2012/05/20

Zu Gast bei Eline


Bilder: P.T.


























Einmal hatte ich ja bereits das Vergnügen, bei Eline zum Essen eingeladen zu sein. Damals war es unsere Foodbloggerinnenrunde mit Frau Esskultur, Frau Küchenschabe sowie Frau Küchentanz und mir.
Und schon damals war mir klar: Hier wird auf sehr hohem Niveau gekocht!

Dieses Mal war es eine 4er Runde mit unseren beiden Männern H. und P. Herr P. war natürlich schon mächtig gespannt, da er die Küchentänze ja bisher nur von meinen blumigen Erzählungen kannte.

Nun, ich möchte mich gar nicht lange mit Worten aufhalten, sondern euch lieber anhand einer bunten Bilderschau an diesem Abend teilhaben lassen. Aber etwas muss gesagt sein: Eline ist eine herausragende Köchin auf Augenhöhe mit Haubenküchen. Nicht nur, dass ihre Arrangements am Teller - so ganz nebenbei zwischen Zuprosten und Tratschen - sehr filigran und äußerst liebreizend daherkommen. Jeder Gang hat uns betört, durch einen feinen, wundervollen Geschmack und mit jeweils der genau perfekten Konsistenz. Ich hab mich an diesem Abend besonders in die Gurkenmousse verliebt, mit dem gebeizten Seesaibling und den Hollerblüten, ein äußerst poetischer Einklang. Und alles was dann noch kam, war einfach nur fantastisch!


























Aber - und das ist für mich ein weiteres Highlight - trotz der Fülle an Gerichten und Zubereitungsschritten (die natürlich gut geplant und schon perfekt vorbereitet waren), hat man bei Eline niemals das Gefühl, dass sie "in der Küche verschwindet". Ganz unaufgeregt und sehr entspannt bleibt sie auch Gastgeberin und interessante Gesprächspartnerin. Sie tanzt eben einfach wirklich in ihrer Küche.



 
Und Herr H. konnte diesen Eindruck mit den von ihm sorgfältig ausgesuchten Weinen zu jedem Gang nur noch festigen. So eine wohltuende Gelassenheit bei einem gleichzeitig so wunderbarem Essen ist wohl ein kleines Kunststück. Für uns jedenfalls war es das.

Achso, ja. Eline möchte, dass ich kritisch bin. Ich BIN kritisch. Aber hier nach Kritikpunkten zu suchen, wäre wie eine Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Es gibt - und das ist doch schön - gar nichts zu bemängeln.


Aber seht selbst:

Gruß aus der Küche: Hirschschinken in Premiumoel von Gardasee-Oliven (Frantoio Montecroce), Brunnenkressedip, Buttergrissini nach Lukas Rosenblatt via lamiacucina (wenn ich nur aufhören könnt...)














Gurkenmousse mit gebeiztem Seesaibling und Hollerblüten-Vinaigrette

























Grünspargelflan mit Haselnüssen und eingelegtem Haselnussblatt



und weißer Spargelconsommé mit Schinkenstrudel

Kalbsvögerl und Kalbsbries mit Morcheln, Erbsen, karmellisierten Jungzwiebeln, Kalbsrahmjus und Liwanzerl


gegrillter Taleggio

Kirsch-Mandel- Mürbteigtörtchen mit Kirschsauce und Karamell-Balsamicoeis, von dem der Fotograf leider kein würdiges Bild gemacht hat, was von der Autorin durchaus kritisch betrachtet wird.








 

Liebe Eline, lieber H, wir danken euch ganz herzlich für eure Gastfreundschaft und diesen berauschenden Abend, der wie im Flug verging und trotzdem unvergesslich war!



Kommentare:

Heike hat gesagt…

"lalalalala"
ichsehundlesnichtsundkeinneidkommtauf!

grain de sel hat gesagt…

Da knickst man vor Ehrfurcht!

Doch, für meine Begriffe ist Eline ein Autodidakt, wie die meisten von uns, aber einer, der sich ins Sterne-Niveau hochgeschwungen hat, was sie wieder unterscheidet von den meisten.

Sehr beeindruckend!
Und sehr schöne Fotos Ellja!

Britta hat gesagt…

Wow. Beneidenswert und bestimmt ein Kandidat für unvergessliche Abende, oder?

Sonja hat gesagt…

Hmm, das klingt und schaut wirklich alles nach Haubenniveau aus. Will ich am liebsten sofort alles kosten!

Julia hat gesagt…

Mmmmhhh ... sieht alles sehr lecker aus - und wars auch bestimmt!
Ich hoffe, Eline stellt bald ihre Rezepte in ihren Blog *vorfreude*.

Ellja hat gesagt…

Heike, lalalalalaaaaa

Micha, ich hab mal den Spruch gehört: Kochen lernt man zuhause, in der Gastronomie lernt man dann trixen ;-), also ein Hoch auf uns Autodidakten.

Britta, ja klar

Sonja, wir haben alles mit Wonne gekostet

Julia, ja, das hoffe ich auch, denn die Gurkenmousse werde ich jedenfalls ausprobieren.

katha hat gesagt…

wieder einmal ein fantastisches menü von eline. und das beste: ich war zwar (leider) nicht dabei, kann es mir aber sehr gut vorstellen. so muss der frühling schmecken!

Netzchen hat gesagt…

oh mein Gott - was für ein toller Beitrag, wunderschöne Bilder, als wäre man selbst dabei gewesen oder ist grad dabei beim Enstehen dieser tollen Gerichte. wow!!

Liebe Grüße
Netzchen

Ellja hat gesagt…

katha, es war zwar kein sonntag, aber allemal ausreichend für eine sinnessammlung ;)

Netzchen, Elines offene Küche hat eben diesen Vorteil, dass man ganz nah dabei sein kann, auch schon beim Entstehen.