2012/03/02

Breakfastclub #9 - Oh mEi Ei

Bilder: Ellja
































Was wäre ich ohne Eier zum Frühstück! Ja, was wäre ich ohne Eier? Was wäre ich dann eigentlich wirklich?
Diese Frage hat mich seit der letzten Diskussion ums glückliche Ei vom glücklichen Huhn wieder etwas länger beschäftigt.

Sieht man sich ein Ei jetzt mal an - und gehen wir davon aus, dass es tatsächlich ein "gutes" Ei ist, das von einer Henne kommt, die genug Freilauffläche hat und den ganzen Tag pickt und scharrt, so wie es lustig ist...
also sieht man sich so ein Ei mal an. Ist das nicht ein kleines Wunder? So klein und so groß im Geschmack! So vielseitig und so unerzichtbar für so viele Gerichte! Und dann... dieses samtige, buttrige, herrliche und ohne Vergleich schmackhafte gelbe Paradies!

Ihr seht schon - ohne Eier zum Frühstück wäre ich ein NICHTS!

Was nun - und da knüpfe ich an der Eier-Huhn-Diskussion an - wenn für meinen eiervernarrten Gaumen tatsächlich die Hendln in unwürdigen Verhältnissen leben müssen? Und weil ich ja gar nicht genug bekommen kann, von so einem Ei und es immer und immer wieder brauche, muss dieses Hendl dann natürlich auch dementsprechend mehr davon legen...

"Na, aber ich kaufe ja eh schon seit ewigen Zeit nur die guten BioEier - ganz einwandfrei!", sagt mir gleich mein gutes Gewissen. Naja, aber wie wir nun wissen, ist ein BioEi noch lange kein Garant für ein glückliches Hendlleben. Ich hab doch auch schon die Ja!Latürnich!-Eier gekauft im guten Glauben, dass....

Den Bauern mit den 30 Hendln, die ich alle persönlich kenne und ihnen schon Namen gegeben habe, den hab ich leider noch nicht gefunden. Aber eine Alternative, die ich auch noch etwas näher beleuchten will. Und so ist es mir doch im Moment vergönnt, mein nächstes Frühstücksei zu genießen.Und das nächste, und das nächste hoffentlich auch noch...

Denn ohne Eier zum Frühstück - sagte ich das schon? - bin ich ein Nichts!

Man kann so viel schönes damit anfangen, schaut mal her:










Von der puren Eierspeis hab ich ja schon ein Hohelied gesungen!













Oder wie wäre es mit einem Gemüseomelett?











Und noch einem, das auch noch ein bisschen Blauschimmelkäse haben darf?












Oder doch lieber ein ganz klassisches "ham and egg(s)"?











Und danach noch ein Stück vom Zitronenkuchen (weil auch da nur schmeckt, was mit Ei gemacht)!


Hier noch ein paar nützliche Infos rund ums EI:

Was weich ist, wird nicht hart: Sobald Eier einmal gekocht worden sind, werden sie durch nochmaliges Kochen nicht härter!

Abschrecken sinnlos: Entgegen der weitverbreiteten Meinung erleichtert das Abschrecken der Eier nach dem Kochen das anschließende Schälen nicht. Die Schwierigkeit, die Schale vom Ei zu entfernen, tritt nur bei legefrischen Eiern auf. Das hängt damit zusammen, dass Schale und Eiklar bei sehr frischen Eiern noch an der feinen Eihaut, die das Eindringen von Keimen verhindert, zusammenhängen. Deshalb am Besten für hart gekochte Eier solche verwenden, die bereits gut 10 Tage alt sind.

Zubereitungszeiten: Ein weiches Ei kocht drei bis vier Minuten, ein wachsweiches Ei sechs bis sieben Minuten und ein hartes Ei etwa zehn Minuten.

Gekocht oder roh? Ein gekochtes Ei dreht sich schnell, ein rohes Ei dreht sich langsam.

So liegen Eier richtig!
Eier mit dem spitzen Ende nach unten lagern. Erfolgt die Lagerung mit dem stumpfen Ende nach unten, verlagert sich die Luftblase nach oben und kann unter Umständen die innere Haut von der Schale lösen. Dies macht das Ei dann besonders anfällig für Keime und Gerüche.

Kommentare:

katha hat gesagt…

eierfrage: same here. immerhin bekommen wir mehrmals im jahr auch solche von zwei bekannten kleinen höfen mit bloß ein paar hendln. aber das ist nicht regelmäßig und vor allem nicht nach bedarf möglich. da solltest du in oö noch einfacher eine gute quelle finden können als wir hier in wien.
was mich aber gerade noch mehr interessiert: was ist das für ein flan-artiger, sehr gelber zitronenkuchen? gibt's ein rezept? schaut flaumig und saftig aus, jedenfalls sehr appetitlich.

linda hat gesagt…

Jetzt habe ich extra schnell im Kühlschrank nachgeschaut. Tatsächlich lagere ich die Eier richtig, nicht wissentlich wohl eher intuitiv. Meine Schwägerin hat mir unlängst Eier mitgegeben, sie hält eine Handvoll Hühner selbst. Bessere Eier habe ich noch nie gegessen und mein Mann hat darauf bestanden, dass sie nur zum Frühstück verzehrt werden.

Heike hat gesagt…

Zum Glück habe ich eine Wiese voller Hühner gefunden, die mit den Resten aus dem Bauernladen und eigenem Getreide gefüttert werden. Seitdem hab ich auch wieder richtig Spaß am Frühstücksei :)

Und wie recht du hast: Ei zum Frühstück MUSS!

