20.000 Menschen wehren sich in NYC gegen das (Finanz)System!
Klassenkampf will gut (selbst)organisiert sein...
Right Here All Over (Occupy Wall St.) from Alex Mallis on Vimeo.
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2011/10/06
2009/09/02
I love New York III - Fast food

Spät aber doch nun mein Teil III der "I love NY"-Serie. Wo also kann man gutes und schnelles Essen bekommen im Big Apple?
Hier ein paar persönliche Tipps & Highlights (ohne Anspruch auf Vollständigkeit natürlich - das Angebot ist ja schier unüberschaubar)
Fangen wir gleich mit des New-Yorkers liebsten Snack an, dem Hot Dog. An jeder Ecke kann man ihn bekommen, aber wirklich empfehlen kann ich nur 2!
1. Gray´s Papaya (Homepage in Arbeit)
Gleich 3 Läden hat der alte Herr Nikolas Gray in Manhattan, und das schon seit 1973, da eröffnete er den ersten. Der Hot Dog da ist etwas würziger, als wo anders, frisch und billig, und am besten trinkt man dazu den Papaya-Saft - eine Besonderheit mit Erfolgskonzept.
2. Nathan´s Famous auf Coney Island
Bei einem Ausflug nach Coney Island ist ein Besuch bei Nathan´s Pflicht! Eine große Auswahl an toppings; ich empfehle den Chilli-Hot-Dog.
Generell zuviel erwarten sollte man sich aber von einem Hot-Dog trotzdem nicht.
Und was kommt jetzt? Ja klaar ... BURGER!
Wirklich gute Burger bekommt man nicht bei Mac Donald´s, Burger King oder Wendy´s. Die besten Burger isst man hier:
1. Shake Shack
Am Southeast Corner beim Madison Square Park stellen sich die Leute sogar im Winter dafür an. Obwohl man hier nicht einmal "indoor" speisen kann. Im Sommer gibts Stühle und Tische im Freien, im Winter gar nix. Die gute Nachricht: seit kurzem gibt es einen neuen Laden an der Columbus Avenue (upper West Side), da kann man auch drinnen die große Auswahl an wirklich sensationellen Burgern genießen.
Und was kommt jetzt? Ja klaar ... BURGER!
Wirklich gute Burger bekommt man nicht bei Mac Donald´s, Burger King oder Wendy´s. Die besten Burger isst man hier:
1. Shake Shack
Am Southeast Corner beim Madison Square Park stellen sich die Leute sogar im Winter dafür an. Obwohl man hier nicht einmal "indoor" speisen kann. Im Sommer gibts Stühle und Tische im Freien, im Winter gar nix. Die gute Nachricht: seit kurzem gibt es einen neuen Laden an der Columbus Avenue (upper West Side), da kann man auch drinnen die große Auswahl an wirklich sensationellen Burgern genießen.

2. Jackson Hole
Noch mehr Auswahl an Burger-Variationen gibts hier. Das Fleisch ist saftig und man bestellt ihn am besten "medium". Die Burger sind extrem dick, also mit "Mund auf und rein" ist da erstmal nichts. Für Hungrige kann man "on a platter", d.h. mit Pommes (frenchfries) und Salat um ein paar wenige Dollar mehr empfehlen. Ich hab einen mit Guacamole gegessen, der war wirklich saugut. Das Ambiente ist "laut - klein - rustikal", aber sehr charmant.
Davon abgesehen gibt es in vielen Pubs und Bars wirklich gute Burger für wenig Geld. Fleischlaibchen braten können die Amerikaner ja wirklich ;-).
Weiter geht´s mit Pizza!
Hier gibts 2 Dinge zu beachten: Zum einen gibt es diese wagenradgroßen Pizzen an Ständen und kleineren Geschäften, da kauft man sich "slices", also Stücke davon. Und dann gibt es die gewohnt großen Pizzen in den Pizzerien. Diese sind - gleich vorweg - auf alle Fälle besser. Die Slices sind sehr fetttriefend und käselastig.
Hier meine Empfehlungen:
Stellt euch vor, ihr müsstet geschlagene 40 Minuten in bitterer Kälte vor einem Lokal in einer langen Warteschlange ausharren, um dann endlich einen Mini-Tisch zu ergattern, wo Dir der Nachbar links und rechts die Ellbogen in die Seite stößt. Es geht zu wie in einem Bienenkorb, wildes durcheinander, die Kellner gehetzt, die Gäste laut, das Ambiente alles andere als gemütlich italienisch ... dann sitzt ihr sehr wahrscheinlich bei Grimaldi´s. In Brooklyn Heights unter der Brooklyn Bridge befindet sich das von außen recht unscheinbare Lokal. Nur die Leute, die davor um Einlass betteln, zeugen davon, dass hier was Gutes zu bekommen ist. Vielleicht sinds aber auch nur Touristen, die alle denselben Reiseführer gelesen haben? Rein bin ich jedenfalls voller Erwartung und raus bin ich satt und mit etwas gemischten Gefühlen. Ich war mir nicht sicher, ob mir gefiel, was ich da vorfand. Heute betrachtet kann ich sagen: JA doch, es hatte was, das ist eben New York. Du bist nicht in dieser Stadt um Gemütlichkeit zu zelebrieren, und das wird Dir an jeder Ecke auch vermittelt. Schnell rein, schnell wieder raus. Die Pizza war sehr gut und ein Riesending (für 2). Mit dem Wein kann man sich anfreunden, nichts besonderes, aber man spült ihn ganz gut runter. Insgesamt war es ein Erlebnis.
Aber wenn ihr schon bei Grimaldi´s seid, dann kann ich noch ein wirklich gutes Eis zum Dessert empfehlen: Brooklyn Ice Cream Factory. Auch hier oft sehr lange Warteschlangen.

