2011/10/27

Gebratener Tofu mit Somen und Gewürzöl


Bilder: Ellja




























Es muss überhaupt nicht immer Fleisch sein. Bei diesem Essen fehlt es uns in keinster Weise.
Allerdings bin ich auch kein Fan davon, Tofu als Fleischersatz zu sehen und mit Tofuwürsteln und -burger kann man mich jagen.










Ich kaufe Tofu immer noch am liebsten im Asialaden. Er schmeckt unvergleichlich besser als in unseren Biomärkten. Fragt mich nicht, warum. Es ist so. 
Der kompakte Tofu eignet sich dafür am besten, allerdings probiere ich es beim nächsten Mal mit Seidentofu. Mit etwas Geschick sollte es funktionieren :-).













































Bei Somen-Nudeln sollte man darauf achten, sie nicht zu lange im Wasser zu kochen. So wie bei Weizennudeln kann auch hier "zu weich" alles vermasseln.












Die Grundlage für das Gewürzöl hab ich von Kylie Kwong. Aber inzwischen variiere ich mit Aromen nach Lust und Laune. 


REZEPT:


Tofu:

Den Tofu auch Küchenpapier abtropfen und in Scheiben schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen und in Stärkemehl wenden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Tofustücke von beiden Seiten goldbraun braten.



Speck in dünne Streifen schneiden und in der Pfanne knusprig braten. Frühlingszwiebelgrün fein hacken.



Somen:

Die Nudeln in kochendem Wasser einige Minuten ziehen lassen, bis sie gar sind. Nicht zu weich kochen, wie gesagt.



Gewürzöl:

Knoblauch fein hacken, Ingwer fein hacken, Chilischote (je nach gewünschter Schärfe mehr oder weniger) fein hacken, das weiße der Frühlingszwiebel fein hacken. Erdnussöl erhitzen und Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebel und Chili darin ganz schwach bei niedriger Hitze braten, fast nur ziehen lassen. Einige Minuten zur Seite stellen. 

Sesamöl, helle Sojasauce, 1 Sternanis, etwas Palmzucker unterrühren und noch einmal leicht erhitzen. Limettenabrieb und Saft einer ½ Limette unterrühren. Das Gewürzöl mit den Nudeln vermischen.



Tofu mit Speckstreifchen und Frühlingszwiebelgrün sowie die Nudeln mit dem Gewürzöl am Teller anrichten.


Kommentare:

The Vegetarian Diaries hat gesagt…

das schaut richtig gut aus!
ist abgespeichert ;)

lg
the vegetarian diaries

Eline hat gesagt…

Ich finde es gut, dass du den Tofu nicht zu Fleischersatz degradierst, sondern ihn Tofu sein lässt.
Der kokette Speck am Tofu gefällt mir aber besonders gut ;-). Weil ich kann mich mit Tofu nicht anfreunden. Ich hab erst einmal so richtig guten gegessen, und der schmeckte mir wahrscheinlich auch nur, weil die Zutaten rundum so höllen-scharf und köstlich waren (bei Frau Ming Ming in Wien, noch im Vorstadt-China-Restaurant, das damals als Gemeintip galt.)

Frau Ziii hat gesagt…

Hallo Ellja,
Schaut gut aus dein Tofu, aber ich warne Dich: mach´s nicht mit Seidentofu. Ich habe mal versucht Seidentofu zu braten. Da ist nicht mehr viel übergeblieben. Der rinnt wie Sauce auseinander und verdampft quasi. Ich nehme an, weil der Wassergehalt so hoch ist. Seither verwende ich Seidentofu nur mehr für Dressings oder nur leicht erwärmt in einer Sauce wie bei Mapo Tofu.
Und Eline: ich sag Dir Mapo Tofu würdest Du lieben. Das essen bei mir sogar die ärgsten Fleischtiger.

Ellja hat gesagt…

Vegetarien, die Speckkrusteln musst du halt ersetzen ;-)

Eline, ich hab schon viel herumprobiert, auch außer Haus, war da auch nicht so begeistert, aber inzwischen erkenne ich Unterschiede.

Frau Ziii, ich kenne deine Bedenken, ja, aber ich möchte es versuchen. Wenns ein Matsch wird, schreib ich Dir reumütig was ;-)..und außerdem.. Mapo Tofu wird ja auch mit Seidentofu gemacht!

Eline hat gesagt…

Frau Ziii,
es war Mapo Tofu, der mir bei Frau Ming Ming geschmeckt hat.

Ellja,

ich glaub, meine Tofu-Aversion ist rein psychisch bedingt. Wenn mir mal jemand einen nicht industriell hergestellten Tofu serviert, der auch eine gute Konsistenz und wenig Gips-Geschmack hat, bin ich vielleicht geheilt ;-)