Frau Ziii hat gesagt…

Ellja, oh Du mein kosmischer Zwilling...

Britta hat gesagt…

leckerleckerlecker.
Ich liebe deine Frühstücksinspirationen, bin ja auch so ein Viel- und Gerne-Frühstücker ;-)

Wenn wir Glück haben, bekommen wir manchmal grüne Eier, eine Freundin hat einige etwas "exotischere" Hühner, die schmecken auch super (also die Eier, die Hühner hab ich noch nicht probiert ;-))

Eline hat gesagt…

Ich habe sieben eierlose Tage hinter mir (Hoteleiern trau ich nur selten). Da spricht mich dein Eier-Post mit der absolut perfekten Eierspeis besonder an. Heute habe ich gleich 20 Eier gekauft, fuer die naechten Fruehstuecke. Ich hab ihre Herkunft jetzt noch genauer erforscht: Bio ist eh klar, aber sie laufen auch auf den Obstwiesen des Bauern herum, nciht die Eier, die Hendln ;-). as freut mich, denn wir moegen Eier auch so gerne wie du.

Sybille hat gesagt…

Was hab' ich doch für ein Glück. Ich bin ein Eierfan wie du und bekomme meine Eier von meiner Nachbarin. Wie die Hühner leben hab ich also direkt vor Augen. Deine Eierspeisen sind eine Augenweide!!

Ellja hat gesagt…

katha, dein kennerauge hat das flanartige entdeckt, war klar! Da ist Topfen im Spiel, aber nicht so viel wie für einen richtigen gebackenen Topfenkuchen. Rezept gibts keins, war zusammengerührt und glücklich geraten.

Linda, da hatte dein Mann aber Recht, solche Eier muss man zelebrieren.

Heike, was für ein Glück!

Frau Ziii, *schmunzel*

Britta, gehört hab ich schon von den grünen Eiern, aber noch keins verkostet.

Eline, das mit den Hoteleiern verstehe ich vollkommen. Nach dieser Abstinenz wirst ja auch belohnt, mit einem tieferen Geschmack beim ersten Ei.

Sybille, so eine Nachbarin hätte ich auch gerne, aber in meiner Reichweite keine Viecher (und Hunde und Katzen zählen da nicht);-)

Die Küchenschabe hat gesagt…

wie gut, dass ich mir diese wunderschönen fotos genau jetzt ansehe, vor dem frühstück - vor allem bild 3 inspiriert mich ...
ich bekomm die eier einerseits von einer freundin, deren lebensgefährte einen bauernhof hat. denen gehts richtig gut, und da sind auch grünleger-hühner dabei. andererseits von meiner eierfrau. die hat zwar mehr als tausend hühner, die dürfen aber raus auf eine wiese mit bäumen und machen das auch, sogar im winter.
für katha: ich hätt ein rezept für einen flauschigen zitronenkuchen, der dir gefallen könnte :-)

Anonym hat gesagt…

Sofort muss ich so ein Gemüseomlett haben!!! SOFORT! Da macht es doch auch nichts, dass ich gestern ein SChinken-Käse-Omlett hatte und heute früh ein einfaches, ganz ganz weiches, oder :-)
Btw- ich schrecke mein Frühstücksei schon immer ab, und mag es auch nicht, wenn ich in einem Lokal ganz heiß bekomme. Aber weniger wegen dem Schälen, sondern weil es sonst mit der Zeit noch nachgart, und härter in meinem Mund landet, als es mir lieb ist. Durch das Abschrecken kann ich den Garprozess ein wenig unterbrechen.
Lg, Himbeere

Claus hat gesagt…

Da haste aber mal wieder ´n paar schöne Fotos geschossen!

katha hat gesagt…

he, küchenschabe, das hast du hier aber gut versteckt! bitte das hätt' ich natürlich gerne. zitronenkuchenrezepte kann man nicht genug haben.

und ellja, ich wollte dir eigentlich bloß den link
http://derstandard.at/1330390200429/Blog-Gruss-aus-der-Kueche-Das-Ei-verstehen?_blogGroup=1
schicken, weil ich beim lesen grade heftig an deinen sinnlich-informativen beitrag hier im vergleich zu dem technisch-kühlen, tendenziell naseweisen beitrag dort gedacht habe. so unterschiedlich kann die herangehensweise sein ;-)

Ellja hat gesagt…

Küchenschabe, das Bild 3 war mit Kürbis, das ist inzwischen auch mein Favorit!

Himbeere, ich schreck sie auch ab, aus demselben Grund.

Claus, und gut gegessen auch ;-)

katha, zum Zitronenthema kommt die Tage was großes von mir, heute hab ich außerdem eine grandiose Biskuitroulade mit Zitronen-Topfen-Füllung gemacht....hmmmmmmmm... link schau ich mir jetzt gleich an.

missboulette hat gesagt…

Was mich beschäftigt ist Nicht-Nachgaren nach dem Kochen: Könnte ich ein weiches Ei also als Scotch Egg frittieren und anschleißend nochmal in einem Teigmantel backen und mein Eigelb bleibt flüssig? Was meinst Du, Ellja?

Ich weiß, klingt irre, aber von sowas träume ich...

Ellja hat gesagt…

missboulette, ich bin sogar ziemlich sicher, dass das klappt, hab auch so ein Rezept auf meiner Nachkochliste. Freu mich aber, wenn dus vor mir hinkriegst :-)