Angeblich überhaupt die erste Pizzeria in ganz Amerika, aber sehr wahrscheinlich in New York. Wo die steht? In Little Italy. Das kleine (und immer kleiner werdende) Viertel in Downtown hat immer noch die besten "Italiener" der Stadt beherbergt. Das Lombardi´s hat wohl wirklich die beste Pizza der Stadt. Aber auch hier wenig Beschaulichkeit, schneller Service, wenig Platz. Das ist eben so. Hier kann ich die Pizza mit Muscheln sehr empfehlen, "wow" auf ganzer Linie!

Jetzt aber zu etwas, was es bei uns gar nicht gibt: "Pastrami".
Pastrami ist ein Sandwich mit gewürztem, roten Fleisch, ähnlich unserem Sur- oder Pökelfleisch. Es wird geräuchert und in ganz dünne Scheiben geschnitten. Ein dicker Packen davon kommt zwischen zwei Weißbrotscheiben, mit Senf, Sauerkraut, Gewürzgurken etc... wird es verzehrt.

Und mit dem Namen Pastrami ist eine Institution ganz eng verbunden, nämlich "Katz's Deli". 1888 eröffnete eine russische Familie diesen Delikatessenladen an der Lower East Side. Bekannt wurde es auch durch den Spruch "Send a Salami to your Boy in the Army" im 2. Weltkrieg. Bei Katz's bekommt man sie heute noch, Salami und Pastrami und anderes kosheres. Eine riesengroße Halle erwartet einen , wenn man eintritt. Man bekommt eine Karte, auf der alle Einkäufe eingetragen werden, bezahlt wird beim Rausgehen. Ein langer Tresen für die Bestellungen und hunderte Tischreihen mit hungrigen Menschen können einen im ersten Moment schon etwas überfordern. Aber da muss man durch, einfach bestellen oder auf etwas zeigen, das einem gut vorkommt, die Auswahl ist ja groß genug. Dem P wurde beim probieren schon ganz schlecht, also durchgefallen, mir hat das Pastrami-Sandwich ganz gut geschmeckt. Man muss aber geräuchertes Fleisch in Massen mögen, sonst wird das nix. Ob es wirklich der beste Pastramiladen ist, kann ich nicht sagen. Ich habe in all den Jahren keinen anderen probiert. Das Pastramisandwich ist auch nicht so häufig verbreitet, wie man denkt.
Unser NewYorker Freund Hermann meint, das beste Pastrami-Sandwich gäbe es in seinem Stammpub, dem "Mc Sorley´s Ale House". Ob das stimmt weiß ich nicht, aber hier gibt es jedenfalls das beste Bier (immer 2 Humpen davon, also nicht wundern) und dieses alte Pub ist allemal sehenswert. Du tauchst ein in eine längst vergessene und von viel Staub überzogene Welt, da kannst du das erste Mal ausatmen und plötzlich zieht das schnelle New York an Dir vorbei, du schaust aus den verschlierten Fenstern und fühlst Dich geborgen. Denn hier drin ist kein Platz für Hektik. Fast food gibt es trotzdem. Die Burger sahen fantastisch aus. An der East 7th Street also eine gute Adresse! Hingehen!
Hier enden meine Tipps für FastFood in New York. Weiter geht´s demnächst mit den besten Restaurants, u.a. dem "Les Halles" von meinem Lieblingsautor Anthony Bourdain.
2009/06/25
I love New York II - to eat or not to eat
Bild: © Ellja
