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| Bilder: Ellja |
Da Herr P. letztens zur Tat schritt, um ein Mangochutney zuzubereiten, musste ich mir natürlich das Drumherum ausdenken. Und zwar aus dem, was noch im Kühlschrank war. Man zäume mal das Pferd von hinten auf. Geht ja auch.
Da fanden sich Mangold, Zucchini, Aubergine, Zwiebel, Tomaten. Na, wer da den Schuss in Richtung "Gemüsecurry" nicht hört... der packt - so wie ich - auch noch rote Linsen aus und hat damit ein "Gemüse-Linsen-Curry" im Visier.
Ehrlich gesagt, passte mir das alles sehr gut in den Kram. Denn da sitzt irgendwo in Linz eine Bloggerin, die zu solchen Curries gerne auch noch den ein oder anderen Schmelz fabriziert. Und das gefällt mir, will ich also auch. Jetzt hamma auch noch Gurke und Joghurt gefunden, also gibts auch Gurken-Raita. Das wird ja immer besser! Ein regelrechter Aromenüberschwang. Kurz hab ich überlegt, ob das denn nicht zuviel des Guten wäre? ... Aber nein, nur kurz und schon wieder verworfen. Wir schöpfen heute einfach mal aus dem Vollen und sehen im "Nachschmecken" was möglicherweise zuviel war. So machma´s!
Gemüse-Linsen-Curry
2 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Stk. Ingwer (2cm) in der Moulinette zu einer Paste schreddern.
Je 1 TL Koriander, Kreuzkümmel und Bockshornklee mörsern.
Die Gewürze mit je 1 TL Paprikapulver, gelbe und schwarze Senfsamen mischen.
Diese Mischung nun in einem großen Topf in einer großzügigen Menge Ghee ganz leicht anrösten.
1 Lorbeerblatt dazu geben und mitrösten. Wenn die Senfsamen aufplatzen die Zwiebel-Knoblauch-Ingwerpaste einrühren und durchrösten. Nun 2 Dosen Tomaten (oder aromatische frische Tomaten zerkleinert) in den Topf geben. Mit einem Messer die Tomaten stückeln. Etwas Wasser oder Gemüsebrühe angießen und die Linsen in den Topf geben. Nun alles köcheln lassen, bis die Linsen weich sind (nicht salzen). In der Zwischenzeit das Gemüse in kleine Würfel schneiden und scharf anbraten. Zum Curry geben und nun mit Salz und Schärfe würzen. Frische oder getrocknete Chilischoten gut dosiert untermengen. Wenn die Linsen weich sind, das Gemüse noch ein klein wenig Biss hat, dann ist das Curry fertig. Mit einem Schuss Obers abrunden.
VOR dem Curry bereiten wir das Gurken-Joghurt vor:
Gurken schälen und Samen rausschneiden. Nun in sehr kleine Würfel schnippseln.
Griechischen Joghurt mit Salz, Minze (NaNaMinze) etwas zerstoßenen Kreuzkümmel und einer Prise Zimt verrühren und die Gurkenwürfel untermengen. Im Kühlschrank einstweilen kühl stellen.
Das Mango-Chutney ist ja schon fertig, das hat der P. schon am Vortag gemacht.
Und jetzt kommt die Sache mit dem Schmelz! Dafür habe ich Haselnussbrösel angeröstet, dann mit Butter aufgeschäumt, sowie mit Salz und "Purple Curry" gewürzt. Ich war mir natürlich nicht sicher, ob die säuerliche Hibiskusnote jetzt so richtig zum Linsencurry passt, aber ich sags jetzt einfach: für uns hats TOTAL gepasst!
Das war jetzt sicher alles gar nicht typisch indisch. Und ich bin sicher, Eline würde den PurpleCurry-Schmelz nicht zum Linsen Curry servieren... Aber es war ein extrem gutes Essen. Und der Aromenüberschwang war uns nicht zuviel.













