2010/12/04

Asiatisch gewürzter Schweinsbraten



In meinem Lieblingslokal gibt es ihn immer Donnerstags. Aber manchmal kann man auf solcherlei Einschränkungen wirklich keine Rücksicht nehmen. Schließlich will ich ihn auch Samstags mal auf meinem Tisch. Da hol ich doch gleich mal meinen Bräter aus dem Schrank...

Für den Schweinsbraten:
1,5 kg Schweineschopf
Fleisch waschen. In einer Pfanne Wasser (gerade so viel, dass die Schwarte bedeckt wird) mit 1 Zehe Knoblauch, 2 Nelken, etwas Salz und Pfeffer zum Kochen bringen. Den Braten mit der Schwartenseite nach unten in die Pfanne legen und ca. 8 Minuten köcheln lassen. Nun lässt sich die Schwarte schön schröpfen (einschneiden). Das Wasser verwende ich später für die Bratensauce.
Für die Marinade: 4 Knoblauchzehen, fein gehackt, 1 Stk. Ingwer, geraspelt, 1 rote Chili-Schote, gehackt, 2 EL Sojasauce, Szechuan-Pfeffer, 1 TL Koriander-Körner, gemörsert, wenig Sternanis, gemörsert, 2 EL schwarzer Reisessig, 1 TL Honig, 1 TL Sesamöl
Den Schopf mit der Marinade gut einreiben und 1 - 2 Std. ziehen lassen.
Den Braten nun in einer Pfanne von allen Seiten kurz gut anbraten. Das Backrohr auf ca. 180 Grad vorheizen. Den Braten in den Bräter legen und das Wasser aus der Pfanne angießen. Das Fleisch nun ca 1,5 bis 2 Stunden braten und immer wieder übergießen.
Für das Kraut:
1 kleiner Krautkopf, geschnitten, 1 Zwiebel, geschnitten, 1 kl. Stück Ingwer, geraspelt, 1 rote Chili-Schote, gehackt, ohne Kerne, 1 TL SesamÖl, etwas Palmzucker, 2 EL helle Soja Sauce
Das Kraut klein schneiden. In einer Pfanne die Zwiebel mit Palmzucker karamellisieren, Ingwer, Chili und das Kraut dazu geben. Durchrühren und wenige Minuten anbraten. Mit der Sojasauce ablöschen und weichdünsten, sollte aber noch etwas Biss haben.
Für die Mehlknödel:
150 g Mehl, Prise Salz, gekochtes Wasser, ca. 1/8 l, Sesam in einer Pfanne rösten
Das Mehl salzen und mit heißem Wasser nach und nach übergießen. Den Teig ständig gut durchrühren und kneten. Daraus einen nicht zu festen, aber auch nicht klebrigen Knödelteig formen, einige Minuten rasten lassen. Zu kleinen Knödeln formen und in kochendem Salzwasser garen. Mit gerösteten SesamSamen bestreuen.

Kommentare:

weltbeobachterin hat gesagt…

machst die Knödel mit Roggen oder Weizenmehl?
ich kenn sie sehr puristisch
Roggenmehl, Erdäpfel, Salz
oder
Roggenmehl, "geselchte Suppe", bissl Salz

also das klingt sehr ungewöhnlich, dabei mag ich ihn klassisch wirklich so gern, aber die Variante wäre ein Versuch wert

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

mir gefaellt die asiatische variante....oefter mal was neues;)

Andreas hat gesagt…

Ich würde das Fleisch sogar über Nacht marinieren lassen, dann wird es bestimmt noch besser.

Ellja hat gesagt…

wb, die Knödel mach ich mit Weizenmehl, ganz ohne Erdäpfel. Das lustige ist, dass die Chinesen für ihre "dumplings" auch genau diesen Teig machen, und ich kenn ihn von meiner Oma so, eben als Mehlknödel.

kitchen roach, ich mag ihn klassisch und ich mag ihn auch mal anders, hauptsache die kruste wird schön :-)


Andreas, auch eine Möglichkeit. Ich wollte nicht, dass das Fleisch ganz "durchdrungen" wird von der Marinade ;-)

Biggi hat gesagt…

Das sieht sehr lecker aus und ich glaube, der Weihnachtsbraten ist hiermit gefunden! Aber 4 Knoblauchzehen - ist das nicht ein bisschen viel? Schmeckt der Braten dann nicht zu stark nach Knofi?

Ich werde es auf jeden Fall als Festtagsbraten testen.

LG Biggi

Ellja hat gesagt…

Biggi, ganz im Gegenteil, das Aroma des Knoblauch unterstützt ja erst richtig den guten Geschmack. Da knofelt nix mehr nach 2 Stunden braten ;-). 4 Zehen sind gut dafür!

Houdini hat gesagt…

Bereitest Du Dich mit dem asiatischen Touch kulinarisch auf die China-Reise vor?

zorra hat gesagt…

Schweineschopf? Klingt lustig, ist damit Schweinshals gemeint?

Ellja hat gesagt…

Houdini, naja, schon eine ganze Weile eigentlich... :-)

zorra, Schweinenacken ;-)