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2011/09/18

Arte-TV: Von "Taste the waste" zu "El Bulli"



Der Beitrag beginnt bei 25:30

ARTE dazu:
Zwei Dokumentarfilme starten im September, die unser Essverhalten genauer unter die Lupe nehmen. Der eine Film „Taste the waste“ geht den Ursachen und Folgen der Lebensmittelverschwendung auf den Grund. Auf eindringliche Weise veranschaulicht der Film wie rund 50 % der Lebensmittel in den Müll geworfen werden, bevor sie überhaupt beim Konsumenten landen. Der andere Film „El Bulli“ schaut dem Starkoch Ferran Adria über die Schultern, wie er an seiner Molekular-Haute-Cuisine herumexperimentiert.

Es sind zwei Filme, welche die Spannbreite unserer westlichen Esskultur heute dokumentieren. Auf der einen Seite werden tonnenweise Gemüse, Obst und weitere Lebensmittel verbuttert, obwohl damit der Hunger vieler gestillt werden könnte. Auf der anderen Seite werden Esswaren kreiert, die nicht mehr dazu da sind, unseren Hunger zu stillen, sondern schlicht und ergreifend unsere Lust zu befriedigen.
Wenn Starkoch Ferran Adria seine Menus heute etwa mit Stickstoff anreichert, dann sind seine Kochkünste weniger seinem Ideenreichtum geschuldet, als vielmehr den Errungenschaften von Chemikern in ihren Laboren. Die nämlich entwickelten chemische Hilfsstoffe, um Speisen länger haltbar zu machen und Abfälle weiterzuverarbeiten.

Metropolis geht unseren Essgewohnheiten auf den Grund und fragt: was essen wir eigentlich wirklich? Wie wurden Esswaren industrielle Produkte? Und weshalb brauchen wir Menus aus der experimentellen Molekularküche? Metropolis trifft den Gastrokritiker und Autor des Buches „In Teufels Küche“ Jörg Zipperick. Er wirft mit uns einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Gastroszene und gibt darüber Aufschluss, wie chemische Additive den Weg in die Küchen angesehener Restaurants fanden.
Anlass: „El Bulli – Cooking in Progress“ von Gereon Wetzel, startet in Deutschland am 15. September und in Frankreich am 12. Oktober.
„Taste the Waste“ von Valentin Thurn startet am 9. September in den deutschen Kinos und wird in Frankreich auf Arte ausgestrahlt.

2011/03/13

Die Pangasius-Lüge

















Achtung: Jetzt wirds unappetitlich! Aber das kann ich euch jetzt auch nicht ersparen... wirklich nicht!

Tatort Mittwoch Abend ARD: Die Reportage über den billigen Fisch, der so schön klingt und nach gar nix schmeckt! Und inzwischen schon in jeder Raststätte schön auf der Speisekarte prangt, auf dass einem gleich ein bisserl schlecht wird.

Mir war das immer schon ungeheuer. Ein Zuchtfisch, der angeblich gegen die Überfischung helfen soll...hm hm hm.

Aber was man in der ARD-Reportage dann alles sehen und aushalten musste, war hart an der Grenze.
Was sag ich, eigentlich schon darüber. Nach meinem Empfinden eine einzige Perversion.
Erst wird aufgezeigt, wie diese Aquakulturen gehalten werden - völlig überfüllt und ohne Antiobiotika gar nicht möglich. Teilweise stark verkeimt und ekelhaft. Dann werden die Filets auf Fremdwasser getestet (Zugabe von Phosphaten)...also Schrumpffische, die beim Braten wieder alles verlieren.

Aber für mich kam die Spitze einer unglaublichen Absurdität erst noch: Um die vielen Pangasiusfische zu ernähren, wird Fischmehl gefüttert. Dieses Fischmehl wird aus Fischfang, der tonnenweise aus dem Meer geholt wird (ganz viele Jungfische natürlich dabei) gewonnen. Und damit wird die Artenvielfalt gleich mal im Keim erstickt und eben diese Pangasius-Superlüge widerlegt. Kann man sich sowas dummes überhaupt vorstellen? Waren die Schildbürger dagegen nicht wahre Blitzkneisser? Warum ist die Menschheit zum Untergang verdammt? Bei solchen Aktionen fängt man an, zu begreifen warum.

Eine einzige Bio-Aquakultur-Farm war zu finden. Vorbildlich geführt von einem Deutschen.

So, und wenn ich jetzt noch irgendwo, irgendjemanden sagen höre, dass er gerne Pangasius isst....

... dann gibts TOTE! Leute, Hirn einschalten! Sowas darf man nicht unterstützen und allein der Konsument bestimmt hier die Nachfrage und damit das mehr als fragwürdige Angebot!

Kaufts euch doch bitte einen gscheiten Fisch. Entweder aus Biozucht oder aus heimischem Wildfang.
Und wenn ihr keinen Fisch mögt, weil er zu sehr nach Fisch schmeckt... dann esst keinen Fisch (denn Thunfisch z.B. ist auch keine Lösung).
Aber ein Pangasius ist einfach überhaupt nicht mehr drin!


















Nein, das hier ist kein Pangasius!