Die Amerikaner und ihr Essen. Darüber gibt es viele Vor- und Urteile. Die meisten stimmen ganz sicher. Die dicksten Menschen der Welt kommen (neben den Südseeinseln) immer noch aus den USA (Dass die dicksten Menschen Europas aus Deutschland kommen, lassen wir jetzt mal beiseite). New York ist keine typisch amerikanische Stadt. Sie ist ein multikultureller Schmelztiegel und was es auch auf dieser Welt zu futtern gibt, in NYC findet man es. So gesehen, kann man sich hier wie im Schlaraffenland fühlen. Auch die Menschen hier sind weitaus figurbewusster, die richtig großen Brummies sieht man nicht wirklich sehr oft, und wenn, dann sind es wahrscheinlich Touristen aus Detroit oder Milwaukee. Dünn, fit und gesund zu bleiben ist dennoch eine echte Herausforderung in dieser Stadt, trotz vieler täglicher Laufkilometer. Warum?
Höher - weiter - schneller - gilt auch beim Essen: Größer - fetter - süßer - klebriger. Für den europäischen Geschmackssinn kann das durchaus ein Schock sein. Schon die visuellen Reize tagtäglich sind kaum auszuhalten. An wirklich jeder Ecke, wo Du stehst oder gehst, gibt es was zu essen. Das Überangebot erschlägt einen fast. Die Gerüche sind teilweise verführerisch, aber auf Dauer unerträglich. Hier musst Du dich aktiv darum kümmern, NICHT dick zu werden, und das ist wirklich schwer.
Bild: © Ellja
Wie gesagt - zu essen gibt es alles, schon direkt auf der Straße entkommst du nicht: Hotdog-Stände, Donut-Imbiss, Shish-Kebab-Verkäufer an jeder Straßenecke, Brezzel (liegt wie ein Stein im Magen)-Verkauf... und willst Du Dich wo rein setzen, locken Starbucks, Andrew´s, Au bon pain und Dunkin´Donut mit ihrem Angebot schon zum Frühstück. Ein Frühstück im Hotel ist in New York kein guter Deal, weil erstens gar nicht üblich und wenn ja, dann meistens viel zu teuer und nicht die beste Wahl, aber es kann einem den Tag sehr erleichtern, finde ich. Wer allerdings darauf steht, schon frühmorgens mit hungrigem Magen einen Entscheidungsmarathon hinter sich zu bringen, nur zu. Der Kaffee ist sowieso überall brennheiß und kaum zu trinken, mit Kaffee hat es eigentlich gar nichts zu tun. Dafür kannst Du dir nachschenken lassen, soviel Du willst ;-).
Mittags veirrt man sich dann leicht in die typischen Burger-Ketten, alles natürlich billiger im Big-Size-Format. Die Getränke da sind mit Eiswürfeln gefüllt, also ist es völlig egal, was Du bestellst, es schmeckt alles nach Chlor. Wenn Du es schaffst, dir je ein Getränk ohne Eiswürfel zu ordern, dann gib mir Bescheid, du hast den Jackpot geknackt. Apropos Getränke: Überall in den Restaurants wird Dir Eiswasser in Krügen gratis auf den Tisch gestellt, nur trinken kann man (ich jedenfalls) es nicht - siehe Chlorgeruch. Dennoch ist NewYork stolz darauf, fließendes Leitungswasser mit Trinkwasserqualität zu haben.
Bild: © Ellja
