2011/06/07

Doughnut making

Bilder: © Ellja
 
Vor Jahren waren meine ersten Versuche ein Gemeinschaftsprojekt mit P.
Die süßen Teilchen waren damals schon ein echter Augen( und Magen)öffner.
Aha! So schmecken also Doughnuts wirklich!

Hätte ich mir eigentlich auch denken können. Immerhin sind es auch nur Krapfen - mit einem Loch in der Mitte. Was man allerdings hierorts in Bäckereien so angeboten bekommt, ist meistens fad und "a zache Gschicht". Auch kein Wunder. Denn Doughnuts muss man unbedingt ganz frisch essen.

Von so einer Frische konnte ich mich erstmals außerhäuslich in Berlin in einem Dunkin' Donut-Laden am Brandenburger Tor überzeugen. Einfach herrlich, was die da über die Budel reichen!
Leider war es meinerseits ein großer Irrtum zu glauben, diese Qualität ließe sich in jedem Laden dieser Kette auf der ganzen Welt aufspüren. Mein nächster Tatort: New York City! Die Stadt der Doughnuts, möchte man meinen. Und genau hier wurde ich bitterlichst enttäuscht: zu süß, zu zäh, zu klebrig und absolut kein Geschmack und schon gar kein Vergleich mit der Berliner Erinnerung. Hmpfhhhh.... derart ernüchtert kehrte ich zurück und beschloss: Selbermachen!

Hier das gut erprobte Rezept:
Ergibt 10 - 12 Stück  

360 g Mehl
1 Pkg Hefe (ich verwende frische)
20 ml lauwarmes Wasser
65 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1/2 TL Salz
1 ganzes Ei
150 ml lauwarme Milch
40 g zerlassene Butter (lauwarm)
Traubenkernöl (oder anderes Fett zum Frittieren)
Zubereitung
Die Hefe in etwas lauwarmem Wasser mit 1 TL Zucker gut verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sie Bläschen macht. Mehl mit restlichem Zucker, Vanillezucker und Salz mischen, die Hefemasse gut unterrühren. Dann zerlassene Butter, Milch und verschlagenes Ei dazugeben und mit dem Knethaken zu einem weichen Teig kneten. Zugedeckt mindestens eine Stunde gehen lassen.

Teig durchkneten und zu einer Rolle formen, davon Scheiben abschneiden, evtl. etwas plattdrücken. Mit runden Ausstechern (Dessertring/Schraubkappe) Doughnuts ausstechen und wieder zugedeckt eine Stunde auf einer bemehlten Fläche gehen lassen.

Nun die Doughnuts in heißem Fett (vorher mit einem Probierstück testen) hellbraun frittieren, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Die Kunst dabei ist, dass der Teig schön goldbraun wird und gleichzeitig das Innere schön durchgebacken ist. Die Doughnuts schließlich nach Lust und Laune belegen oder füllen.
Hier:
Schokoladeguss mit gehackten Pistazien und Zuckerstreusel
Gefüllt mit Vanillecreme und in Zimt-Zucker gewälzt

Für die Vanillecreme (sorry, keine Mengenangaben):

Milch mit Vanillestange (vorher auskratzen) und Zitronenschale kurz aufkochen und dann eine Weile ziehen lassen. Vanille und Zitronenschale entfernen.
In einer Schüssel 1 Ei mit einem guten Schuss Sahne verquirlen, Zucker und Maizena (Maisstärke) unterrühren. Die Milch erneut erhitzen, aber nicht mehr aufkochen. Die Eimasse langsam einrühren und rühren, rühren, rühren, bis die Creme wie Pudding wird.
Falls sie zu fest ist, etwas Milch hinzufügen. Die Creme erkalten lassen. Zur Verwendung gut durchrühren und in eine Spritzsack füllen. Mit einer langen Tülle die Krapfen nach dem Backen füllen.

 
 



Das D-Projekt war ein voller Erfolg! Und nun, ein paar Jährchen später, war die Erinnerung und die Lust auf solche Doughnuts plötzlich wieder da. Und ja - sie sind herrlich, wenn sie frisch gebacken sind. Wunderbar flaumig, genau die richtige Süße und mit all den Dingen in und auf dem Krapfen, die man gerne haben möchte.

Zugegeben, ein bisschen Arbeit macht es schon. Und auf die Figur schlagen die Dinger auch ganz ordentlich. Eigentlich gar keine Argumente dafür. Nur, dass sie einfach 'sauguat' schmecken!


Achso ja, und dann natürlich gibts nur noch eines, was so eine Doughnut-Party noch toppen bzw. vervollständigen kann: DEXTER

Unbedingt in englischer Originalsprache ansehen!

Kommentare:

Sonja hat gesagt…

ich will sofort einen! :-)

Rosa's Yummy Yums hat gesagt…

Superschöne Doughnuts! Fantastisch.

Grüsse,

rosa

Ellja hat gesagt…

Sonja, ich auch ;-)

Rosa, danke!

OSTERIA hat gesagt…

Hallo Ellja,
gerade eben gabs auf besonderen Wunsch des Sohnemannes Deine Doughnuts.... yammi! Alles ist supergut gelungen. Allerdings hatte ich nicht so eine große Menge Traubenkernöl, dass ich es darin hätte ausbacken können und so habe ich eben einfach Frittierfett benutzt. Das ist ja geschmacklich total neutral. Vielleicht nehme ich beim nächsten Mal (und das gibt es sicher wieder!!!) Butterschmalz zum Backen.... Auf jeden Fall ein tolles Rezept. Und ja, vielleicht würde ich auch das Verhältnis Zucker zu Vanillezucker ein wenig zugunsten des Vanillezuckers verändern ;-)... Danke für den leckeren Pfingst-Sonntags-Kaffee ;-) Grüßle aus dem Kraichgau von Osteria-Petra

OSTERIA hat gesagt…

... da fällt mir noch was ein: ich habe erst Fladen geformt und aus diesen mit einem Schnapsglas Löcher ausgestochen.... dann habe ich sowohl die Ringe als auch die ausgestochenen Kreise gehen lassen und auch beides frittiert. So hatte ich 12 Doughnuts und 12 Mini-Berliner (hätte man ja auch noch mit Marmelade füllen können). Die Ausstechmethode werde ich nun ab sofort auch bei Bagels anwenden, denn mit dem Formen von Hand werden solche Sachen bei mir immer krumm und schief. Und so hatten sie eine echt tolle Form...
Noch ein Grüßle aus dem Kraichgau!

Ellja hat gesagt…

Petra, na fein, das freut mich! Das Fett zum Frittieren ist Geschmackssache, ich hab auch schon Butterschmalz genommen. Oder eine Mischung davon. Das mit den Kreisen als Miniberliner ist eine lustige Idee!