2010/05/03

Bochene Öpferadln







Eine ganz einfache, typisch österreichische Mehlspeise sind "Gebackene Apfelringe", worauf aber das "Bochene Öpferadln" viel besser zutrifft. Eine herzhafte Süßspeise zum Kaffee ganz schnell zubereitet. Gespickt mit viel Kindheitserinnerung mag ich sie immer wieder gerne. Wir Mühlviertler Kinder sind ja quasi mit Most groß geworden ;-)
Also kurz gesagt: Nix besonderes und doch schon auch!

Teig:

Mehl, Eier, Most (oder Weißwein), Zucker.

Mehl und Eier gut verrühren, Zucker und Most untermischen, bis der Teig eine sämige Kosistenz hat (nicht klebrig, nicht flüssig). Den Teig einige Minuten quellen lassen.

Inzwischen die Äpfel schälen (mach ich inzwischen nicht mehr), in dickere Ringe schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. In einer kleinen Schale Zucker mit Zimt vermischen.

Topf mit Öl oder Schmalz erhitzen und die Apfelringe durch den Teig ziehen. Ins heiße Öl geben und von beiden Seiten goldbraun backen. Auf einem Teller mit Küchenrolle ablegen und mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.

Wers noch ganz fein mag, der reicht Kanarimilch (Vanillesauce) dazu.

Bilder: © Ellja

"Bochene Öpfespeigerl" sind im Grunde dasselbe, nur sind es eben Spalten und keine Ringe.
Und "bochene Öpfebackerl" sind jetzt was? ;-)

Kommentare:

Die andere Seite hat gesagt…

Oh.. die liebe ich, sehr sehr lecker!!! Ich kenne den Teig nur mit Bier, anstatt Most...ist dann doch wohl etwas anders!? ;0)Naja, schmecken tut es auf jeden Fall.. ;0)
Liebe Gruesse
Maren

Eline hat gesagt…

Man beachte die Mehrzahl: Oepfe und keinesfalls Opfe-Radln. Das hat eine nahe Verwandtschaft zu Karl Valentins Semmelnknoedeln- die werden auch nicht nur aus einer Semmel gemacht. ;-) Ein wunderschoenes Kindheitsgericht, das ich gerne esse!

lamiacucina hat gesagt…

Öpfel-Chüechli sind bei uns auch sehr beliebt. Hier wurde sogar ein extra Backblech dafür erfunden.

Mestolo hat gesagt…

Öpfebackerln sind dann halbe Äpfel?

Jutta Lorbeerkrone hat gesagt…

Einfach...und besonders lecker!Habe ich jahrelang nicht gesehen.

Suse hat gesagt…

A Draum!

Isi hat gesagt…

Früher machte die meine Tante oft mittags für mich und für meinen Onkel. Wir machten dann ein Wettessen. Ich bin nie über 14 gekommen. Mein Onkel schafft fast 30... Das sind schöne Erinnerungen :-)

Ellja hat gesagt…

Maren, Bierteig kenne ich auch.

Eline, Der gute Valentin mit seinen Knödeln, ja. Habe über diesen Mann mal einen sehr interessanten Bericht auf arte gesehen. Leider eine sehr tragische Figur.

Robert, extra Backblech? Die kommen doch in schwimmendes Fett bei uns...

Mestolo, stimmt, 100 Punkte!!! :-)

Jutta, dann wirds aber Zeit wieder mal ;-)

Suse, genau

Isi, das Wettessen kenne ich so ähnlich mit Palatschinken... aber frag mich jetzt ja nicht, wieviel ich geschafft habe, ich schäme mich *hihi

Claus hat gesagt…

Ist das hier´n Sprachkurs oder´n Foodblog? ;-)

entegutallesgut hat gesagt…

Sieht nicht nur gut aus, muss ich auch immer nachsprechen.
Apfelspalten sagen wir, obwohl es auch Radln sind. ;-)

George hat gesagt…

@Eline: Hier in Bayern sagt man oa Opfe, zwoa Äpfe, und das hier, ob Spalten oder Ringe, sind "Opfekiache", Apfelküchlein ;) Das kapiere wer will...

Ellja, die mach ich auch immer wieer gerne, wenns Herbst oder Winter wird wende ich sie noch in Zimtzucker wenn sie aus dem Fett kommen.