetafel, einfach herrlich, köstlich, göttlich!!!!

Kommentare:

Toni hat gesagt…

Ich finde ja der Begriff Törtchen macht ein viel besseres Gewissen beim Essen ;) und die schauen wirklich göttlich aus!

Claus hat gesagt…

Bei der Friesentorte versau ich mir jedesmal die Klamotten - vielleicht klappts mit dem unfallfreien Essen mit deinen Minis.

Petra hat gesagt…

Die Törtchen sehen wirklich sehr einladend aus und mit fertigem Blätterteig würde sogar ich sie hinkriegen :) Die Friesen haben (angeblich) auch den Pharisäer erfunden, schwarzer Kaffee mit ordentlich Rum drin und einer Haube Schlagsahne oben drauf.

Eline hat gesagt…

Und dazu einen ostfriesischen Tee mit allem Drumherum - ich mag das sehr, wenn es stürmt und schneit oder regnet wie heute! Ganz sicher sind die kleinen Törtchen einfacher zu essen ....

Suse hat gesagt…

Ja, sie ist wirklich etwas schwierig zu essen, aber ich mag die Friesentorte soooo gern.
Am besten Deckel abnehmen, diesen schon mal mit etwas Füllung dippend aus der Hand essen und dann den Rest fürnehm mit Kuchengabel und abgespreiztem kleinen Finger genießen ;o)

Ellja hat gesagt…

Toni, ja stimmt, das klingt so nach klein und unbedeutend und wenig Kalorien ;-)... toller Selbstbetrug.

Claus, nein, klappt auch nicht, der Deckel muss ab, sonst wirds eine Sauerei

Petra, ja, aber da ich keinen Kaffee mag, würd ich den auch nur wg. dem Rum und der Schlagsahne trinken *hihi

Eline, genau, Tee is mir da schon viel lieber!


Genau, Suse, du hast es raus, so kann man zumindest in den eigenen vier Wänden gute Figur machen ;-)

Die andere Seite hat gesagt…

Oh ja, Friesentorte....sehr lecker, da reichen dann auch keine 2 Stueck fuer mich! ;0) ;0)

Liebe Gruesse
Maren

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Das grenzt ja schon an Folter, wenn man diese leckeren Teilchen zur Kaffee-/Teezeit auf dem Monitor sieht!

Arthurs Tochter hat gesagt…

Sehr fein! Und dazu ein Tässchen Friesentee, das muss sein!
Ich war in Ostfriesland auf dem Internat, aber so etwas gab es dort zum Nachmittagstee nie!

Was die Friesen aber auch noch richtig gut können, ist Mai-Bockbier! Auch das weiß ich aus der Internatszeit! ;))

Isi hat gesagt…

Schwelg... das ist genau was für mich. Ich bin ja nicht so der Torten und Kuchenbäcker. Das muss ich mir merken.

lamiacucina hat gesagt…

auf die Seite drehen und mit einem Sägezahnmesser erst halbieren, dann vierteln, dann passen die Stücke gleich in den Mund.

Arno Rademacher hat gesagt…

Moin mitnanner,

ich wollte nur kurz klarstellen, dass wir Friesen nix mit Ostseebädern zu tun haben. Wir leben an der Nordsee, dem "Mare Frisicum"; die Ostsee ist uns zu zahm... ;-)

Allerbest,

Arno

Ellja hat gesagt…

Die andere Seite, also ich glaub, nach 2 STück war mir schon fast übel *gg

Petra, das kann ich von deiner Site auch behaupten, da sind wir also quitt

AT, da sprichst du was an: Ich finde z.b. dass Bier und SChokolade gut zusammenpassen, warum nicht auch Bier und Törtchen *hihi

Isi, für Nicht-Kuchenbäckerinnen ganz toll zum Eindruck schinden ;-)

Robert, ob das wirklich so klappt?

Herr Arno, danke für die Aufklärung, als österreichische Unkundige muss man mir das nachsehen, aber.... was sagen Sie eigentlich zu meinen Törtchen?

reibeisen hat gesagt…

die sehen herrlich luftig, locker aus. ob derartig köstliche nordische spezialitäten auch im süden des deutschsprachigen raums verzehrt werden dürfen???

Arthurs Tochter hat gesagt…

Ich weiß gar nicht, was er hat, der Herr Arno- Ostfriesland liegt doch an der Nordsee.

Monika hat gesagt…

Na, das ist ja eine super Idee! Seit unserem Urlaub letzten Sommer in Nordfriesland kenne ich die Friesentorte. Ich hab' damals sogar mal einen Friesentorten-Test gemacht und die Ergebnisse auf meinem Blog veröffentlicht :-)))

smilla hat gesagt…

ich sags ja; Frechheit!