Nun, Abends (natürlich auch zum Lunch) kann man sich viele gute Restaurants in ganz New York aussuchen, hier ist meistens Reservieren nötig und natürlich passende Abendgarderobe. Das dicke Geldbörsel auf keinen Fall vergessen, wobei es Mittags immer billiger ist als abends. Aber auch fürs schmale Budget gibt es die ganze Nacht (übrigens auch tagsüber) die sogenannten Deli´s (sprich: Delli). Diese sind erstaunlich gut, und haben oft ein unüberschaubares Sortiment an frischen Salaten und gegrillten, gebratenen vegetarischen und Fleischspeisen, meistens zum Mitnehmen. Es gibt auch ein paar gute Burgerläden abseits von Mac & King, die hervorragende Burger anbieten (Jackson Hole z.B.).
In Chinatown kann man preiswert die asiatische Küche genießen, aber die Qualität ist hier auch sehr unterschiedlich. In Murray-Hill (Curry-Hill) hat sich inzwischen eine gute Zahl an Indischen Lokalen etabliert, die auch zu moderaten Preisen ausgezeichnetes Essen servieren. Ja, und dann sind da natürlich noch die vielen amerikanischen Bar´s und Steakhäuser. Hier macht man selten was falsch, wenn man sie nicht gerade um den TimesSquare herum besucht. Wer gutes kosheres Essen oder fantastische russische Küche sucht, der fährt am besten nach Brooklyn. Und die besten Pizzen dieser Stadt gibt es nicht unbedingt nur in Little Italy. In der Bronx (no fear) ist das größte italienische Viertel, nämlich Belmont, beheimatet. Hier wird noch richtig italienisch gekocht. Ja und schlussendlich landen wir möglicherweise in Harlem, wo es ausgezeichnete Südstaatenküchen zu testen gilt.
Bild: © Ellja
Das auffälligste in NYC ist, die wenigsten kochen da wohl selbst, das meiste wird bestellt oder im Deli geholt oder auch schon fertig zubereitet in den Supermärkten gekauft, und das ist rund um die Uhr, auch die ganze Nacht, möglich. Auch eine Bestellung ins Hotel ist gar nichts ungewöhnliches, sondern ganz normal. Obwohl... es gibt wirklich tolle (Bio)Ware, z.B. bei Wholefood´s market (eine Kette, mehrere Standorte), aber auch da gibt es ausladende Buffets mit warmen Speisen zum Mitnehmen, dabei lacht das Gemüse so schön aus den Regalen. Da wären dann noch Zabar´s, Dean&Deluca oder für besondere Feinspitze der Chelsea Market. Hier gibt es alles zu kaufen, was es weltweit gibt, feinste Ware für den Gourmetkoch, alles natürlich ein bisserl teurer.
Bild: © Ellja
Als letztes möchte ich noch eine große Sache ansprechen: Den HOT_DOG! Was ist denn eigentlich wirklich dran an dem labbrigen Brötchen mit dem kümmerlichen Würstel in der Mitte? Eigentlich nichts! Er schmeckt nicht besonders toll, wenn man ihm nicht ein ordentliches Topping (siehe Nathan´s - der beste) verpasst. Die Würstel schmecken fade und wer unsere Frankfurter (oder Wiener) kennt und sich dabei langweilt, kann damit schon gar nichts anfangen. Die Brötchen sind weich und pampig. Aber... Er gehört einfach zu NewYork. Und darum muss man ihn wenigstens einmal gegessen haben. Mehr ist da wirklich nicht dran, aber auch nicht weniger.
Einige persönliche Highlights und Tipps gibts demnächst in Teil III.
2009/06/24
I love New York

