2011/09/25

Hachapuri


Bilder: © Ellja


Schon lange pickt das Post-it im Nigella Lawson-Kochbuch "Festessen" auf Seite 292.
Brotfladen aus Georgen mit einer Käsefüllung. Das klang für mich einfach nach "unbedingt ausprobieren!".

Nungut, es wird bestimmt viele Rezepte geben, die sich durch unterschiedliche Käsefüllungen und  -verhältnisse unterscheiden. Und vielleicht gibt es eine Variante, die genauso himmlisch schmeckt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dieses Rezept schaffte dies bei mir allerdings leider nicht.

Um nicht ungerecht zu sein, muss ich schon sagen, dass es gut geschmeckt hat. Gut, also passabel. Aber eben leider nicht himmlisch. Das Käsemischverhältnis hat mich bei diesem Rezept nicht sehr überzeugt. Der Teig war dagegen sehr gelungen. 

Aber vielleicht gibt es aus meiner Leserschaft ja Anregungen, nachdem sie das Rezept nachstehend studiert haben, was das Innenleben anbelangt. Und vielleicht weiß jemand auch, wie authentisch es ist?


























Rezept Nigella Lawson: Nanas Hachapuri

Teig:
700 g Mehl
500 g Naturjoghurt
2 Eier
50 g weiche Butter
1 TL Salz
2 TL Speisenatron

(Ich hab die halbe Teigmenge verarbeitet)

Das Mehl in einer Schüssel bereitstellen. Den Joghurt in eine zweite, größere Schüssel füllen, die Eier hineinschlagen und die Butter zufügen, die Sie mit den Händen oder einer Gabel zerdrücken und dabei mit den anderen Zutaten vermengen. Nun schopflöffelweise das Mehl mit den Händen einarbeiten, bis schließlich ein seidiger Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst. Salz und Natron nach und nach einrieseln lassen und weiter kneten, bis alles eingearbeitet ist. Den Teig mit Mehl bestreuen und zudecken, etwa 20 Minuten ruhen lassen. (Kann so im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahrt werden.)

Füllung:
200 g Ricotta
600 g Feta
200 g Mozzarella
1 Ei
(ich habe noch etwas Salz, etwas Pfeffer und ein paar Thymianblättchen zugefügt, natürlich bei ebenfalls halbierter Menge)

Feta zerbröseln, Mozzarella zerstückeln oder reiben und mit dem Ricotta und dem Ei gut vermischen.

Fertigstellung:
Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu je einem großen Kreis ausrollen oder mehreren kleinen Kreisen.
Einen Teigkreis auf ein rundes Pizzablech geben. Die Käsefüllung darauf verstreichen, dabei ringsum einen schmalen Rand freilassen. Den zweiten Teigkreis darüber legen. Zum Versiegeln der Füllung die aufeinander liegenden Teigränder so nach oben einschlagen, dass ringsum eine wulstartige Verdickung entsteht, die Sie zuletzt mit den Zinken einer Gabel gleichmäßig zusammendrücken.

Nun in den Ofen schieben und 15 - 20 Minuten goldbraun backen (bei mir waren es 170 Grad).

Kommentare:

katha hat gesagt…

die antwort steht auf s. 78 im buch "die georgische tafel" von nana ansari, und wenn du das nächste mal in wien bist, werden wir ihn vor ort verkosten. das ist nämlich (seit ich ihn kenne, seit etwa 4, 5 jahren) eine meiner allerliebsten lieblingsspeisen. (habe ich lustigerweise sogar mal getwittert: https://twitter.com/#!/katha_esskultur/status/9186604914)
die käsemischung bei nigella ist nicht ideal, ansonsten klingt das rezept recht anständig. du wirst den unterschied sofort schmecken.

Ellja hat gesagt…

katha, danke! Ins Madiani wollten wir eh essen gehen, als wir letztens am Karmelitermarkt waren, aber wir haben keinen Platz mehr bekommen.

katha hat gesagt…

hast das buch? falls nein, bekommst du es dann auch vor ort...

Anonym hat gesagt…

Mutig, mutig! Ich guck ja gerne ihre Videos, aber nachkochen???! ;-)

Martin "BerlinKitchen"

Ellja hat gesagt…

katha, nein, buch hab ich nicht.

Martin, wenn ich mir schon ein Kochbuch gekauft habe, sollte ich auch was daraus kochen ;-)

Anonym hat gesagt…

Für die Füllung soll man nicht fettarme Mozzarella (mehr) und Feta (weniger) nehmen, auf keinen Fall Ricotta. Ich komme aus Russland, wir machen gerne Hachapuri.

Anonym hat gesagt…

Und noch besser ist es, in einem russischen Laden authentischen Käse Suluguni zu kaufen.

Ellja hat gesagt…

danke, anonym, für den tipp! Das mit dem Ricotta habe ich gemerkt, dass das wohl nicht der richtige Käse ist... Suluguni muss ich mal bei unserem Russ. Geschäft erfragen :-)

Anonym hat gesagt…

Bitte schön und guten Appetit Ellja! Du hast übrigens ein ganz hübsches und interessantes Blog.