Bild: © Ellja
Seit 1999, da war mein erstes Mal, versuche ich so oft als möglich über den großen Teich zu fliegen, nur um eine einzige Stadt zu besuchen, über die schon Millionen Worte geschrieben, Lieder gesungen, Filme gedreht wurden. Man kann sie nicht be-greifen, wenn man nicht in sie eintaucht, sich auf sie einlässt, nicht beim ersten Mal und nicht beim zweiten Mal. New York ist keine "schöne Stadt"... sie hat viele hässliche Seiten, sie kann böse und gemein sein, sie kann dich verwirren und dir auch Angst machen. Sie ist erbarmungslos und am Ende spuckt sie dich hilflos wieder aus. Aber wer sich in sie verliebt ist ihr auf ewig verfallen... so gesehen wirkt diese Stadt auf viele wie eine Sirene, deren süßem Locken sie niemals widerstehen können... Rom ist wundervoll, Paris ist faszinierend, London ist cool, Kopenhagen auch... trotzdem, für mich ist New York (und damit meine ich nicht nur Manhattan) mit ihren tausend Gesichtern und Gerüchen und Kulturen etwas einzigartiges.
2009/05/25
Ess a wienerisch Bagel

Mit meiner Liebe zu NewYork habe ich auch die Essgewohnheiten dieser Stadt studiert, zum Teil erstaunt, begeistert, kopfschüttelnd, angewidert oder einfach nur belustigt.
Der Bagel aber bekommt meine volle Aufmerksamkeit und Zustimmung. Am liebsten esse ich ihn aufgeschnitten und gut getoastet mit Cream-Cheese (und manchmal mit Lox) - ganz klassisch. Auch in diesem Jahr war ein NYC-Besuch von solcherlei Erfolg gekrönt. Unser Hotel hatte ausgezeichnete Bagel in allen Varianten (Mohn, Sesam, plain, sweet mit Rosinen,...). Selten frühstückt man in NYC ja im Hotel, viel zu teuer! Aber in unserem wirklich gemütlichen Hotel in "Little Korea" (Stanford) war das Breakfast (und eben die fantastischen Bagel) im Hotelpreis inbegriffen - kann ich nur jedem empfehlen! Nun... das wäre wieder ein anderes (Reise)Thema.
Eigentlich sagt man dem Bagel ja nach, er käme ursprünglich aus Wien. und das Wort "Bagel" leitet sich von dem Wort "Bejgel", dieses wiederum von "(Steig)bügel" ab. Sicher ist jedoch, dass der Bagel ein jüdisches Gebäck ist, aus Hefeteig mit einem Loch in der Mitte. Das besagte Loch ist wohl einem gelangweilten Bäcker passiert, könnte man meinen, aber nein nein, es hatte eine sehr wichtige Funktion: Vor Ende des Shabbat wurden die Bagel auf Holzstangen transportiert, da sie mit den Händen nicht berrührt werden durften.
Um nun nicht ständig nach NYC reisen zu müssen, nur um einen guten authentischen Bagel zu bekommen, hab ich mich selber ans Werk gemacht. Hier das Rezept:

Ergibt 8 - 10 Bagel :
500 g Mehl
1 Paket Trockenhefe
1,5 EL Zucker
1 TL Salz
2 EL Öl
300 - 320 ml lauwarmes Wasser
1 EL Honig für das Kochwasser
1 Eidotter, verschlagen, zum Bestreichen
Backpapier für das Backblech
Das Mehl mit Trockenhefe mischen. Zucker, Salz, 300 ml lauwarmes Wasser, Öl hinzufügen, mit einem elektrischen Handrührgerät zu einem elastischen Teig rühren. Das kann durchaus 10 Minuten dauern! Etwas Mehl über den Teig stäuben, abdecken und 1 Stunde gehen lassen. Die Arbeitsfläche dünn mit Mehl bestäuben. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig zu 8 Kugeln formen und daraus dann Bagels: Einen Kochlöffelstiel durch die Mitte bohren und das Loch durch kreisende Bewegungen erweitern. Es soll etwa 4 cm groß sein. Die Bagels mit ausreichendem Abstand (da sie noch aufgehen), nebeneinander auf das Blech legen. Abdecken und wieder eine halbe Stunde gehen lassen .
Den Backofen auf 220 Grad vorheizen (Umluft 200). In einen breiten Topf zur Hälfte Wasser füllen, den Honig dazugeben und alles leicht zum Kochen bringen. Jeweils zwei "Rohlinge" mit der Oberseite nach unten in das kochende Wasser legen, etwa 30 Sek. ziehen lassen, umdrehen und nochmals ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen, kurz abtropfen lassen und auf das Blech legen. Mit dem verschlagenen Ei bestreichen. Auf dem mittleren Einschub des Backofens etwa 20 Minuten hellbraun backen.

Ganz einfache Variation: Die blanchierten Bagels von einer Seite in Mohn oder Sesam drücken, die man auf eine Untertasse geschüttet hat. Oder für pikante Bagel Röstzwiebeln in den Teig einarbeiten, oder aber auch Rosinen, dann kann man in den Teig auch ein wenig Zimt geben und etwas mehr Zucker.
Auch wenn die Bagel frisch aus dem Backofen kommen, empfehle ich das Einschneiden und Toasten. Schließlich handelt es sich hier ja um schwere Hefeteigbrummis und nicht um luftiges Gebäck. Allerdings konnte ich hier in Österreich noch keine Bageltoaster finden, die ja im Vergleich zu unseren Normalso gigantische Schlitze für die breiten Bagel-Hälften haben.
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